Das waren die 9. Ranshofener Leichtmetalltage

Strategien für nachhaltige Entwicklung im Leichtbau

Wien (OTS) - Vom 9. bis 10. November 2016 fanden in Bad Ischl die Ranshofener Leichtmetalltage im Kongress & TheaterHaus statt. Zum neunten Mal versammelte das Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen (LKR) über 140 WerkstoffwissenschaftlerInnen sowie Expertinnen und Experten aus der Leichtmetallbranche zum zweitägigen Branchentreffen und Fachaustausch. Hochkarätige ReferentInnen sowie eine namhafte Industrieausstellung machten die LMT 2016 zu einem einmaligen Erlebnis. Unter dem Motto „Strategien für nachhaltige Entwicklungen im Leichtbau“ drehte sich an beiden Konferenztagen alles um die Anforderungen bei der Entwicklung und Umsetzung von Innovationen in Werkstoff- und Prozessentwicklung. 

DI Andreas Kraly, Geschäftsführer des Leichtmetallkompetenzzentrums Ranshofen und Veranstalter, eröffnete die 9. Ranshofener Leichtmetalltage: „Nachhaltiger Leichtbau muss sich wirtschaftlich rechnen, er muss sicher, umweltfreundlich und technologisch möglichst irreversibel sein. Dazu bedarf es überzeugter IngenieurInnen, genauso wie begeisterter WissenschaftlerInnen, welche ganzheitlich den Herausforderungen begegnen.“ Christian Chimani, Head of Mobility Department des AIT Austrian Institute of Technology, betonte in seiner Begrüßungsrede die Wichtigkeit des Leichtbaus und der Verarbeitung von Leichtbauwerkstoffen im Gesamtkontext der Verkehrssysteme, die durch Integration, Digitalisierung und Elektrifizierung stark im Wandel begriffen sind. 

Wie seit Jahren auf den Leichtmetalltagen üblich, haben alle wissenschaftlichen Vorträge Premierencharakter. Von diesem Informationsvorsprung profitierten die 140 TeilnehmerInnen dieses Jahr erneut. Ein ausgewogenes Spektrum an internationalen Vorträgen aus der universitären, außeruniversitären und industriellen Forschung lieferte einen aktuellen Überblick über die Themen: 

  • Werkstoffentwicklung und Materialcharakterisierung
  • Prozessentwicklung – experimentell und numerisch
  • Zukunftstechnologien im Leichtbau  

23 national und international anerkannte ReferentInnen aus Unternehmen wie der Siemens AG Österreich, Hermle Maschinenbau GmbH, voestalpine Metal Forming GmbH, Hammerer Aluminium Industries Extrusion GmbH oder Magna Steyr Engineering AG & Co.KG sowie WissenschaftlerInnen namhafter Universitäten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz gingen in Fachvorträgen der Frage nach, wie eine nachhaltige Entwicklung im Leichtbau gelingen kann. Zum Nachlesen der präsentierten Forschungsergebnisse wurde auch heuer wieder ein Tagungsband mit den publizierten Beiträgen der Wissenschaftler herausgegeben.  

Die wichtigsten Programmpunkte der 9. Ranshofener Leichtmetalltage waren:

Neue Leichtbaulösungen aus der Blech- und Massivumformung – Derzeitige Entwicklungen, Konzepte und Anwendungen, Prof. Dr. Mathias Liewald, Institut für Umformtechnik, Universität Stuttgart

Herausforderungen bei der Entwicklung von Magnesium-Blechen: Legierungen – Processing – Beschichtungen, Prof Dr.-Ing. Karl Ulrich Kainer, Helmholtz-Zentrum Geesthacht

Designkonzepte für niedriglegierte hochfeste Magnesiumlegierungen, Prof. Dr. Peter Uggowitzer, ETH Zürich

Temperaturunterstützte Leichtmetallverarbeitung für die Automobilindustrie, DI Karl Radlmayr, MBA, voesstalpine Metal Forming GmbH

Innovativer Leichtbau durch Metalle und thermoplastische Faserverbundwerkstoffe – die EU-Projekte ALIVE und ENLIGHT, Prof. Dr.-Ing. Thilo Bein, Fraunhofer Institut  

Wie jedes Jahr bildete die Podiumsdiskussion den Höhepunkt des ersten Konferenztages. Sechs renommierte Expertinnen und Experten aus den Bereichen Werkstoffkunde und Leichtbau diskutierten zur Frage „Welchen Beitrag können Leichtmetalle zur Entwicklung einer nachhaltigen Mobilität leisten?“.  

