Neue Betriebsansiedlungen: Kunststoffbetrieb und IKT-Unternehmen aus Italien investieren in Kärnten

Klagenfurt am Wörthersee (OTS) - Klagenfurt/Kühnsdorf, 26. November 2014. Neue Betriebsansiedlungen aus Italien für Kärnten: der Kunststoffproduzent Cointer GmbH investiert rd. EUR 1,9 Mio. und sorgt für 12 neue Arbeitsplätze in Kühnsdorf, der Sensorik-Spezialist KIM RemoteSensing GmbH mit EUR 200.000 EUR für 5 neue Arbeitsplätze im Lakeside Science & Technology Park in Klagenfurt.

Innovatives Kunststoffrecycling

Auf Recycling von Kunststoff spezialisiert ist die Cointer GmbH, ein Joint Venture der italienischen CF S.r.l. und der Kruschitz GmbH. Das Mutterunternehmen CF mit Sitz in Ferentillo wurde 1982 gegründet und beschäftigt sich mit der Herstellung von Compounds aus recyceltem Kunststoff. Hauptsächlich wird Polypropylen in Granulatform produziert. 2-4% der Gewinne werden jedes Jahr in Forschung und Entwicklung investiert und intensiv mit Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen kooperiert. Hauptabnehmer sind die Automobilindustrie (z.B. Aufprallschutz), die Möbelindustrie und die Haushaltswarenindustrie.

Die Firma Kruschitz GmbH beliefert die CF S.r.l. seit längerer Zeit mit Rohstoffen und so lag eine strategische Partnerschaft mit der Gründung der gemeinsamen Firma Cointer GmbH auf der Hand. Die Cointer GmbH siedelt sich am bestehenden Betriebsstandort der Kruschitz GmbH in Kühnsdorf an und wird auf ca. 1000 m2 Kunststoffgranulate herstellen und die Granulate europaweit ausliefern. In Kürze wird auch ein erstes Forschungsprojekt im Bereich der Nanotechnologie hier starten. In Summe investiert die Cointer GmbH in Kühnsdorf EUR 1,9 Mio., mittelfristig sollen 12 neue Arbeitsplätze entstehen.

Marco Costantini, Geschäftsführer Cointer GmbH erklärt, dass Sie auch andere Länder wie Deutschland und Frankreich in Betracht gezogen haben. "Neben der strategischen Partnerschaft mit der Firma Kruschitz sind es aber vor allem eine attraktive Steuerkulisse, der deutlich niedrigere Strompreis und geringere Transportkosten, die den Ausschlag für Kärnten gegeben haben", führt er aus. Der Kärntner Unternehmer Werner Kruschitz (Geschäftsführer Cointer GmbH) erwartet sich durch das Joint Venture eine Verlängerung der Verarbeitungskette und für beide Unternehmen eine Kostenersparnis. "Gleichzeitig erwarten wir uns durch das know-how der Firma CF Plastic einen Innovationsschub für die Firma Kruschitz GmbH. Nicht zuletzt stärken wir durch die Ansiedlung der Firma Cointer GmbH auch die Branchenkompetenz für die Polymerindustrie im Bezirk Völkermarkt", so Kruschitz weiter.

Sensorik für Informationsgewinnung aus der Luft

Im Lakeside Science & Technology Park in Klagenfurt siedelte sich die KIM RemoteSensing GmbH an. Das Unternehmen, das in das build! Gründerzentrum aufgenommen wurde, konzentriert sich auf zwei Tätigkeitsbereiche: Sensorik in der Drohnentechnologie und F&E im Bereich der Sensorik zur Fernerkundung mittels Drohnen.
Die drei Gründer verfügen über jahrelange Erfahrung in den Bereichen Sensorik und Luftfahrt und haben bereits einige Forschungsprojekte mit italienischen Universitäten und Forschungseinrichtungen umgesetzt. Im Vordergrund steht die Informationsgewinnung mittels Drohnen, die mit einer Vielzahl an Aufnahmegeräten und Sensoren (Sicht-, Infrarot-, 3D-, Laser- oder thermische Sensoren) ausgestattet sind. Deren Einsatzmöglichkeiten sind zahlreich, etwa im Bereich des Umweltschutzes, des Katastrophenschutzes, in der Diagnostik bei Bauwerken und Photovoltaikanlagen, oder für die Lokalisierung archäologischer Standorte. Im Bereich Forschung und Entwicklung sind vorerst zwei spezielle Projekte geplant: eines zur Auffindung vermisster Personen in engen Schluchten bzw. unwegsamem Gelände dank Drohnen, die mit spezieller Sensorik zur Handyortung ausgestattet sind und ein weiteres zur Entwicklung einer Black Box für Drohnen.

Mauro Migliazzi, Geschäftsführer KIM Remote Sensing GmbH begründet die Standortwahl damit, dass Kärnten der perfekte strategische Dreh-und Angelpunkt ist, da es hier in der Umgebung Forschungszentren und Universitäten gibt, die seine F&E-Tätigkeiten unterstützen können. "Österreich stellt auch den perfekten "Nährboden" für unser innovatives Start-up dar, welches hier wachsen und effektiv seine Produkte in Europa und auch wo anders vertreiben könnte", führt er weiter aus.

Weitere Stimmen zur Ansiedlung:

Landeshauptmann-Stellvertreterin Dr. Gaby Schaunig: "Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist jede Betriebsansiedelung in Kärnten von besonderer Bedeutung. Im Vergleich mit dem restlichen Österreich zeigt sich, dass die Entwicklung in Kärnten in den letzten Jahren bei der Beschäftigungszahl, der Sachgüterproduktion und dem BIP weniger positiv war. Die Entscheidung des italienischen Kunststoffproduzenten Cointer und des Sensorik-Spezialisten KIM RemoteSensing GmbH für den Standort Kärnten zeigt auch, dass wir als Wirtschaftsstandort wieder attraktiv werden."

Sabrina Schütz-Oberländer, Geschäftsführerin der Entwicklungsagentur:
"Wir begleiten ausländische Investoren auf Ihrem Weg nach Kärnten und die beiden aktuellen Ansiedlungen Cointer GmbH und KIM RemoteSensing zeigen deutlich, dass es dabei nicht nur um klassische "Green Field Investments" geht, sondern auch darum, strategischer Partnerschaften aufzubauen und ausländische Gründer als Zielgruppe verstärkt anzusprechen."

Rückfragen & Kontakt:

Entwicklungsagentur Kärnten (EAK)
Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Kristin Kretzschmar-Neubacher, MAS
Tel.: 0664 825 42 03
kretzschmar@madeinkaernten.at

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