Gegen eine "Rechenstift-Wissenschaft": Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen unterstützen Ministerkorrektur

Wien (OTS) - Die Vielfalt der österreichischen Wissenschafts- und Forschungslandschaft ist eine ihrer Stärken. Die Wissenschaftskonferenz unterstützt die Sicht von Bundesminister Karlheinz Töchterle und verlangt für die Organisationen und Institute der unabhängigen, außeruniversitären Forschung, deren Wissenschafts-Finanzierung vor zwei Jahren in Loipersdorf "als Budgetzeile gestrichen" wurde, eine Restitution.

Die Erklärung Töchterles zum "Welttag der Wissenschaft" gibt Mut zur Hoffnung. Für den Präsidenten der Wissenschaftskonferenz Österreich, Prof. DDr. Peter A. Bruck, ist klar: "Minister Töchterle hat Recht, wenn er sagt, dass die grundlegende Voraussetzung für die internationale Performance des österreichischen Wissenschafts- und Forschungsstandorts die nationale Vielfalt ist. Diese ist jedoch vor 2 Jahren den Rechenstiften der Budgetklausur von Loipersdorf zum Opfer gefallen. Es ist notwendig, dass das BMWF-Budget mehr als sechs große Zeilen hat. Nur wenn die Förderstruktur auch der Vielfalt der Landschaft entspricht, ist Qualität nachhaltig zu erhalten."

Gefesseltes Ministerium, verarmte Kommunikation

Der Kahlschlag hat die unabhängigen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen hart getroffen. Spitzenforschung findet nicht nur in den derzeit geförderten Strukturen statt. Die Vizepräsidenten der WiKo, Prof. Dr. Josef Hochgerner und Prof. Dr. Robert Trappl betonen, dass gerade die Forschungsbreite ein Standortkriterium für nachhaltige Exzellenz ist: "Die BMWF Finanzierung wurde in der Breite drastisch auf 6 Bereiche reduziert, das widerspricht genau einer Strategie der Vielfalt. Das Ministerium ist gefesselt. Es kann Gelder ausschließlich innerhalb der sechs "Säulen" vergeben. Und es kann so auch nur mehr mit den Vertretern dieser Säulen-Institutionen kommunizieren. Das BMWF verarmt in der Kommunikation und ist von vielen Aktivitäten in der Wissenschaft- und Forschungswelt abgeschnitten ist. Das muss repariert werden."

Der Wissenschaftskonferenz Österreich (www.wissenschaftskonferenz.at) gehören über 50 wissenschaftliche Einrichtungen und Forschungsorganisationen an.

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Dr. Elke Wiesmayr
Forschungskommunikation
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