Motorola und Verizon preschen bei 5G in den USA voran

Chicago/Schaumburg (Illinois)/New York (APA/dpa) - In Österreich soll die fünfte Generation des Mobilfunks (5G) erst 2025 flächendeckend funktionieren. In den USA sollen die Smartphone-Nutzer schon deutlich früher in ultraschnellen Netzen surfen können. Dort machen Motorola und Verizon den Aufschlag. Der Smartphone-Hersteller und der Mobilfunkprovider wollen Anfang 2019 in den USA mit einer 5G-Lösung starten.

Motorola kündigte am Donnerstag in Chicago ein neues Smartphone, das Moto Z3, sowie eine 5G-Hardware-Erweiterung zum Anstecken an. Damit kann eine Datenverbindung im Mobilfunknetz der fünften Generation aufgebaut werden.

5G-Netze bieten bis zu zehnfach höhere Datengeschwindigkeiten als 4G-Netze (LTE). Außerdem sind die Laufzeiten der Daten (Latenz) extrem kurz. Motorola demonstrierte in Chicago eine Datenverbindung mit 3,3 Gigabit pro Sekunde via 5G. Das ist nicht nur viel schneller als bisher verfügbare Mobilfunkverbindungen, sondern stellt auch Hochgeschwindigkeitsverbindungen im Festnetz in den Schatten. Das Anfang 2019 verfügbare System soll Geschwindigkeiten bis zu 5 GBit/s erzielen.

"Als erster Hersteller verbindet Motorola Konsumenten mit einem 5G-Netzwerk", sagte Motorola-Europa-Chef Antony Barounas in Chicago. Dies ermögliche einen Aufbruch in Sachen Video-Streaming, beim Anschluss von Smart-Home-Geräten, bei der digitalen Fernarbeit und beim Gaming. Motorola hat sich für die Entwicklung des "5G Mod" mit dem Chiphersteller Qualcomm zusammengeschlossen. Das Zusatzgerät soll umgerechnet rund 500 Euro kosten.

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