Hörhilfen als Mode-Accessoires?

Hartlauer-Studie zeigt Bedarf an Hörgeräten und Wünsche an moderne Hörhilfen

Steyr (OTS) - Steyr (März 2016) – Wer gut hört, fühlt sich in Gesellschaft wohl und genießt Gespräche in seinem persönlichen Umfeld. Das ist eine der Grundaussagen der Hartlauer-Studie „Hören“, die in Kooperation mit marketagent.com durchgeführt wurde. Die Umfrage hat auch gezeigt, was von Hörhilfen erwartet wird, damit sie gern getragen werden, und dass in Sachen Kontrolle des Hörvermögens Aufholbedarf besteht.

Daher startete Hartlauer österreichweit seine Testhörerinitiative mit erhöhter Teilnehmeranzahl. Vom 29. Februar bis 30. April bekommen 2.000 Testhörer jeweils 20,- Euro. In diesem Zeitraum können Starkey- und Bernafon-Hörgeräte im Alltag getestet werden. Für die Teilnahme kann man sich in jedem Hartlauer Hörstudio, per Telefon oder online anmelden. Danach wird das Hörprofil ermittelt und anschließend das Hörgerät im Alltag getestet. Alle Informationen finden sich auf www.hartlauer.at/hoergeraete/testhoerer-gesucht. Mit Aktionen wie diesen möchte Hartlauer dazu beitragen, dass die Verwendung von Hörgeräten so selbstverständlich wird, wie das Tragen einer Brille.

Hartlauer-Studie „Hören“

Nur ein kleiner Teil der Österreicher zwischen 14 und 75 Jahren führt regelmäßig einen Hörtest durch. Etwas mehr als jeder Fünfte hat innerhalb des letzten Jahres einen Hörtest gemacht (21,3 %), einer von acht Befragten zuletzt vor 2 Jahren und jeder Siebente vor 3 bis 5 Jahren. Bei knapp 30 % liegt der letzte Hörtest schon länger als 5 Jahre zurück. Fast jeder Vierte hat bislang noch nie einen Hörtest durchführen lassen.

2016 beabsichtigen laut Studie 18 % der Umfrage-Teilnehmer (wieder) ihr Gehör überprüfen zu lassen, vor allem die älteren Befragten (60-69 Jahre: 33,3 %; 70-75 Jahre: 32,7 %).

"Diesen guten Vorsatz der Österreicher möchten wir als Hörakustikprofi unterstützen und bieten umfassende Beratung in unseren Hörstudios an. Jeder sollte ein fröhliches Kinderlachen oder ein Gespräch mit Freunden und Bekannten genießen können. Regelmäßige Hörprofilanalysen sind ein gutes Mittel, um Veränderungen im eigenen Hörvermögen zu bemerken". Robert F. Hartlauer

Wie zufrieden sind die Österreicher mit ihrem Hörvermögen?

57 % der Österreicher sind sehr zufrieden mit ihrem Hörvermögen. Mit dem höheren Alter nimmt die Zufriedenheit jedoch deutlich ab! Die 60- bis 75-jährigen sind nur noch zu 14,3 % zufrieden mit ihrer Hörleistung.

Auswirkungen im Alltag

Nach Schätzung der Umfrage-Teilnehmer hören 30 % der Österreicher schlecht. Die Mehrheit von 70 % geht davon aus, dass nur weniger als der Hälfte (46,1 %) bis zu einem kleinen Bruchteil (24,2 %) der Leidtragenden bewusst ist, dass sie ein eingeschränktes Hörvermögen haben. Den Anteil der schlecht hörenden Österreicher, die ein Hörgerät tragen, schätzt man hierzulande auf ein Fünftel. Das bedeutet, dass nach landläufiger Meinung durchschnittlich 80 % der Österreicher ihre Hörbeeinträchtigung nicht korrigieren. Schlechtes Hören und Verstehen haben nach Meinung von zwei Dritteln soziale Auswirkungen auf die Betroffenen und nach Meinung von 53 % auch auf das persönliche Umfeld.

41 % der Österreicher haben im engsten Familien- und Freundeskreis jemanden, der ein Hörgerät trägt. Bei 36 % der Befragten gibt es im eigenen Umfeld Menschen, die schlecht hören, aber kein Hörgerät verwenden. Von jenen Befragten, die im persönlichen Umfeld Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen haben, geben knapp zwei Drittel (63,2 %) an, bei den Betroffenen soziale Auswirkungen durch schlechtes Hören und Verstehen beobachtet zu haben. Die am häufigsten genannte Konsequenz ist Zurückhaltung in Gesprächen (39 %), gefolgt von Gereiztheit und übermäßiger Empfindlichkeit (19,2 %), Unsicherheit und Nervosität (13 %) sowie dem Gefühl, dass andere über einen sprechen (10,3 %) und soziale Zurückgezogenheit (9,6 %). Aber auch auf das direkte Umfeld der Personen mit Hörbeeinträchtigung hat schlechtes Hören und Verstehen nach Meinung von 53 % Auswirkungen. Hier werden – mit je 18 % – vor allem ein vorsichtiger Umgang mit den Betroffenen und Genervt-Sein/Gereiztheit genannt.  

