Wenig Sicherheitsbewusstsein im Netz bei Österreichs Jugend

Wien (APA) - Einem Großteil der österreichischen Millennials, der Generation der heute 13- bis 30-Jährigen, mangelt es an Sicherheitsbewusstsein beim Schutz ihrer Internet-Konten. Das hat das Institut YouGov im Auftrag von Google in einer repräsentativen Umfrage herausgefunden. So hat bereits die Hälfte der Befragten ihr Passwort an jemanden aus dem Freundes- oder Familienkreis weitergegeben.

Damit liegen die einheimischen Digital Natives im Europa-Durchschnitt. Am sorglosesten bei der Weitergabe von Passwörtern sind junge Niederländer - 57 Prozent haben ihr Passwort schon an Menschen weitergegeben, "denen sie vertrauen".

Auch bei der Gestaltung von Passwörtern neigen die österreichischen Jugendlichen im europäischen Vergleich eher zum Risiko. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) nutzt dasselbe Passwort für einige oder die meisten ihrer Online-Services. Jeder Zehnte benützt sein Geburtsdatum oder Teile davon als Passwort, fünf Prozent der Befragten verwendet "Passwort" als Passwort für einen oder mehrere Online-Dienste.

Beinahe jeder Zehnte (neun Prozent) verwendet nur Nummern, die in einer Reihe auf der Tastatur liegen. Jeder Zwanzigste (fünf Prozent) Buchstaben, die auf der Tastatur in einer Reihe liegen (z. B. q, w, e, r, t, z). Nur ein Prozent der Jugendlichen hat angegeben, keine Online-Services zu verwenden, die ein Passwort benötigen.

Die Sorge der Millennials, dass die eigenen Daten nicht sicher sind bzw. gehackt werden könnten, ist in Österreich besonders gering ausgeprägt. Nur ein Drittel (33 Prozent) befürchtet, gehackt zu werden. Damit ist Österreich im internationalen Vergleich auf dem vorletzten Platz. Lediglich in den Niederlanden (22 Prozent) sorgen sich noch weniger Jugendliche um den Verlust ihrer Daten. Die größte Angst, gehackt zu werden, haben Jugendliche in Frankreich (75 Prozent).

Eine sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung mittels einer Kombination zweier unterschiedlicher, unabhängiger Komponenten zum Schutz ihrer Daten verwenden hierzulande bereits 53 Prozent der Befragten. Knapp jeder Dritte, der keine verwendet, hat angegeben, bisher noch nie davon gehört zu haben. Insgesamt ist Österreich bei der Verwendung im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern das Schlusslicht. Am stärksten setzen Jugendliche in Griechenland mit 76 Prozent auf eine doppelte Absicherung ihrer Daten.

Anlässlich des Safer Internet Day am 7. Februar gab Google die Studie zum Thema "Millennials und Sicherheit" in Auftrag, für die Jugendliche im Alter von 13 bis 30 Jahren aus neun europäischen Ländern (Belgien, Niederlande, Griechenland, Frankreich, Spanien, Schweiz, Italien, Österreich und Portugal) zu ihrem Sicherheitsbewusstsein im Umgang mit Online-Services befragt wurden.

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