Die Datenhoheit gehört zum Fahrzeugeigner

Fahrzeughersteller müssen Konsumentenrechte wahren

Wien, Graz, Linz, Salzburg, Eisenstadt, Innsbruck, Klagenfurt, St. Pölten, Bregenz (OTS) - Die aktuelle Diskussion in Österreich um Datenhoheit und -sicherheit im automotiven Bereich zielt auf Wahrung von Konsumentenrechten. Ebenso wie die Arbeiterkammer fordert der Verband der freien Kfz-Teilefachhändler, VFT, dies ein. Eine OTP, Open Telematic Platform, für Fahrzeugdaten böte die Alternative zum „Extended Vehicle“ (ExVe) der Fahrzeughersteller.
OTP setzt voraus, dass die Daten
• alle im Fahrzeug bleiben,
• dem Fahrzeugeigner gehören und
• er entscheidet, wem er Zugriff gewährt.

ExVe, das Projekt von den OEM verfolgt kurz zusammengefasst, dass alle Daten auf Servern der Fahrzeughersteller liegen. Sie entscheiden, wem sie welchen Zugriff gewähren. Das schon jetzt betriebene Datensammeln der Fahrzeughersteller mit und ohne Einverständnis der Autokäufer ist nach Auskunft der österreichischen Datenschutzbehörde ohnehin illegal. Obendrein unterstützt es den Aufbau von Monopolen, die strikt abzulehnen sind, da es Konsumenten und die unabhängigen Betreiber im automotiven Geschäft diskriminiert.

„Es ist Aufgabe der EU-Kommission bis 2018, mit der Einführung des außer Diskussion stehenden lebensrettenden eCalls in Europa, dafür eine den Wettbewerb nichtdiskriminierende verbindliche Lösung zu finden“, sagt der Obmann des VFT, KommR Ing. Mag. Bernhard Dworak. Für den IAM ist das die OTP mit den erwähnten Features. Das derzeit von IAM-Anbietern initiierte Modell CARUSO könnte ebenfalls eine Antwort des IAM werden. CARUSO soll alle Daten von allen automotiven Unternehmen sammeln, normalisieren und gegen Gebühr, allen Interessierten der Branche zur Verfügung stellen.

Rückfragen & Kontakt:

KommR Ing. Mag. Bernhard Dworak
dworak@kutzendoerfer.at
Tel.: +43 1 61622100

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