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren: 

  • Dr. David Klaumünzer, Konzernforschung, Volkswagen AG
  • Univ.-Prof. Dr. Dr. Mathias Liewald, MBA, Institutsleiter Umformtechnik, Universität Stuttgart
  • DI Karl Michael Radlmayr, MBA, Vice President Technology & Innovation, voestalpine Metal Forming GmbH
  • Ing. Florian Danmayr, MA, Projektmanager Automobilcluster, Business Upper Austria – OÖ Wirtschaftsagentur GmbH
  • Dr. Aldo Ofenheimer, MBA ppa, Mitglied der Geschäftsführung des Virtual Vehicle Research Center (Graz) Bereichsleiter ‚Organisation, Business Development & Marketing‘
  • Dr. Andreas Schiffl, hammerer aluminium industries extrusion GmbH

Zwtl.: Fachausstellung mit namhaften Unternehmen und AIT-Stand

In der Industrieausstellung präsentierten sich auch dieses Jahr wieder viele namhafte Unternehmen aus Industrie, Forschung und Prüftechnik. Sie nutzten die Tagung, um den Besuchern die aktuellen Trends und Technologien aus ihren Bereichen vorzustellen. Zu den Ausstellern gehörten voestalpine Metal Forming GmbH, Zwick GmbH & Co. KG, Hegewald & Peschke Mess- und Prüftechnik GmbH, Westcam Datentechnik GmbH und das Mobility Department des AIT Austrian Institute of Technology. 

Das LKR war mit dem gesamten Leistungsportfolio rund um Gießen, Umformen und Leichtbau-Simulation vertreten. Aus der aktuellen Forschung wurde eine Flugzeug-Sitzreihe gezeigt, deren Arm- und Rückenlehnen aus neuartigen Magnesiumlegierungen gefertigt und damit rund 20 Prozent leichter als herkömmliche Flugzeugsitze sind. Außerdem präsentierte sich das AIT mit Exponaten und Forschungsergebnissen aus den Bereichen Batterieforschung, autonomes Fahren, Straßen-Monitoring, autonome Support-Fahrzeuge auf Bahnhöfen und Flughäfen, Simulation von Personenströmen und Einsatz von Elektrofahrzeugen in der städtischen Güterlogistik. 

Die Besucher konnten mit einem interaktiven Spiel die neueste Smartphone-Technologie kennenlernen, die acht verschiedene Verkehrsmittel automatisch erkennt und zurückgelegte Wege aufzeichnen kann. Im Eingangsbereich wurde ein weiterentwickelter Prototyp eines elektrischen Fahrzeugs mit Leichtbaurahmen aus dem Forschungsprojekt EMILIA präsentiert. 

Sponsoren der 9. Ranshofener Leichtmetalltage 2016 waren das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit), voestalpine Metal Forming GmbH, Zwick GmbH & Co. KG und Hegewald & Peschke Mess- und Prüftechnik GmbH.

Alle Informationen zur Anmeldung für die LMT 2018 finden Sie zeitnah unter: 

http://www.lkr.at/lmt/lmt2016

Rückfragen & Kontakt:

Juliane Thoß
Marketing and Communications, Mobility Department
AIT Austrian Institute of Technology
Mobility Department
T +43 (0)50550-6322
juliane.thoss@ait.ac.at | www.ait.ac.at

Konferenzorganisation
Martina Ingelsberger
LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen GmbH
AIT Austrian Institute of Technology
Mobility Department
T +43 (0)50550-6927
martina.ingelsberger@ait.ac.at | www.ait.ac.at | www.lkr.at

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