„Gutes Hörvermögen bringt die Menschen zusammen, schwaches Hörvermögen lässt sie vereinsamen. Diese Formel wollen wir entkräften, indem wir Hörgeräte salonfähig machen.“ Robert F. Hartlauer 

Klischee & Blick in die Zukunft 

Im Rahmen der Befragung wurden des Weiteren unterschiedliche Aussagen zu Hörgeräten vorgelegt und abgefragt, um die vorherrschende Meinung zu visualisieren. Zwei Drittel der Österreicher gaben an, dass für jüngere Menschen Hörgeräte unangenehm sind. 47 % glauben, dass das typische Hörgerät braun/hautfarben ist. Dass dem Hörgerät das Image einer Prothese anhaftet, stimmen 39 % zumindest eher zu und 32 % meinen, dass ein Hörgerät alt/greisenhaft aussehen lässt. 31 % sind der Ansicht, dass man ein Hörgerät nicht diskret tragen kann, da es immer sichtbar ist. Dass ein Hörgerät klobig und unansehnlich ist, glauben dagegen nur 21 %. Lediglich 15 % sind der Ansicht, dass Hörgeräte nur eine kurze Lebensdauer haben und schnell kaputt gehen.  

Offen danach befragt, wie man sich das Hörgerät in 10 Jahren vorstellt, welche Funktionen es haben wird und welche konkreten Erwartungen man daran knüpft, zeigt sich ein deutliches Ergebnis: Die Österreicher stellen sich Hörgeräte in Zukunft vor allem unauffällig bzw. fast unsichtbar – spontane Nennung „unauffällig/kaum zu sehen/nahezu unsichtbar/sieht man nicht“ (35,1 %) – und sehr klein (18,9 %) vor.  

Robert F. Hartlauer unterstreicht das Positive an modernen Hörhilfen: „Hörgeräte sind schon heute unauffällige Begleiter, die viel zur Steigerung der Lebensqualität beitragen – auch wenn sie bei vielen Menschen eher noch mit einem negativen Image behaftet sind, sieht die Realität längst anders aus: Die Technologie hat hier viele Fortschritte und dezentes Design zu bieten.“  

Abschließend wurden den Umfrage-Teilnehmern verschiedene, mögliche Funktionen eines „Hörgeräts der Zukunft“ vorgelegt und nach dem Interesse daran gefragt. Als besonders interessant werden die Funktionen „verschärfte auditive Wahrnehmung“ (41,8 %) und „Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen“ (37,1 %) eingestuft, gefolgt von den Funktionen „Warntöne/Warnsignale über Situationserkennung“ (32 %), „Telefonieren“ (30,1 %), „Ladestatus des Hörgeräts mitteilen“ (29,1 %) und „Simultanübersetzung von Fremdsprachen“ (27,9 %).

Im Mittelfeld der Interessensskala rangieren die Funktionen „Musik hören“ (25 %), „Bluetooth-Funktion“ (23,3 %), „Krankheiten erkennen“ (19,5 %) sowie eine „Vorlesefunktion“ (17,7 %). Vergleichsweise am wenigsten interessant erscheinen den Befragten die „Weckfunktion“ (14,2 %), „Speicherfunktion persönlicher Daten“ (11,8 %) und „Fahrtgeschwindigkeit messen“ (8,6 %).

58 % der Österreicher meinen, dass Hörgeräte in Zukunft salonfähig und mehr als nur eine bloße Hörhilfe sein werden. Je älter die Befragten, desto eher sind sie dieser Überzeugung (14-19 Jahre: 42 %; 70-75 Jahre: 75,5%).

Quelle: Hartlauer-Studie „Hören und Sehen“ umgesetzt von marketagent.com (online reSEARCH GmbH) Befragt wurden 757 Internet-NutzerInnen zwischen 14 und 75 Jahren aus den Online Access Panels von marketagent.com. 

Rückfragen & Kontakt:

Robert F. Hartlauer
Telefon: 07252/ 588 11
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Hartlauer Handelsgesellschaft m.b.H., Stadtplatz 13, 4400 Steyr/OÖ

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