Brasilien: mehr als ein WM Land

Deutscher Mittelstand investiert kräftig - die IT folgt!

Österreich (OTS/www.phoron.com) - Die deutsche Fußballnationalmannschaft muss ihren Erfolg in Brasilien unter Beweis stellen - die deutsche Wirtschaft hat dies schon getan. 68 Prozent der exportorientierten deutschen Wirtschaft sieht Brasilien 2014 als relevanten Markt (plus 9 Prozentpunkte zu 2013). 33 Prozent verfügen bereits über Standorte oder rechtlich abhängige Beteiligungen im diesjährigen WM-Land. Dies ergab eine aktuelle Studie zum Thema "Internationalisierungsstrategien des deutschen Mittelstands", die von der Emanuel Koch Unternehmensberatung im Auftrag der Phoron durchgeführt, und jetzt veröffentlicht wurde.

Die Bedeutung des mittel- und südamerikanischen Marktes hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Sie wird von der Anzahl der dort tätigen deutschen Unternehmen bald das Niveau des nordamerikanischen Kontinents erreichen. Dies ist vor allem Brasilien und seinem kontinuierlich hohen Wirtschaftswachstum geschuldet.

In keinem anderen Land, mit Ausnahme von China, werden 2014/15 mehr Internationalisierungsvorhaben von deutschen Unternehmen durchgeführt als in Brasilien. Die Anzahl der legalen Entitäten deutscher Unternehmen in Brasilien wird in diesem Zeitraum um 14 Prozentpunkte zunehmen.

47 Prozent der befragten Unternehmen verfügen dann Ende 2015 über eine Beteiligung in Brasilien. Dies ergab die Studie, die bei 269 exportorientierten deutschen Unternehmen im Oktober 2013 durchgeführt wurde.

Die Attraktivität für die deutsche Wirtschaft ergibt sich aus zwei Punkten. Zum einen entwickelt sich das Land aufgrund des Bevölkerungswachstums. Hinzu kommt, dass die konsumfreudige Mittelschicht in der brasilianischen Bevölkerung wächst.

Zum anderen ist das Land reich an Bodenschätzen und staatsseitig wird darauf geachtet, dass große Teile der Wertschöpfung auf Basis der Rohstoffe möglichst im eigenen Land bleiben. "Der brasilianische Markt bietet deshalb sehr gute ökonomische Voraussetzungen sowohl für deutsche Konsumgüterhersteller als auch für den exportstarken deutschen Maschinen- und Anlagenbau und die Automotive Industrie", folgert daraus der Brasilien-Experte Gernot Stöger, Geschäftsführer der Phoron Consulting GmbH, einer IT-Management-Beratung ansässig in Wien und Stuttgart. Ein Beratungsschwerpunkt der Phoron liegt auf der Anbindung brasilianischer Niederlassungen an deutsche Mutterunternehmen.

"Für die Eroberung des brasilianischen Marktes reichen reine Vertriebskooperationen in den meisten Fällen nicht aus, schon alleine aufgrund der rigiden Importgesetze", so Stöger weiter. Die brasilianischen Importbeschränkungen verlangen häufig nach Produktionsstandorten vor Ort, um die heimische Wirtschaft zu stärken. Hinzu kommt aber auch, dass beispielsweise ein exzellenter Service & Support für komplexe Produkte über Handelspartner nicht optimal abbildbar ist.

Der Wunsch deutscher Unternehmen nach eigenen brasilianischen Niederlassungen wächst nach Einschätzung des Experten demzufolge weiter an. Allerdings sind Unternehmensgründungen für ausländische Firmen dort mit schwierigen, rechtlichen Rahmenbedingungen verbunden.

"Eine Neugründung ist ein großer bürokratischer Hürdenlauf. Es dauert etliche Monate, bis das Ganze durch ist", weiß Stöger aus eigener leidiger Erfahrung zu berichten. "Trotz unserer umfassenden Brasilien-Kompetenz haben wir für die Gründung unserer Niederlassung fast ein Jahr benötigt", so der Brasilien-Experte. Er rät Unternehmen deshalb, vorher genau zu prüfen, ob gegebenenfalls eine Beteiligung an einem bestehenden Unternehmen den Marktzutritt erheblich beschleunigen kann - eine gern genommene "Hintertür" von deutschen Unternehmen, um auf den brasilianischen Markt zu kommen. Neben den Kaufpreisen, die aufgrund der großen ausländischen Nachfrage entsprechend hoch sein können, sind auch die Folgekosten zu beachten. Ein nicht unwesentlicher Teil kommt hier dem IT-Aufbau zu.

"Aufgrund der komplexen gesetzlichen Anforderungen ist das ERP-System brasilienspezifisch bis in die Einkaufs- und Verkaufsprozesse auszuprägen. Im Vergleich zu anderen Ländern ist hier mit erheblich höheren Kosten zu rechnen." Um diese ggf. kostenoptimal zentral bedienen zu können, rät Stöger, frühzeitig in eine homogene ERP-Landschaft zu investieren.

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