MoMo#18 mHealth: Be the CEO of your own health

mySugr, Diagnosia, Aeskulapp machen es vor - Menschen unterstützen bevor sie krank werden.

Wien (OTS) - Vergangenen Montag, dem 11. März, fand zum 18. Mal der MobileMonday im Naturhistorischen Museum in Wien zum Thema "mHealth -das Smartphone, dein Arzt von morgen" statt. Neben den Panelisten Fredrik DeBong (mySugr), Dr. Med. Lukas Zinnagel (Diagnosia), Mag. Gerald Czech (Rotes Kreuz), Dr. Fritz Hoellerer (Aeskulapp) und Dr. Michaela Endemann (Wissit) fanden rund 200 Besuchern den Weg ins Museum um dem Thema mHealth auf den Zahn zu fühlen und über die Möglichkeiten aber auch die Herausforderungen sowie den Status Quo zu diskutieren.

Der Gott in Weiß wird zum Gesundheitscoach

Fredrik DeBong, Gründer und CPO, von mySugr einem international ausgezeichnetem Unternehmen, das sich zum Ziel gesetzt hat die Philosophie der Diabetes-Therapie durch Mobile Health zu verändern, eröffnete den Abend. In seiner KeyNote betonte DeBong, dass sich die Rolle des "God in white" ändern muss. Auch Panelist Dr. Med. Lukas Zinnagel, Head of Product bei Diagnosia bestätigte wenig später den Wandel des klassischen Rollenbild "Arzt": "Das Smartphone in den Händen des Patienten verändert die Hierarchie zwischen Arzt und Patient. Patienten können nunmehr auf Augenhöhe mit dem Mediziner sein."

Ärzte, so ist man sich einig, werden zwar nicht ersetzbar sein, künftig jedoch stärker in die Position eines Coach rücken, der dem Patienten beratend zur Seite steht und ihm eventuell sogar eine App zur Unterstützung im Alltag empfiehlt. Der Appel galt somit den Ärzten von heute sich einerseits mit dem Thema mHealth auseinanderzusetzen und andererseits den Universitäten, das Skillset der klassischen Medizin Ausbildung zu überdenken.

Den meisten ist ihre Gesundheit egal

In der darauffolgenden Diskussion moderiert von Richard Haderer, Blogger, wurden als Haupt Hindernisse für mHealth nicht die strengen Regulierungen oder Datenschutzbestimmungen identifiziert, sondern die Gleichgültigkeit jedes Einzelnen über seine Gesundheit und die Erfassung seiner Gesundheitsdaten. So unterstrich DeBong: "Mobile Health ist eher eine Frage von Motivation und Verhalten, nicht nur Daten!" Der Patient muss sich über seine Verantwortung bewusst werden als "CEO of your own health". Die zentrale Frage die sich stellt ist, "Wie können die Menschen dazu motiviert werden ihre Daten zu erfassen?"

Als möglicher Vorschlag wurde Gamification, wie es auch mySugr oder zahlreiche andere Apps wie etwa runtastic derzeit einsetzen, genannt. Der Prozess der Datenerfassung muss im Hintergrund passieren, so dass der Einzelne nicht aktiv handeln muss. Mag. Gerald Czech vom Roten Kreuz Österreich meinte, dass man durch die Sammlung der Daten auch politische Anreize, wie etwa eine Art Bonus Malus System für Gesundheitsbewusste einsetzen könnte.

Wie weit ist mHealth heute?

Trotz zahlreicher spannender Apps wie etwa einem EKG für das iPhone von http://www.alivecor.com/, nutzen derzeit rund 77 Prozent der Smartphone Besitzer überhaupt keine mHealth Apps. Neben der Adressierung dieser Gruppe gilt es auch die Qualität der vorhanden Apps in den Stores stärker zu überwachen, sind sich die Panelisten einig. Denn nichts ist kontraproduktiver als verzweifelte Patienten die aufgrund falscher Informationen auf ihren Smartphones Ambulanzen in Spitäler stürmen.

Derzeit steckt mHealth noch in den Kinderschuhen eine Revolution wird es laut Experten erst durch die Koppelung von entsprechender Hardware mit Smartphones geben.

Der nächste MobileMonday findet am 10.06.2013 statt.

Über MobileMonday Austria

MobileMonday (MoMo) hat in über 150 Städten weltweit eine globale Community mobiler Visionäre geschaffen - und ist seit 2009 endlich auch in Österreich zu Hause. Die Netzwerk Veranstaltung zum Wissensaustausch wird ehrenamtlich von neun Experten aus der Branche organisiert wird. Finanziell ermöglicht wird der MobileMonday Austria durch Sponsoren. MobileMonday sucht noch Sponsoren für die kommenden Veranstaltungen 2013.

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Mag. (FH) Elfriede Zettl
Marketing und Presse
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