Netzwerk startup300 übernimmt Pioneers-Veranstalter JFDI

Wien (APA) - Prominente Übernahme in der Start-up-Szene. Das Investorennetzwerk startup300 hat 100 Prozent der Anteile der JFDI GmbH, dem Unternehmen hinter der Marke Pioneers, übernommen. Der Kaufpreis in Höhe eines mittleren siebenstelligen Eurobetrages sei mit Aktien der startup300 AG sowie mit Cash bedient worden, gab startup300 bekannt.

Das diesjährige Pioneers-Festival wird diese Woche am Donnerstag und Freitag (24. und 25. Mai) mit rund 2.500 Besuchern und mehr als 550 teilnehmenden Start-ups in der Wiener Hofburg stattfinden. Auch nach der Übernahme sollen die Marke Pioneers sowie die Teamstruktur unter der Geschäftsführung von Oliver Csendes unverändert bestehen bleiben, heißt es.

JFDI fungiert seit der Gründung im Jahr 2009 als Anlaufstelle für Tech-Firmen. Zu den Pioneers-Kunden zählen heimische Unternehmen wie Andritz oder RBI oder internationale Player wie Airbus, BBVA, Booking.com oder PWC. Gewinne blieben in den Jahren 2015 und 2016 aber aus. Laut Firmenbuch lag der Bilanzverlust 2016 bei rund 146.000 Euro und im Jahr davor bei 235.000 Euro. Für 2017 liegen noch keine Zahlen vor.

Synergieeffekte erwartet

"Pioneers beschleunigt perfekt den weiteren Aufbau unseres Startup-Ökosystems. Pioneers hat ein tolles, internationales Team und sitzt auf einem wahren Schatz an Knowhow und Daten. Dazu kommt ein bewährtes Geschäftsmodell, welches das unsere perfekt ergänzt und viele Synergien verspricht", wird Michael Eisler, Co-Gründer und Vorstand der startup300 AG, in einer Aussendung zitiert.

Das Netzwerk startup300 strebt im Geschäftsjahr 2018 mit rund 40 Beschäftigten einen Umsatz in mittlerer einstelliger Millionenhöhe an. Gestartet wurde es von Eisler und Bernhard Lehner als Business-Angel-Netzwerk. Mit mittlerweile 142 Aktionären - darunter Hansi Hansmann, Michael Altrichter, Hermann Hauser, die Gründer von karriere.at und runtastic - hält startup300 aktuell nach eigenen Angaben rund 40 Investments in Start-ups und strategische Beteiligungen.

Seit etwa einem Jahr betreibt das Netzwerk mit der "factory300" einen Start-up-Campus in der Tabakfabrik in Linz. Weitere sollen folgen, für den Herbst 2018 sei die Expansion nach Wien fixiert.

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