Telekom Austria Group stellt neue und konzernweit verfügbare Whistle-blowing Plattform vor

- Anonymität durch spezielle Plattform garantiert - Neuer Code of Conduct seit Oktober 2012 - Compliance Zertifizierung für 2013 angepeilt

Wien (OTS) - Die Telekom Austria Group hat heute ihre neu implementierte Whistle-blowing Plattform vorgestellt. Zielsetzung des "tell.me" genannten Systems ist es, Mitarbeitern wie auch externen Personen die Möglichkeit zu geben, der Unternehmensspitze Informationen über Ungereimtheiten anonym zukommen zu lassen.

"Internationale Studien zeigen, dass Whistle-blowing in der Praxis die wichtigste Quelle für Information über Unregelmäßigkeiten ist. Deswegen sehen wir, neben anderen Informationskanälen, Whistle-blowing als eine besonders gute Möglichkeit, um potentielles Fehlverhalten im Unternehmen aufzudecken", erklärt Martin Walter, Compliance Officer der Telekom Austria Group, den Einsatz des neuen Systems.

Schutz des Hinweisgebers hat Priorität

Die Anonymität und der damit verbundene Schutz des Hinweisgebers sind oberste Priorität der Whistle-blowing Plattform, die vom deutschen Systemhaus Business Keeper AG stammt. Das Business Keeper Management System (BKMS) übermittelt die Informationen des Hinweisgebers über ein Formular an das Unternehmen, Dokumente können beigefügt werden. Bei dem System handelt es sich nicht um eine handelsübliche E-Mail Applikation, sondern um einen Benachrichtigungsdienst, durch den die Anonymität des Hinweisgebers durch technische Mittel sichergestellt wird. BKMS ermöglicht auch die Installation einer Postbox, durch die der Hinweisgeber - weiterhin anonym - Nachrichten vom Unternehmen empfangen kann. Sofern vom Hinweisgeber gewünscht, ist also auch ein Dialog zwischen den Parteien möglich.

Das Hinweisgeberportal für Mitarbeiter und externe Personen, wie zum Beispiel Lieferanten, ist über die Corporate Website www.telekomaustria.com erreichbar. Allen rund 17.000 Mitarbeitern der Telekom Austria Group steht darüber hinaus die Plattform über das jeweilige lokale Intranet zur Verfügung. BKMS garantiert auch bei den über das Intranet abgegebenen Hinweisen Anonymität.

Strenger Formalprozess stellt korrekte Abwicklung sicher

Meldungen, die über das System gegeben werden, werden nach dem Vier-Augen-Prinzip bearbeitet. Die Empfänger von Nachrichten sind die Bereiche Compliance und Internal Audit, die gemeinsam einen eingegangenen Hinweis analysieren, auf Plausibilität prüfen und diesen auf seine Glaubwürdigkeit hin evaluieren. Handelt es sich um einen substantiellen Vorwurf, wird ein Case (Fall) eröffnet und es folgt eine vertiefende, interne Recherche. Martin Walter kommentiert das Case Management: "Wir prüfen Anschuldigungen sehr genau, weil wir keine Vorverurteilung von Verdachtspersonen zulassen. Erhärten sich die Verdachtsmomente, setzen wir die Recherche im Rahmen der gesetzlichen und datenschutzrechtlichen Möglichkeiten fort, bis der Sachverhalt zur Gänze klar ist."

Auch Prävention wird großgeschrieben

Innerhalb des Compliance Management Systems der Telekom Austria Group zählt das neue Hinweisgebersystem zu den reaktiven Maßnahmen. Zu den Präventivmaßnahmen zählen die Richtlinien, die nun erweitert wurden, sowie der vor kurzem eingeführte Code of Conduct (Verhaltenskodex).

"Alle Präventivmaßnahmen, die wir im Laufe dieses Jahres neu aufgestellt bzw. aktualisiert haben, dienen dazu, mehr Klarheit für die Mitarbeiter des Unternehmens zu schaffen. Jeder soll wissen, was erlaubt ist und was nicht. Nur mit dem richtigen Verhalten lassen sich die richtigen Ergebnisse erzielen", erläutert Martin Walter.

Der Code of Conduct definiert die Geschäftsbeziehung zu Kunden, Mitbewerbern, Lieferanten und Dritten. Er gibt auch vor, wie mit Informationen und Daten umzugehen ist und regelt, wie sich die Mitarbeiter bei Interessenskonflikten verhalten sollen, z.B. wenn Verwandte in Vertragsverhandlungen involviert sind. Whistle-blowing ist Teil des neuen Verhaltenskodex der Telekom Austria Group.

In der zweiten Jahreshälfte 2012 traten drei weitere Richtlinien in Kraft, die die Themenkomplexe "Anti-Korruption und Interessenskonflikte" und "Kartellrecht" abdecken, die bereits zuvor vorhandene Richtlinie "Kapitalmarkt Compliance" wurde aktualisiert. Damit werden die im April dieses Jahres bereits veröffentlichten Richtlinien zu den Fragestellungen "Geschenke und Einladungen", "Sponsoring, Spenden und Werbung" sowie "Managementberatung und Lobbying" ergänzt. Somit sind alle wesentlichen Themen klar geregelt.

Zielsetzung 2013: Compliance Zertifizierung

Für das kommende Jahr hat sich Martin Walter mit seinem Team ehrgeizige Ziele gesetzt: Oberste Priorität hat dabei die Zertifizierung des Compliance Management Systems nach dem deutschen Standard IDW PS 980 des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. Der Zertifizierungsprozess wird von PricewaterhouseCoopers durchgeführt. Darüber hinaus sind weitere Schulungen für Mitarbeiter, teilweise Präsenztrainings, teilweise E-Learning, geplant. Martin Walter abschließend: "2013 wollen wir nach der Aufbauphase in den Compliance Regelbetrieb übergehen. Alle geschnürten Maßnahmen zielen darauf, dass die Mitarbeiter Compliance als selbstverständliche Geisteshaltung ansehen - und natürlich auch leben."

Bildmaterial finden Sie in Kürze unter http://rvbd.ly/RkEjK8

Über die Telekom Austria Group

Die an der Wiener Börse notierte Telekom Austria Group ist als führender Kommunikationsanbieter im CEE-Raum mit über 23 Millionen Kunden in acht Ländern tätig: in Österreich (A1), Slowenien (Si.mobil), Kroatien (Vipnet), der Republik Serbien (Vip mobile) und der Republik Mazedonien (Vip operator), Bulgarien (Mobiltel), Weißrussland (Velcom) sowie in Liechtenstein (mobilkom liechtenstein). Der Gesamtmarkt der acht Länder umfasst rund 41 Mio. Einwohner. Die Unternehmensgruppe beschäftigt rund 16.700 MitarbeiterInnen und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 4,45 Mrd. EUR. Das breit gefächerte Portfolio umfasst Produkte und Dienstleistungen im Bereich Sprachtelefonie, Breitband Internet, Multimedia-Dienste, Daten- und IT-Lösungen, Wholesale sowie Payment-Lösungen.

Weitere Informationen unter http://www.telekomaustria.com und auf Twitter http://twitter.com/TA_Group

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Telekom Austria Group, Mag. Peter Schiefer, Konzernsprecher
Tel.: +43 664 66 39131, E-Mail: peter.schiefer@telekomaustria.com

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