AIT berät das Sozialministerium: Arbeit 4.0 als Modell der Zukunft

Mag. Karin Renner (LH-Stv. NÖ) und Mag. Thomas Hainlen, MBA (AMS-Verwaltungsrat) besuchen das innovative Pilotprojekt „Entrepreneurship Lab“

Wien (OTS) - Seit März d. J. führt das AMS Niederösterreich im Auftrag des Sozialministeriums gemeinsam mit ÖSB Consulting und update Training das Pilotprojekt „Entrepreneurship Lab: Business Skills für die neue Arbeitswelt 4.0“ durch. 15 beim AMS gemeldete Personen werden im Rahmen dieses 20-wöchigen Kurses dabei unterstützt, Geschäftsideen zu entwickeln, diese zu konkretisieren und letztendlich als GründerInnen auch umzusetzen. Wissenschaftlich begleitet wird diese innovative Maßnahme vom Center for Innovation Systems & Policy des AIT Austrian Institute of Technology. 

Am 26. Juni besuchten Mag. Karin Renner, Landeshauptfrau-Stellvertreterin Niederösterreichs, sowie Mag. Thomas Hainlen, MBA,  Mitglied des Verwaltungsrates des AMS Österreich, das Team des Pilotprojekts im Coworking-Space der ÖSB in der Wiener Meldemannstraße. Neben einer Kurzvorstellung des Kurses stand die Präsentation einiger konkreter Projekte von KursteilnehmerInnen im Vordergrund – vom gesundheitsbefördernden Lifestylegetränk bis hin zum Coworking-Space mit speziellem Angebot für HandwerkerInnen. 

Neben Einzelpersonen, die an der Verwirklichung ihrer Geschäftsidee arbeiten, haben sich mittlerweile einige Kleingruppen gebildet, um Synergien und Kompetenzen in unterschiedlichsten Bereichen optimal zu nutzen. TrainerInnen und KursteilnehmerInnen betonten das äußerst positive Arbeitsklima, das durch Feedbackkultur und Offenheit innerhalb der Gruppe geprägt ist. 

Das Pilotprojekt „Entrepreneurship Lab“

Die gesamte Kursmaßnahme geht auf eine Initiative aus dem Sozialministerium zurück und soll Arbeitssuchende auf die Verwirklichung einer Selbstständigkeit in der durch Digitalisierung und Globalisierung gekennzeichneten Arbeitswelt vorbereiten. Die Maßnahme dauert insgesamt 20 Wochen und ist jede Woche in zwei Phasen geteilt. Montag bis Mittwoch werden theoretische Inputs geliefert, während das Gelernte donnerstags und freitags an der konkreten Projektidee praktisch angewendet werden soll. 

In den ersten drei Wochen werden die individuellen Geschäftsideen auf Umsetzbarkeit und arbeitsmarktpolitische Sinnhaftigkeit geprüft, nach dieser Ideenkonkretisierung wird an der Erweiterung der unternehmerischen Fähigkeiten gearbeitet. Informationen zu Produkt- und Dienstleistungsbeschreibung, Markt und Wettbewerb, sowie der Vertrieb inkl. Selbstpräsentation stehen in diesen folgenden neun Wochen im Mittelpunkt. 

Anschließend entsteht in den nächsten fünf Wochen aus der Projektidee ein fertiger Businessplan. Weiters werden Erfolgs- und Finanzplanung und Themen rund um Unternehmen und Management behandelt. Die Prüfung zur European Business Competence Licence (EBC*L) schließt diese Phase und damit das Projekt für die TeilnehmerInnen ab. 

Wissenschaftlich begleitet wird das Pilotprojekt „Entrepreneurship Lab“ (das zwei aufeinanderfolgende Kurse bis Ende 2017 umfasst) vom AIT Austrian Institute of Technology. Das Team um Dr. Peter Biegelbauer führt laufend Beobachtungstage sowie Interviews mit TeilnehmerInnen und TrainerInnen durch und trägt so durch unmittelbares Feedback und einen umfassenden Abschlussbericht ganz wesentlich zum Gelingen des Projekts bei. „Das Pilotprojekt ist inhaltlich innovativ und darüber hinaus als Politikexperiment konzipiert. Dabei wird eine politische Maßnahme entwickelt und während der experimentellen Umsetzung laufend verbessert“, so Dr. Biegelbauer.  

AIT Austrian Institute of Technology

Das AIT Austrian Institute of Technology ist Österreichs größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung. Mit seinen acht Centern versteht sich das AIT als hochspezialisierter Forschungs- und Entwicklungspartner für die Industrie. Dabei beschäftigen sich die ForscherInnen mit den zentralen Infrastrukturthemen der Zukunft: Energy, Health & Bioresources, Digital Safety & Security, Vision, Automation & Control, Mobility Systems, Low-Emission Transport, Technology Experience sowie Innovation Systems & Policy.

Rund 1.300 MitarbeiterInnen forschen in ganz Österreich – im Besonderen an den Hauptstandorten Wien Tech Gate, Wien TECHbase, Wien Muthgasse, Seibersdorf, Wiener Neustadt, Ranshofen und Leoben – an der Entwicklung jener Tools, Technologien und Lösungen für Österreichs Wirtschaft, die sie gemäß unserem Motto „Tomorrow Today“ zukunftsfit hält.

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