3D-Touch – die Touch-Revolution aus Cupertino

„Keep it simple“ stand wohl im Vordergrund bei der Entwicklung von 3D-Touch. Denn diese Technologie ermöglicht eine intuitive und einfache Bedienung des iPhones.

Wien (OTS) - Mit großen Erwartungen verließen die Besucher die Apple Keynote im September letzten Jahres. Kurz zuvor stellte der Konzern unter anderem sein neues Flaggschiff, das iPhone 6s, vor und wurde nicht müde, ihr neues Feature als „The Next Big Thing“ zu bewerben – gemeint war 3D-Touch. Die anfängliche Skepsis gegenüber dieser neuen Form der Smartphone-Bedienung legte sich nach ersten Expertentests schlagartig. Sogar die Konsumentenschützer der durchaus kritischen „Stiftung Warentest“ überschütteten Apples Neuerfindung mit Lob. Doch was genau steckt hinter dieser Technologie? Und was bedeutet das für die App-Entwicklung? 

Schneller, einfacher, leichter 

„Keep it simple“ stand wohl im Vordergrund bei der Entwicklung. Denn 3D-Touch schafft es, die Bedienung des iPhones noch einfacher und effizienter zu gestalten. Der Bildschirm wurde mit einer zusätzlichen, drucksensitiven Schicht ausgestattet, die nun auch die Tippstärke wahrnimmt. Bereits bei der Apple Watch erfolgte unter dem Namen „Force Touch“ ein erster Einsatz dieser Technologie, welche folgend für die größeren Bildschirme des iPhones weiter optimiert wurde.

Das Feature, das an die rechte Maustaste am PC/Laptop angelehnt ist, verwandelt den Bildschirm des iPhones in einen drucksensitiven Button, der neue Eingabemöglichkeiten erlaubt. Je nach Anwendung ergeben sich dabei unterschiedliche 3D-Touch-Funktionalitäten. Bei der Integration in die App-Umgebung lassen sich zwei Hauptfunktionen erkennen: 

Quick Action 

Während sich bei normaler Tippstärke Applikationen öffnen, holt ein stärkerer Fingerdruck ein Kontextmenü mit Quick Actions zum Vorschein. Dadurch lassen sich beispielsweise unkompliziert und rasch Selfies machen. Denn die Applikation startet automatisch, ohne nähere Einstellungen vornehmen zu müssen. Bei der Facebook-App lässt sich beispielsweise ein spontanes Posting setzen oder ein neues Profilfoto schießen. Nahezu alle Haus-Applikationen von Apple sowie immer mehr Drittanbieter haben Quick Actions bereits mit an Bord. Das Kontextmenü wird sowohl statisch mit fix vorgegebene Kategorien, als auch dynamisch, also an Nutzungsverhalten angepasste Inhalte, ausgeliefert. Das Ziel der Quick Actions ist ganz einfach: dem User Klicks ersparen und die Usability erhöhen. Dabei liegt es an dem Nutzer selbst, ob und in welchem Ausmaß er dieses Feature in seinem täglichen Gebrauch einsetzt.

Peek and Pop

Eine weitere Innovation ist die Peek and Pop-Funktion. Dabei wird mit derselben Intensität wie bei Quick Actions auf den Bildschirm getippt – mit dem Unterschied, dass man beispielsweise auf einen Link in einer Mail tippt. In einem Pop-Up erscheint nun eine Vorschau des Links, ohne die Mail-App zu schließen. Auch Adressen, Kontakte und Bilder lassen sich so anzeigen, ohne umständlich zwischen den Applikationen wechseln zu müssen. Entscheidet sich der Nutzer nun, den Link genauer betrachten zu wollen, kann er durch ein abermaliges stärkeres Tippen auf den Bildschirm den entsprechenden Inhalt komplett aufrufen.

Eine weitere Funktion ist die Pressure Sensibility – eine drucksensitive Erkennung, die gerne in Zeichen-Apps Anwendung findet. Denn dieses Feature erkennt, wie stark man mit der Farbe aufdrückt. Ebenso gibt es die Möglichkeit des verbesserten Text-Markierens, welches – angelehnt an das Touchpad des Macbooks – die „Copy & Paste“-Funktion am Smartphone erleichtert.  

Bedeutung für die App-Entwicklung 

Für iOS-Entwickler wird in Zukunft an 3D-Touch kein Weg vorbeiführen. Die Integration in die App-Umgebung ist mit wenig Aufwand verbunden und ermöglicht eine Vielzahl an Ausführungen. Für Quick Actions muss beispielsweise lediglich eine Liste an Funktionen bereitgestellt werden, um die Funktion zu aktivieren. Optimalerweise sollte das Nutzerverhalten mithilfe von Tracking-Tools wie Google Analytics ausgewertet und häufig gewählte Aktionen entsprechend in das Kontextmenü mit aufgenommen werden.

Auch die Peek and Pop-Funktion lässt sich ohne größeren Aufwand in die Entwicklung miteinbeziehen. Dabei muss man jenen Bereich, der verschwommen dargestellt werden soll, fixieren und die entsprechenden Aktionsfelder festlegen.

Die Zukunft

Wie beim Fingerabdrucksensor zuvor hat Apple es wieder mal geschafft, eine neue Art der Touch-Bedienung salonfähig zu machen. Auch die Android-Konkurrenz stattet seine neuen Produkte nach und nach mit drucksensitiven Bildschirmen aus, wie beispielsweise das Mate S von Huawei. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis auch andere Hersteller wie Samsung oder HTC den drucksensitiven Bildschirm zum Smartphone-Standard erklären. 

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