Deutsche Telekom dank US-Steuerreform mit mehr Gewinn

Bonn (APA/dpa) - Die Deutsche Telekom hat im vergangenen Jahr auch dank der US-Steuerreform einen deutlichen Gewinnanstieg verbucht. Der Konzernüberschuss kletterte um knapp 30 Prozent auf 3,5 Mrd. Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Bonn mit. Allein aus der US-Steuerreform stammten davon 1,7 Mrd. Euro.

Im vergangenen Jahr und auch im Vorjahr hatten mehrere Sondereffekte auf den Gewinn unterm Strich durchgeschlagen - ohne diese stieg der bereinigte Konzernüberschuss um fast 47 Prozent auf 6,0 Mrd. Euro. Allerdings war auch hier die US-Steuerreform als Einmaleffekt enthalten und somit für einen Großteil des Anstiegs verantwortlich. Die Dividende für T-Aktionäre soll um 5 Cent auf 0,65 Euro je Aktie steigen.

Den Umsatz steigerte die Telekom um 2,5 Prozent auf 74,9 Mrd. Euro, ohne die Belastungen aus dem starken Euro wären es 3,6 Prozent Plus gewesen, hieß es. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 3,8 Prozent auf 22,2 Mrd. Euro. Ohne Zu- und Verkäufe sowie Wechselkurseinflüsse habe die Telekom damit die Finanzziele erreicht, hieß es weiter. Überraschend gut verlief im vierten Quartal das Geschäft in Deutschland.

Im laufenden Jahr will die Deutsche Telekom in allen Sparten bis auf die schwächelnde T-Systems operativ mehr verdienen. Damit soll auch das Europageschäft 2018 beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wieder zulegen, wie ein Sprecher am Donnerstag in Bonn sagte. Insgesamt peilt die Telekom beim operativen Ergebnis ohne Währungseinflüsse ein Plus von rund 4 Prozent auf 23,2 Mrd. Euro an. Vor allem die brummende US-Mobilfunksparte liefert der Telekom dabei Rückenwind, im vergangenen Jahr liefen aber auch die Geschäfte auf dem deutschen Heimatmarkt wieder besser.

Der Umsatz soll 2018 leicht über den Vorjahreswert von 74,9 Mrd. Euro klettern, die Investitionsausgaben will die Telekom von 12,1 auf 12,5 Mrd. Euro hochschrauben. Darin sind insbesondere mehr Mittel für den LTE-Ausbau im Mobilfunk vorgesehen, wie ein Sprecher sagte. Der für die Dividende wichtige freie Mittelzufluss soll um 12 Prozent auf 6,2 Mrd. Euro steigen.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | APA/dpa