T-Mobile sichert sich in Frequenzauktion solide Basis für weiteren Ausbau mobiler Breitbandangebote

Wien (OTS) -

  • Ersteigerte Frequenzen bieten ausreichende Kapazität für anhaltenden weiteren Datenboom
  • Eingehobene Lizenzgebühren zählen zu den teuersten in der Europäischen Union
  • T-Mobile-CEO Bierwirth verlangt eine Milliarde Euro für technologieneutrale Breitband-Förderung

Der Abschluss der Frequenzauktion am 21.Oktober 2013 und die dabei erworbenen Nutzungsrechte liefern T-Mobile die Voraussetzung zum Ausbau von leistungsfähigem mobilem Breitband auf Basis von LTE in ganz Österreich. Im Zuge der Versteigerung hat T-Mobile Austria 9 Frequenzpakete (ein Paket sind 2x5MHz) in den Bereichen 800 (2 Pakete), 900 (3 Pakete) und 1800 Megahertz (4 Pakete) zum Preis von insgesamt 654,5 Millionen Euro ersteigert. Das teilte das Unternehmen unmittelbar nach Abschluss der Auktion und Bekanntgabe der Ergebnisse durch den Regulator am Montagabend (21. Oktober 2013) mit. Insgesamt wurden in der Auktion, die über sechs Wochen und einen Tag ging, 28 Frequenzpakete zum Gesamtpreis von 2,015 Milliarden Euro versteigert.

"Die Gebühren liegen infolge des spekulativen Auktionsdesigns an der Spitze der in der EU eingehobenen Lizenzgebühren, während die Mobilfunk-Preise in Österreich zu den niedrigsten in der EU zählen. Diese exorbitant hohen Lizenzgebühren entziehen den Netzbetreibern die dringend benötigten Mittel für den Netzausbau", erklärte Andreas Bierwirth, CEO T-Mobile Austria, zum Abschluss der Versteigerung. "Aufgrund des sehr hohen Ertrags für den Staat sollte darum die in Aussicht gestellte staatliche Förderung des Breitband-Ausbaus für strukturschwache Regionen sehr deutlich angehoben werden."

T-Mobile hat im Zuge der Auktion sowohl Spektrum im niederen Frequenzbereich von 800 und 900 Megahertz als auch im höheren Bereich von 1800 Megahertz erworben. "Das Auktionsdesign war darauf angelegt, dass die Gebühren trotz der schwachen Ertragslage in Österreich besonders hoch ausfallen würden. Wir haben darum sehr genau darauf geachtet, punktgenau die aufgrund unserer Marktstellung benötigten Pakete zu ersteigern und keine Überkapazitäten aufzubauen. Das ist uns gelungen", sagte Bierwirth.

Eine Milliarde Euro für technologie- und betreiberneutrale Breitband-Förderung

Als Folge der hohen Lizenzgebühren verlangte Bierwirth, dass die von Infrastrukturministerin Doris Bures angekündigte Förderung des Breitband-Ausbaus in ländlichen Regionen auf eine Milliarde Euro erhöht wird. Ursprünglich wurden von Bures 250 Mio. Euro Förderung in Aussicht gestellt, die Hälfte des Mindestertrags von 526 Mio. Euro. Die tatsächlichen Lizenzgebühren betragen etwa das Vierfache dessen, begründete Bierwirth, also soll auch die Förderung entsprechend steigen. Damit würde der Staat zumindest einen Teil der Lizenzgebühren in den Ausbau von Breitband-Infrastruktur zurück investieren.

Voraussetzung ist jedoch, dass die Förderung technologieneutral erfolgt und nicht einseitig das Festnetz bevorzugt, erklärte Bierwirth. "Der Blick auf die hoch entwickelten Breitband-Staaten in der OECD zeigt, dass kostengünstige flächendeckende Versorgung vor allem durch mobiles Breitband rasch vorangetrieben wird. In Ländern wie Australien, Finnland oder Schweden macht Mobilfunk 75 bis 80 Prozent der Versorgung aus, in Österreich liegt er noch deutlich darunter." Das zeigt auch der jüngste Bericht der ITU (Internationale Fernmelde-Union): Mit jährlichen Wachstumsraten von 30 Prozent übertrifft mobiles Breitband das Festnetz um das Dreifache und ist die am schnellsten adaptierte Technologie der Geschichte.

Im Zuge der Breitband-Förderung soll vor allem die Anbindung von Mobilfunkstationen durch Glasfaser unterstützt werden, "das können alle Betreiber gleichermaßen nutzen und es kommt damit einer großen Zahl von Konsumenten direkt zu Gute". Keinesfalls dürfe jedoch die Förderung dazu führen, dass der einzige Bieter mit Festnetz in seinem Portfolio damit indirekt seine besonders hohen Lizenzgebühren refinanzieren kann.

