Faßmann und IV wollen mehr Absolventen aus MINT-Bereich

Wien (APA) - Mehr Absolventen von naturwissenschaftlich-technischen Ausbildungen wünscht sich der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Christoph Neumayer. Bis 2022 sollten die Voraussetzungen für "rund 20 Prozent mehr MINT-Graduierte" geschaffen werden. Ob sich das erreichen lasse, könne er nicht abschätzen, sagte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) am Mittwoch, er teile aber die Zielrichtung.

Man müsse im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) "von den Quantitäten her zulegen". Dazu brauche es eine Stärkung "des zentralen Elements", nämlich der HTL, wie der Minister vor Journalisten anlässlich des "Kindertages der Industrie" erklärte. Bei einem Ausbau dieser Schulform "wäre ich sehr dabei", es sei natürlich alles eine Frage der Finanzierung. Auch in den Ausbau der Fachhochschulen würde weiter investiert.

Vor allem in der Informatik habe man es laut dem Minister mittlerweile keineswegs mehr mit einer Blase zu tun, "die wir schon einmal hatten". Dass an den Unis der Zugang zum Informatik-Studium österreichweit auf 2.800 Plätze beschränkt ist, sei "eine Notwendigkeit", um den Studenten auch gute Bedingungen zu bieten, so Faßmann.

Im Regierungsprogramm fänden sich erfreulicherweise mehrere Punkte, die dazu beitragen könnten, dass mehr junge Menschen einen Weg in die naturwissenschaftlich-technische Richtung einschlagen, sagte Neumayer. Damit die Industrie ihren Fachkräftebedarf auch in Zeiten guter Konjunktur, von "Industrie 4.0" und der viel zitierten Digitalisierung decken kann, brauche es neben Initiativen bei HTL und Co auch mehr Kindergärten und Schulen, die sich dem Thema verstärkt annehmen, so der IV-Generalsekretär.

Service: www.mintschule.at

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