Leitl fordert raschen Investitionsplan zu Digitalisierung

Wien (APA) - Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl (ÖVP) hat die Politik in Österreich aufgefordert, rascher auf die Herausforderungen der Digitalisierung zu reagieren. Österreich brauche einen exakten Investitionsplan für die nächsten drei Jahre, sagte Leitl am Rande des Jubiläums von "60 Jahre Eurochambres" am Donnerstag gegenüber der APA in Brüssel: "2025 ist viel zu weit weg."

Zur Finanzierung gebe es kreative Möglichkeiten wie etwa durch öffentlich-private Partnerschaften, sagte Leitl. In China werde bereits konkret an künstlicher Intelligenz gearbeitet, während Europa noch an entsprechenden Konzepten feile. Sollte Österreich bei der Digitalisierung zurückbleiben, habe dies auch Auswirkungen auf den Wohlstand, warnte Leitl. Österreich wäre dann "abgehängt, wie ein Land, das keine Autobahnen hat".

Leitl begrüßte das Vorhaben der Bundesregierung zur Arbeitszeitflexibilisierung - Stichwort 12-Stunden-Tag. Zwei Drittel der Arbeitnehmer hätten Einsicht, dass Arbeit gemacht werden müsse, um Jobs zu erhalten, sagte Leitl. Die Arbeitnehmer könnten dann Zeitausgleich oder die Auszahlung von Überstunden in Anspruch nehmen. Dies sei "alles legitim". Er verstehe nicht, warum der Vorstoß "verteufelt" werde. Man dürfe nicht vergessen, dass bestimmte Berufsgruppen wie Polizisten oder Krankenschwestern schon heute einen 13-Stunden-Tag hätten.

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