Research Studios Austria FG und Universität Salzburg unterzeichnen Leistungsvereinbarung für iSPACE-Studios für weitere drei Jahre

Von nachhaltigen Siedlungssystemen bis zu 4D-Geoinformationen: Partnerschaft zwischen Universität Salzburg und zwei marktnahen Forschungsstudios bis 2021 verlängert

Salzburg (OTS) - Die Research Studios Austria Forschungsgesellschaft – kurz: RSA FG – und die Paris Lodron Universität Salzburg kurz: PLUS verlängern ihre bereits seit 15 Jahren bestehende Partnerschaft um weitere drei Jahre. "Damit wird das Bundesland Salzburg weiter eine nationale und internationale Vorreiterrolle bei der Etablierung einer datengesteuerten Geoinformatik innehaben", sagt RSA FG-Geschäftsführer Peter A. Bruck.

In Österreich wird täglich eine Fläche von 26 Fußballfeldern neu verbaut. Der Energieverbrauch des Landes ist in den vergangenen 20 Jahren um 27 Prozent gestiegen (Zahlen aus der Leistungsvereinbarung "Schwerpunkt Digitalisierung – Intelligente Technologien" von RSA FG und PLUS, 2018). Geoinformatiker forschen dazu, wie man angesichts dieser Entwicklungen mit Hilfe von datengesteuerten Simulationssystemen zu (1) Flächenersparnis, (2) Verkehrsreduktion und (3) Energieeffizienz beitragen kann. Das anwendungsorientierte Studio iSPACE der RSA FG wurde vor 15 Jahren in enger Kooperation mit dem interfakultären Fachbereich für Geoinformatik – Z_GIS der Universität Salzburg gegründet, um auf diese drängenden Fragen neue Antworten zu finden.

Intelligente Siedlungssysteme und Digital Twinning

Die Schwerpunkte von iSPACE sind: iSPACE – Smart Settlement Systems unter der Leitung von Thomas Prinz widmet sich intelligenten Siedlungssystemen der Zukunft. Die Arbeitsgruppe Energie unter der Leitung von Markus Biberacher beschäftigt sich mit intelligenter Energieraumplanung für eine nachhaltige Zukunft. iSPACE – Smart 4D Environments verfolgt die beiden Innovationen Digital Twinning (digitaler Nachbau physisch-realer Umwelt) und Assistive GIS (Assistenz-Geoinformatik-Systeme) und wird von Manfred Mittlböck geleitet.

Ein 20-köpfiges Team arbeitet derzeit an Projekten wie etwa "Urban Green Belts" (einem Vergleich von Grüngürteln europäischer Städte), "THE4BEES" (einem Awareness-Projekt für Energiesparen durch Verhaltensänderung) oder "SaMBA" (der Erforschung von Möglichkeiten der Attraktivierung aktiver Mobilität).

Von 2019 bis 2021 stehen unter anderem auf der Forschungsagenda:

  • Mobility Integrator: Entwicklung von intermodalen Erreichbarkeitsmodellen und GIS-basierte Potentialmodelle für Mobilitätsknoten
  • Spatial Energy Planning: Entwicklung eines HEATatlas für die Analyse der komplexen urbanen Energiezusammenhänge und das Aufzeigen der Potenziale Erneuerbarer Energiequellen

"Durch die Mitbegründung des Forschungs- und Transferzentrums 'Alpines Bauen' in Kooperation mit der Fachhochschule Salzburg im Herbst 2018 und das ebenfalls bereits gestartete 'Urbane Mobilitätslabor Salzburg' wird die Salzburger Geoinformatik in den kommenden drei Jahren noch weiter gestärkt werden", ist Peter A. Bruck optimistisch.

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