Größte Mobilfunkmesse bringt Rückkehr von Nokia 3310

Barcelona (APA/ag.) - In Barcelona beginnt am Montag die weltweit größte Mobilfunkmesse. Auf der Mobile World Congress (MWC) ist heuer die künstliche Intelligenz eines der Hauptthemen. Mehrere große Konzerne wie Huawei oder LG bringen in Barcelona neue Modelle heraus, und zwei ehemalige Pioniere - Nokia und Blackberry - versuchen mit neuen und altbekannten Geräten wie dem Nokia 3310 ein Comeback.

Der weltgrößte Smartphone-Hersteller Samsung wollte auf der MWC eigentlich das neue Galaxy S8 präsentieren, hat dies aber wegen des technischen Debakels mit dem Note 7 verschoben. Konkurrent Apple aus den USA ist auf der Messe nicht vertreten.

Besonders spannend ist die diesjährige Präsentation von Nokia. Der Konzern reitet klar auf einer Nostalgiewelle und lässt das klassische Einfach-Handy Nokia 3310 neu auflegen. Ganz so als hätte es die Smartphone-Revolution nicht gegeben. Die bunte Reinkarnation bekam beim MWC in Barcelona viel Aufmerksamkeit. Wichtiger für das Geschäft dürften aber neue Nokia-Smartphones sein.

Der finnische Anbieter HMD Global, der jetzt Geräte unter der Marke Nokia entwickelt und produziert, kündigte die Wiedergeburt des Modells am Sonntag in Barcelona an. Das neue Nokia 3310 bekommt sogar ein ähnliches Design wie der Klassiker aus dem Jahr 2000 - und neben dem Spiel "Snake" auch den typischen Klingelton.

Die Telefone kommen zusätzlich zum gewohnten Grau auch in den verspielten Farben Rot, Gelb und Blau. Vor allem die Batterie-Lautzeit ist man von Smartphones nicht mehr gewohnt: Das neue 3310 22 Stunden Telefonate aushalten - und einen Monat im Standby. Der Verkaufspreis soll weltweit im Schnitt bei 49 Dollar liegen.

Ziel ist es die angeschlagene Marke Nokia den Nutzern wieder näherzubringen. Einfache Telefone werden immer weiter von den Smartphones verdrängt. Deshalb war die eigentlich wichtigere Ankündigung der Start von drei Smartphone-Modellen mit dem Android-System.

Eine weitere Ankündigung vor Beginn der Mobilfunk-Messe Mobile World Congress in Barcelona war, dass die Marke des von Nokia gekauften Herstellers vernetzter Geräte Withings fallengelassen wird. Die Waagen, Blutdruckmesser, Thermometer und Uhren werden künftig auch unter dem Nokia-Namen verkauft, gab Withings-Gründer Cedric Hutchings bekannt. Er führt inzwischen die entsprechende Nokia-Sparte.

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