Kuriose Datenrettungen - Verbrannte Drohne, weichgespülte Festplatte, Hammer aus dem Nichts

Attingo Datenrettung berichtet über die Top 11 kuriosen Datenrettungsfälle 2016

Wien (OTS) - Auch im Jahr 2016 haben sich in den Datenrettungslabors bei Attingo einige kurios unglaubwürdige Fälle zugetragen. Daraus gezogene Lehren dürfen gern als gute Vorsätze für einen erfolgreichen Start ins neue Jahr 2017 verwendet werden.

Vernichtung missglückt

Attingo arbeitet immer wieder mit Gerichten und Sachverständigen zusammen, wenn mutwillig Daten vernichtet werden. So auch heuer wieder: In einem Fall von Veruntreuung versuchte ein Einzelunternehmer, die Daten von seinem Server zu vernichten, um alle Beweise verschwinden zu lassen. Der Beschuldigte besorgte sich eine Bohrmaschine und durchbohrte damit alle im Server verbauten Platten. Normalerweise ist das eine relativ sichere Methode der Datenvernichtung, da die Wiederherstellung - wenn überhaupt möglich -von solchen Platten extrem kostspielig und zeitaufwändig ist. In diesem Fall konnten wir die Daten aber mit überschaubarem Aufwand trotzdem retten: der Mann hatte nicht bedacht, dass in diesem 3,5" Festplattenmodell nur kleine Magnetscheiben verbaut waren, was von außen nicht sofort erkennbar ist und hat deshalb relativ weit außen gebohrt. Die Magnetscheiben blieben somit abgesehen von massiven Verschmutzungen durch die Metallsplitter komplett unversehrt.

Mit der Wahrheit herausgerückt

Wenn unsere Kundinnen und Kunden eine Datenrettung in Auftrag geben, fragen wir immer zunächst, welche Daten sie primär suchen und somit für sie am wichtigsten wären. Bei der Einsichtnahme nach der Rettung können sie dann überprüfen, ob diese gesuchten Dateien wirklich vorhanden sind. So war es auch bei einem Kunden, der angegeben hatte, von seinem externen Datenspeicher Word- und Exceldateien zu brauchen sowie seine Musikdatenbank. Nach der erfolgreichen Rettung kam der junge Mann zur Einsichtnahme und klickte sich relativ lange durch die Dateien. Auf die Nachfrage, ob er noch etwas Bestimmtes vermisse, lief er plötzlich hochrot an und meinte, ob wir denn auch Videodateien gefunden hätten - die anderen Dokumente seien ihm eigentlich egal. Es gäbe da nämlich ein Video, das seine Exfreundin mit ihrer besten Freundin beim Duschen zeige. Tapfer saß er die Zeit ab, bis unser Mitarbeiter die erfolgreiche Rekonstruktion des Videos bestätigt hatte und verließ danach blitzschnell das Büro mit seinen geretteten Daten.

Doppelt gemoppelt

Leider kommt es oft vor, dass wir bereits von Kunden oder Marktbegleitern geöffnete Festplatten erhalten. Meist wird der Schaden durch vorheriges Öffnen außerhalb eines Reinraums verschlimmert und der Aufwand bei der Datenrettung somit größer. Daher fragen wir unsere Kunden bereits beim Erstgespräch, ob die Platte zuvor geöffnet wurde. In diesem Fall gab der Kunde an, dass sein Speichermedium bereits zuvor bei einem Datenretter gewesen war, dieser meinte es handle sich um einen "Fatal Crash" und es könne leider nichts mehr gerettet werden. Als unser Techniker die Platte öffnete, war er erstaunt: auf ihr klebte ein Attingo-Siegel - sie war also schon einmal bei uns gewesen. Nach einem Abgleich der Seriennummer stellten wir fest, dass uns der Kunde die Platte seines Schwagers gebracht hatte, die uns ein halbes Jahr zuvor schon über einen anderen Bekannten des Schwagers erreicht hatte. Doppelt hält zwar meistens besser, in diesem Fall konnten wir aber auch beim zweiten Mal leider nichts mehr retten, da die gesamte Magnetschicht bereits vor dem ersten Laborbesuch abgetragen war.

Auf das "Wesentliche" reduziert

Laptops ohne Festplatten, Festplatten ohne Magnetscheiben - sowas haben wir schon öfters erlebt. Neu war für uns jedoch diese Geschichte, die uns ein Mann etwas wirr am Telefon schilderte: Da er nach dem Hochfahren seines Laptops komische Geräusche von der Festplatte vernommen hatte, schaltete er das Gerät sofort wieder aus - bis dahin auf jeden Fall die richtige Reaktion. Danach öffnete er die Platte jedoch, um dem Problem auf den Grund zu gehen. Als er sie fleißig in ihre Einzelteile zerlegt hatte, musste er feststellen, dass er das Problem leider nicht erkannte. Da er aber zu faul war, die Festplatte wieder zusammenzubauen, räumte er einfach alle Einzelteile in die Schublade seines Schreibtisches. Nun, Wochen später, war er doch auf die Idee gekommen, die Daten retten zu lassen. Einen Tag nach dem Telefonat brachte er uns stolz nur die Magnetscheibe mit den Worten "Ich habe die Scheibe schon für Sie ausgebaut, mehr brauchen Sie eh nicht, oder?" Eine Datenrettung ist in einem solchen Fall zwar theoretisch noch möglich, jedoch waren dem Kunden die voraussichtlichen Kosten dann doch zu hoch.

Alle 11 kuriosen Fälle sowie die passenden Fotos finden Sie unter https://www.attingo.at/kurios2016

1. Brüderlich geteilt 2. Auf das "Wesentliche" reduziert 3. Doppelt gemoppelt 4. Traumfrau gesucht 5. Versehentlich weichgespült 6. Mit der Wahrheit herausgerückt 7. Brandheiß abgestürzt 8. Falsch (an)geschlossen 9. Versehentlich abgefahren 10. Späte Überraschung - Der Hammer vom Dach 11. Vernichtung missglückt

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Attingo Datenrettung GmbH
Dipl. Ing. Nicolas Ehrschwendner
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