Internet ist kritische Infrastruktur für Menschheit

AIT Austrian Institute of Technology veranstaltet internationalen ExpertInnen-Workshop rund um das Internet der Zukunft

Wien (OTS) - Vom 11. bis 12. Mai fand am Semmering bei Wien ein Workshop im Kontext des EU-finanzierten "Exzellenz-Netzwerkes für Internet-Wissenschaft" (EINS) statt, zu dem sich hochrangige RepräsentantInnen anerkannter Forschungsinstitutionen sowie von Netzbetreibern, Geräteherstellern, Lösungsanbietern und der öffentlichen Verwaltung trafen, um gemeinsam über die zukünftigen Herausforderungen des Internet als kritische Infrastruktur zu diskutieren.

Kritische Infrastrukturen sind im Wandel begriffen. Neueste und globale IKT-Technologieentwicklungen wie das Zusammenwachsen von innovativen Applikationen für die Gestaltung von Industrie 4.0, für den Aufbau verschränkter Verkehrssysteme, für den Roll-out von Sensor-gespeisten eHealth-Diensten oder für die Etablierung nachfragegerechter Energieservices sowie für das lebenswerte Re-Design unserer Städte mit omnipräsenten Informations- und Kommunikationssystemen haben das Internet zu einer grundlegenden kritischen Infrastruktur mit einer entsprechenden Komplexität werden lassen.

Der Schutz dieser kritischen Infrastruktur ist daher für die Aufrechterhaltung unserer unverzichtbaren elektronischen Systeme quer durch alle gesellschaftlichen Bereiche und Wirtschaftsbranchen eine zentrale Herausforderung - weil von ihnen die Funktionsfähigkeit des Staates in Summe abhängig ist. Der Disziplinen-übergreifende internationale Workshop behandelte aktuelle Herausforderungen unserer IT-basierten kritischen Infrastrukturen, die den Ausgangspunkt für die Diskussionen am zweiten Tag und das Aufsetzen einer "Roadmap" für die nächsten Schritte zum Schutz kritischer Infrastrukturen bildeten.

Workshop-Beiträge wurden aus unterschiedlichen Perspektiven wie jener der Telekommunikationsendgeräte-Industrie (Huawei), der Netzbetreiber (Orange Labs), der Industrie (Airbus) und der nationalen Sicherheit (Österreichisches Bundeskanzleramt) eingebracht.

Die Sichtweisen unterschiedlicher Stakeholder unseres Internets wurden durch neueste wissenschaftliche Einblicke und Forschungsergebnisse ergänzt und bildeten die Grundlage für die weitere Diskussion. Prof. James. P.G. Sterbenz vom Information und Telecommunication Technology Center der Kansas University, USA, und Professor David Hutchinson von der Lancaster University gelten als führende Wissenschafter im Forschungsbereich "hochverfügbare resiliente (widerstandsfähige) Netzinfrastrukturen".

Heiko Niedermayer, Technische Universität München, und Mark Rouncefield, Lancaster University, UK, leiten die Arbeitsgruppe "JRA 7 critical infrastructure" im European Network of Excellence Projekt "EINS" und brachten eine techno-soziale Wissenschaftssicht in die Diskussion ein.

Führende WissenschafterInnen für die Sicherheit und Widerstandsfähigkeit von kritischen Netzwerken ebnen den Weg zum Erfolg

"Ich bin hoch erfreut, dass einige der angesehendsten Kollegen aus der Welt der Netzwerk- und Computerwissenschaft unserem Ruf zu diesem wichtigen Meeting nach Österreich gefolgt sind. Dies unterstreicht unsere erfolgreiche Positionierung Österreichs im Bereich des Schutzes kritischer Infrastrukturen im internationalen Forschungsumfeld.", stellte Helmut Leopold, Head of Digital Safety & Security Department am AIT und Gastgeber des EINS-Workshops nicht ohne Stolz fest.

Der Workshop erarbeitete eine Forschungs-Roadmap, welche die rasant aufkommenden Trends und neuen Bedrohungsszenarien entsprechend berücksichtigen soll. Dabei wurden die verschiedenen Expertisen von grundlegenden Internettechnologien, Netzwerksicherheit, Schutz der Privatsphäre als auch die neuesten Erkenntnisse bei sozialen und gesellschaftlichen Aspekten bezüglich Mensch-Computer-Interaktion eingebracht.

Als vorhersehbare Schlüsselfragen sahen die Veranstalter beim EINS-Workshop Fragen wie z.B.: Spielen die Akteure in der Industrie in kritischen Infrastrukturen eine führende Rolle bei der Implementierung von angemessenen Kommunikationssystemen? Welche Rolle sollte die Regulierung spielen, um für künftige Netzwerke, die kritische Infrastrukturen unterstützen Sicherheit und Widerstandsfähgikeit zu garantieren? Wie lässt sich die Sicherheit und Widerstandsfähigkeit dieser stark vernetzten kritischen Infrastrukturen messen und sichern? Und im globalen Kontext gefragt:
welche Rolle spielt Europa bei Technologieentwicklung und Marktführerschaft in diesem äußerst wichtigen Bereich?

Die Ergebnisse mit den Schlüssel-Erkenntnissen aus beiden Tagen des EINS-Workshops wurden schließlich in einem Whitepaper zusammengeführt.

Für Informationen dazu kontaktieren Sie bitte Dr. Paul Smith, Forschungsgruppe ICT Security am AIT unter
M +43 (0)664 88390031 oder paul.smith@ait.ac.at.

Rückfragen & Kontakt:

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