Ideen für die Zukunft

AIT, tecnet und accent fördern NachwuchsforscherInnen bei der Verwertbarkeit ihrer wissenschaftlichen Arbeit

Wien (OTS) - Der AIT Poster Award ist eine gemeinsame Initiative des AIT Austrian Institute of Technology, tecnet equity und accent Gründerservice. Der Award soll jungen WissenschaftlerInnen helfen, die Ergebnisse ihrer Forschungsprojekte mit einem Schwerpunkt auf wirtschaftliche Verwertungsmöglichkeiten zu präsentieren.                

Bereits seit 2010 veranstalten das AIT, tecnet equity und accent Gründerservice den Poster Award, der in diesem Jahr mit 26 TeilnehmerInnen einen Rekord aufgestellt hat. Alle AIT-Departments – Energy, Mobility, Digital Safety & Security, Health & Environment und Innovation Systems – haben vielversprechende DiplomandInnen und DoktorandInnen nominiert. Im Vorfeld wurden in Experten-Workshops von tecnet und accent unterschiedliche Verwertungsmöglichkeiten diskutiert, welche die KandidatInnen bei der Gestaltung ihrer A0-Poster konkret umgesetzt haben.

„Wir wollen unseren NachwuchswissenschaftlerInnen zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, exzellente Forschungsprojekte auch wirtschaftlich umzusetzen“, sagt Prof. Wolfgang Knoll, Managing Director des AIT Austrian Institute of Technology. „Es ist uns ein besonderes Anliegen, das Bewusstsein für die zahlreichen Verwertungsmöglichkeiten von Forschung zu stärken.“

Forschung soll nicht dem Selbstzweck dienen, sondern potentielle Abnehmer in der Wirtschaft finden. „In unseren Workshops stehen die Verwertungsmöglichkeiten im Zentrum. Hier setzen wir uns intensiv mit der Entwicklung einer sinnvollen Patentstrategie sowie der geeigneten Finanzierung auseinander. Es ist uns ein Anliegen, das Wissen um die ökonomische Verwertung von Forschung beim wissenschaftlichen Nachwuchs möglichst früh zu verankern“, sagt DI Dr. Doris Agneter, Geschäftsführerin der tecnet equity NÖ Technologiebeteiligungs-Invest GmbH. 

Dem kann Mag. Michael Moll, Geschäftsführer der accent Gründerservice GmbH, nur beipflichten. „Die beste wissenschaftliche Arbeit nutzt nichts, wenn man sie nicht so präsentieren kann, dass die Wirtschaft das Potential dahinter erkennt. Wir sind als Förder- und Beratungseinrichtung darauf spezialisiert, technologieorientierte und wissensintensive Start-ups zu unterstützen.“  

Zum ersten Mal in der Geschichte des Poster Awards belegten zwei Kandidaten den ersten Platz. Teresa Berninger aus dem Health and Environment Department überzeugte mit ihrer Arbeit zu „Unlocking the potential of beneficial bacteria for environmental and industrial applications”. „Bakterien bieten großes Potenzial, als nachhaltige Ressource genutzt zu werden - beispielsweise als Biodünger oder Biopestizide in der Landwirtschaft, aber auch in der Lebensmittelindustrie und Umwelttechnologie. Voraussetzung für einen erfolgreichen Einsatz ist stets, dass die sensiblen Bakterien lebendig und aktiv sind. In einem komplexen, mehrstufigen Prozess entwickeln wir schützende Formulierungen, um dies zu gewährleisten und so Produkte von höchster Qualität und Wirksamkeit für verschiedene Anwendungen zur Verfügung zu stellen“, sagt Berninger. 

Nikolaus Pfaffenbichler aus dem Health and Environment Department überzeugte mit seiner Forschung zu „EndoSeed™ - A new method for introducing microbes into plant seed and altering plant traits“ und belegt ebenfalls Platz 1. „Die Landwirtschaft  verlangt innovative Lösungen, um die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu meistern. Wir haben eine Technologie entwickelt, mit der es möglich ist, nützliche Mikroorganismen in die Pflanze einzubringen und so die Pflanzengesundheit und Stresstoleranz zu verbessern. Die Technik ist anwendbar an verschiedensten Feldfrüchten und stellt speziell in Zeiten des Klimawandels eine Alternative zu konventioneller Düngung und Pflanzenschutz oder gentechnisch veränderten Pflanzen dar“, so Pfaffenbichler. Beide freuen sich nicht nur über ein Preisgeld von je 1.500 Euro, sondern auch über das konkrete Feedback für die weitere Gestaltung ihrer Arbeit. 

Platz 2 mit einem Preisgeld von 1.000 Euro belegte Oleg Valgaev aus dem Energy Department mit seiner Präsentation zu „Building power demand forecaster“. „Meine Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Prognose-Modells für die elektrische Last eines Gebäudes. Basierend auf der K-Nearest-Neighbors-Methode, ist das Model nicht gebäudespezifisch und kann ohne Parameter auf beliebige Gebäude angewendet werden.“ 

Über den dritten Platz sowie ein Preisgeld von 500 Euro freut sich Michaela Hendling aus dem Health and Environment Department mit ihrer Präsentation zu „Data management tool kit for oligonucleotide design“. „Wir arbeiten an der Entwicklung eines Softwarepakets für das effiziente Design hochspezifischer DNA-Tests. Das Ergebnis ist die Kombination eines umfangreichen Datenbanksystems mit intelligenten Algorithmen und Funktionen für die benutzerfreundliche Versuchsplanung. Diese liefert dem Anwender eine qualitativ hochwertige Basis für das Testdesign, in kürzester Zeit und mit geringem Arbeitsaufwand“, sagt Hendling.

Links

AIT Austrian Institute of Technology GmbH www.ait.ac.at

tecnet equity http://www.tecnet.co.at

accent Gründerservice www.accent.at

Fotocredits

AIT/Arman Rastegar

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