Diagoras - bringt das Labor in die zahnmedizinische Praxis

Wien (OTS) - Wien, 20.03.2019. Die weite Verbreitung und die hohen Kosten von oralen Infektionskrankheiten machen es notwendig neue technologische Wege in der Diagnostik zu gehen. Das EU Projekt DIAGORAS bietet einen gänzlich neuen Ansatz und entwickelt das handliche Labor für die zahnmedizinische Praxis.

Karies und Parodontose sind zwei der häufigsten Infektionskrankheiten weltweit, die zu Schädigungen der Zähne und des Zahnhalteapparates führen. 50% der Europäischen Bevölkerung leidet an Parodontose. Dies führt zu hohen Kosten im Gesundheitssystem.

Dr. Johannes Peham, AIT Austrian Institute of Technology „Die Prävention und die korrekte Diagnose von oralen Krankheiten sind günstiger und weniger schmerzhaft als die Behandlung. Deshalb ist eine Veränderung der Diagnose von empirischen zu evidenzbasierten und molekularbasierten Ansätzen notwendig. Die Identifikation und Quantifizierung der Bakterien sowie die Detektion von Biomarkern der Krankheit erfolgt über den Speichel und zwar nicht mehr in Laboren, sondern direkt in der zahnmedizinischen Praxis.“

Das Projektteam hat biochemische Tests für 10 Bakterien (7 für Parodontose und 3 für Karies) und für 3 Biomarker für Parodontose entwickelt. DIAGORAS entwickelt auch ein tragbares diagnostisches Gerät, das die Tests integriert und dem zahnmedizinischen Fachpersonal eine optimale Diagnose der Mundgesundheit ermöglicht. Das hat das enorme Potential die zeit- und kostenintensiven Prozesse der Zentrallabors zu vermeiden und eine personalisierte Überwachung und Früherkennung von oralen Krankheiten zu ermöglichen.

Projekterfolge und Ausblick

Das DIAGORAS-Projekt endet Mitte 2019. Klinische Proben wurden gesammelt und werden auf bakterielle Belastung und Biomarker untersucht. Die Komponenten der patientennahen Plattform werden integriert und im Anschluss mit der klinischen Kohorte auf Sensitivität und Spezifität validiert und auf klinische Benutzerfreundlichkeit untersucht. Das finale DIAGORAS-Gerät hat das große Potential die Überwachung von Krankheiten signifikant weiterzuentwickeln und so die Verbesserung des Gesundheitsmanagements von oralen Krankheiten zu ermöglichen. Projektkoordinator ist die Hahn-Schickard-Gesellschaft, die Projektpartner sind: AIT Austrian Institute of Technology GmbH, Universität Zürich, Erasmus University Rotterdam, ASKION GmbH, magtivio b.v., ClinicaGeno Ltd, BioVendor Laboratorni medicina a.s., Sparks & CoMagna und Karolinska Institutet.

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