Österreichs Unternehmen bei Cloud Computing unter EU-Schnitt

Wien (APA) - Österreichs Unternehmen liegen bei der Nutzung von Cloud Computing mit 23 Prozent hinter den meisten der 28 EU-Länder zurück. Laut Eurostat-Daten vom Donnerstag sind finnische und schwedischen Firmen mit 65 bzw. 57 Prozent Spitzenreiter. Schlusslichter sind Bulgarien und Rumänien mit 8 bzw. 10 Prozent. Der EU-Durchschnitt liegt bei 26 Prozent.

Österreich liegt an 16. Stelle unter allen 28 EU-Ländern. Vor zwei Jahren lag Österreich mit 17 Prozent an 18. Stelle, hat also um zwei Plätze aufgeholt.

In der EU hat in den letzten Jahren die Nutzung von Cloud-Computing rasch zugenommen. 2014 lag der Wert bei 19 Prozent und 2016 bei 21 Prozent. Große Unternehmen nutzen Cloud-Computing wesentlich häufiger (56 Prozent der Unternehmen mit 250 oder mehr Beschäftigen) als kleine Unternehmen (23 Prozent der Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigen). In den vergangenen vier Jahren wurde der stärkste Zuwachs bei der Nutzung von Cloud-Computing in großen Unternehmen beobachtet (plus 21 Prozentpunkte) gegenüber plus 12 Prozentpunkten in mittleren und plus 6 Prozentpunkten in kleinen Unternehmen.

Die Unternehmen nutzten die Cloud-Computing-Dienste vorwiegend für E-Mail (69 Prozent), dicht gefolgt von der Speicherung von Dateien in elektronischer Form in einer Cloud (68 Prozent). Weniger häufig kauften Unternehmen Rechenleistung für den Betrieb der unternehmenseigenen Software (23 Prozent) oder setzten über die Cloud CRM-Softwareanwendungen für die Verwaltung von Kundendaten (29 Prozent) ein.

Mehr als jedes zehnte Unternehmen in der EU analysierte Big Data, also digitale Abdrucke, die online durch die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie entstehen. In der EU gaben 12 Prozent der Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten an, dass sie Big Data auswerten. Solche Analysen werden vorwiegend von großen (33 Prozent) und mittleren Unternehmen (19 Prozent) vorgenommen und von eigenem Personal (8 Prozent) oder von externen Anbietern (5 Prozent) durchgeführt.

In den EU-Mitgliedstaaten verzeichneten Malta (24 Prozent), die Niederlande (22 Prozent), Belgien und Irland (je 20 Prozent) die größten Anteile von Unternehmen, die Big Data nutzten. Die kleinsten Anteile wurden in Zypern (5 Prozent), Ungarn und Österreich (je 6 Prozent) sowie in Bulgarien und Italien (je 7 Prozent) registriert.

Nahezu die Hälfte aller Unternehmen wertete Geolokalisierungsdaten von tragbaren Geräten aus, z. B. tragbare Geräte, die Mobilfunknetze, drahtlose Verbindungen oder GPS nutzten (49 Prozent), gefolgt von Daten, die von sozialen Medien generiert werden, z. B. soziale Netzwerke (45 Prozent). Weniger als ein Drittel der Unternehmen analysierte die eigenen Big Data von intelligenten Geräten oder Sensoren (29 Prozent) oder Daten aus anderen Quellen (26 Prozent).

2018 machten in der EU zudem 4 Prozent der Unternehmen von 3D-Druck Gebrauch. Bei großen Unternehmen lag der Anteil bei 13 Prozent gegenüber 3 Prozent bei kleinen Unternehmen. Die größten Anteile wurden in Finnland (7 Prozent), Dänemark, Malta, dem Vereinigten Königreich und Belgien (je 6 Prozent) gemessen, die kleinsten in Zypern und Lettland (je 1 Prozent), gefolgt von Estland, Bulgarien, Griechenland, Ungarn, Rumänien und Polen (je 2 Prozent).

Mehr als die Hälfte der Unternehmen, die 3D-Druck einsetzten, nutzte diese Technologie für Prototypen oder Modelle für den internen Gebrauch (57 Prozent). Weniger als ein Drittel verwendete 3D-Druck für Prototypen oder Modelle zum Verkauf (32 Prozent) oder für Güter, die im Produktionsprozess des Unternehmens eingesetzt wurden (27 Prozent). Lediglich 17 Prozent verwendeten 3D-Druck für Waren zum Verkauf (ausgenommen Prototypen oder Modelle).

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