Bierwirth verlangte auch einen klaren Rechtsrahmen, der die Betreiber künftig in die Lage versetzt passive Infrastruktur wie Masten, Antennen oder Transmission (Anbindung von Stationen an das Netz) gemeinsam nutzen zu können. "Durch intelligentes Teilen und gemeinsamen Betrieb von Infrastruktur sinken die Investitionskosten aller Betreiber. Das hat klare Vorteile für Konsumentinnen und Konsumenten, weil wir so das EU-weit niedrigste Preisniveau im Mobilfunk weiter halten können."

Offene Rechtsfrage bei Nutzungsrechten

Gleichzeitig wies T-Mobile zum Abschluss des Verfahrens ausdrücklich darauf hin, dass die Telekom-Kontroll-Kommission (TKK) mit der Auktion für eine Reihe von 1800-Megahertz-Frequenzen eine unklare Rechtslage geschaffen hat, die noch bereinigt werden muss. Wie T-Mobile bereits vor der Auktion bei der TKK deponiert hat, wurden Frequenzen zur Nutzung ab Anfang 2016 bzw. 2018 versteigert, für die T-Mobile jedoch ein behördlich zugesichertes Nutzungsrecht bis Ende 2019 hat.

"Der Staat hat durch die Auktion ein und dasselbe Gut zweimal verkauft. Wir haben die TKK um Feststellung der richtigen Rechtslage vor Beginn der Versteigerung ersucht. Eine Entscheidung ist uns die Behörde bis jetzt schuldig geblieben", sagte Bierwirth. "Wir erwarten, dass diese Nutzungsfrage durch die TKK in den Zuteilungsbescheiden zufriedenstellend gelöst wird." Bierwirth: "Es geht bei den Nutzungsrechten um Millionenwerte. Wir können schon aufgrund unserer Verpflichtungen als ordentliche Kaufleute nicht hinnehmen, dass wir für ein und dieselbe Sache zweimal bezahlen müssen."

Ausbau von LTE vorantreiben

Zusammen mit vorhandenen weiteren Frequenzen im Bereich von 2100 und 2600 Megahertz kann der flächendeckende Ausbau der vierten Generation des Mobilfunks, LTE, weiter vorangetrieben werden. Die Kombination aus niederen und höheren Frequenzen ermöglicht einerseits sehr gute Indoor-Versorgung sowie gute Verbreitung in ländlichen Regionen, andererseits bringt sie die notwendige große Kapazität in Ballungszentren. LTE wird in den nächsten Jahren der Motor des Ausbaus der individuellen Breitband-Versorgung in Österreich sein, da Mobilfunk wesentlich schneller und kostengünstiger zu errichten ist als die Erweiterung von Leitungsnetzen zu Wohnhäusern und Wohnungen.

Nutzerinnen und Nutzern erleben durch LTE eine wesentliche Beschleunigung ihres mobilen Internets, sowohl auf Smartphones und Tablets, als auch bei der Verwendung als Breitband-Zugang daheim oder im Büro als einfach zu installierende Alternative zu leitungsgebundenem Internet. Die höheren Verbindungsgeschwindigkeiten verkürzen Downloadzeiten stark und ermöglichen vermehrt Anwendungen wie das Streaming hochauflösender Filme, TV-Theken, als auch generell mehr Kapazität im Netz für wachsende Benutzerzahlen und Datenvolumen. Davon profitieren letztlich auch Nutzer von 3G, da durch die höhere Leistung auch diese Verbindungen besser gewährleistet sind.

Derzeit kann T-Mobile bereits 1,5 Millionen Menschen in Österreich die Versorgung mit LTE (Frequenz 2,6 GHz) anbieten, bis Jahresende wird diese Reichweite auf rund 2,1 Millionen Menschen steigen.

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Über T-Mobile Austria

T-Mobile Austria ist mit 4,1 Millionen Kunden und 1.400 Mitarbeitern der zweitgrößte Mobilfunkanbieter Österreichs. Mit den Marken T-Mobile und tele.ring spricht T-Mobile unterschiedliche Zielgruppen an, von der privaten Smartphone-Konsumentin und dem Ein-Personen-Unternehmen bis zur börsennotierten Aktiengesellschaft -jeweils mit den besten Angeboten und Services im "besten Netz" (Futurezone 2013).

Als Teil der Deutschen Telekom Gruppe profitiert T-Mobile dabei von der Innovationskraft und der finanziellen Stabilität des Konzerns, einem der global größten Player im Telekom-Markt. Im Geschäftsjahr 2012 erzielte der Konzern einen Umsatz von 58,2 Milliarden Euro. T-Mobile Austria fungiert für die gesamte Deutsche Telekom Gruppe u.a. als M2M-Experte (Machine-to-Machine). Für den Geschäftskundenbereich bietet T-Mobile umfangreiche Lösungen durch seine internationale Kompetenz bei Cloud Services an.

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