Programmierer überführen Bankräuber anhand von Handy-Positionsdaten

Wien (OTS) - Ein maskierter Räuber überfällt die örtliche Bank und flüchtet unerkannt. Er glaubt sich in Sicherheit. Die Polizei hat vorerst keine Spur, kann den Dieb aber nach kurzer Zeit schnappen. Sein Handy wurde ihm zum Verhängnis, er wurde durch Analyse seiner Handy-Positionsdaten eindeutig identifiziert. Möglich ist so eine Verbrechersuche aufgrund der Vorratsdatenspeicherung. Was bei der Verbrecherjagd gut ist, kann aber auch als krasser Eingriff in die Persönlichkeitsrechte gesehen werden.

Auf die Frage "Wie berechtigt sehen Sie das öffentliche Interesse an Vorratsdaten, z.B. um Vermisste bzw. Verbrecher lokalisieren zu können?" meint Dr. Josef Küng (Professor für Informationssysteme an der Johannes Kepler Universität Linz): "Ich verstehe diese Interessen und sie sind auch in einem gewissen Maße berechtigt. Wir sind hier in einem noch ungelösten Interessenskonflikt: Recht auf Privatsphäre und Interesse an Sicherheit." Er bezieht klar Stellung gegen eine Vorratsdatenspeicherung, weil die Anonymität der einzelnen Personen in der Realität nicht mehr gegeben ist. Das vollständige Interview ist hier (http://media.catalysts.cc/media/Y0EFhs) nachzulesen.

Die Räuberjagd fand allerdings nur virtuell statt - sie war das Thema des 15. Catalysts Coding Contest, der am 14.12.2012 an der Fachhochschule in Hagenberg stattfand. Mehr als 150 Software-Entwickler aus mehreren Nationen kämpften um 12.000 Euro Preisgeld. Es waren alle technischen Hilfsmittel erlaubt, der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Innerhalb der 4 Stunden galt es so viele Levels wie möglich abzuschließen. Szilagyi Peter (Rumänien) löste als erster das höchste erreichte Level in der Zeit von gut zwei Stunden, gefolgt von Budau Adrian (Rumänien) und Patrik Fimml (Österreich). Schnellste weibliche Teilnehmerin war Verena Haunschmid (Rang 17 im Team mit Jürgen Stürmer).

Beim Wettbewerb wurden außerdem viele Daten gesammelt, die in den nächsten Monaten wissenschaftlich ausgewertet werden, um u.a. folgende Fragen zu beantworten:

  • welche Programmiersprache eignet sich am besten
  • auf wie viele Arten kann das Problem gelöst werden, wie viele Zeilen sind notwendig
  • sind Zweier-Teams schneller als Einzelkämpfer

Der Catalysts Coding Contest ist der größte und härteste Programmierwettbewerb im deutschsprachigen Raum, bei dem die Teilnahme persönlich am Veranstaltungsort, sowie anonym übers Internet möglich ist. Hunderte Software-Entwickler kämpfen um stolze Preisgelder sowie um Ruhm und Ehre. Der Wettbewerb findet drei Mal pro Jahr statt - im Frühjahr in Linz, im Herbst in Wien und im Winter in Hagenberg, sowie parallel dazu in Cluj (Rumänien).

Das vollständige Interview mit Prof. Küng steht auf
http://media.catalysts.cc/media/Y0EFhs

Weitere Informationen wie Bilder und Videos werden in den nächsten Tagen auf der Homepage (http://www.catalysts.cc/contest/galerie/) und auf Facebook (http://www.facebook.com/CatalystsCodingContest) veröffentlicht.

Die gesamte Rangliste mit den Platzierungen der Gewinner werden in der "Hall of Fame"
(http://www.catalysts.cc/contest/hall-of-fame/) stehen.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Christoph Steindl; Geschäftsführer
Organisator des Programmierwettbewerbs
Mobil: 0664 / 541 99 41
Mail: steindl@catalysts.cc
www.catalysts.cc
Gruberstraße 19, 4232 Hagenberg

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