Firmen nutzen Digitalisierung stark für Kundenbeziehungen

Wien (APA) - Österreichs Firmen, vor allem die größeren, setzen auf Digitalisierung. Für drei von vier spielen neue Technologien bei den Kundenbeziehungen eine Rolle, für die Hälfte im Produktverkauf und bei Onlinezahlungen, zeigt eine Umfrage des Beratungsunternehmens EY unter 900 mittelständischen Unternehmen. Rund bei jedem zweiten Unternehmen sind digitale Technologien wichtiger Teil des Geschäftsmodells.

Wenig überraschend spielen digitale Technologien bei größeren Unternehmen eine wichtigere Rolle als bei den kleinen. EY-Partner Gunther Reimoser spricht von einer "digitalen Zweiklassengesellschaft" zwischen großen und kleinen. Letztere hätten oft nicht die finanziellen Mittel, Produktion oder Vertrieb umzustellen und könnten auch nicht die nötigen Fachkräfte anstellen. "Dadurch geraten sie aber schnell ins Hintertreffen, weil sie beispielsweise ihre Lieferketten nicht durch Auswertung von Echtzeitdaten optimieren oder ihre Kundenbeziehungen digital pflegen können". Grundsätzlich fehlten fast jedem zehnten Unternehmen die Fachkräfte für die Digitalisierung.

Während im Vertrieb schon zu 76 Prozent digitale Technologien verwendet werden, liege die Rate bei der Produktion erst bei 35 Prozent. Hier gebe es aber einen raschen Aufholprozess, denn Anfang 2017 waren es erst 26 Prozent. Eigene digitale Produkte gibt es bei 15 Prozent der befragten Unternehmen.

Befragt wurden 900 nicht kapitalmarktorientierte mittelständische Unternehmen in Österreich. Die telefonische Befragung durch das Marktforschungsinstitut Valid Research (Bielefeld) fand im Dezember 2017 statt. Davon machten 61 Prozent weniger als 30 Mio. Euro Umsatz, 21 Prozent 30 bis 100 Mio. und 18 Prozent über 100 Mio. Euro.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | APAMär