Reaktion auf "Statement of Objections" der Europäischen Kommission

Wien (OTS) - "Statt sich gegen die Fusion der zwei kleinsten Betreiber in Österreich zu stellen, sollte die Kommission die Übernahme unterstützen und fördern und damit den Markteintritt von neuen, wettbewerbsfähigen MVNOs erleichtern." Canning Fok, Group Managing Director, Hutchison Whampoa Limited

Wie erwartet, hat in der vergangenen Woche die EU-Kommission ein Statement of Objections hinsichtlich der Akquisition von Orange Austria durch 3 veröffentlicht. Wir haben das Statement analysiert und reagieren auf die Einwände der Kommission wie folgt:

Aus der Sicht von 3 ist der Ansatz der Kommission in dieser vorliegenden Entscheidung falsch und spiegelt die Marktrealität in Österreich nicht ausreichend wider.

- Die Sorge der Kommission, dass eine Verringerung der Anzahl der Betreiber in Österreich von 4 auf 3 den Wettbewerb wesentlich reduzieren könnte, ist unbegründet. 3 hat das Ziel, weiterhin aggressiv als unbestrittener Herausforderer am Markt zu konkurrieren, wie es 3 seit dem Start seines Geschäfts in Österreich und anderswo in Europa immer wieder erfolgreich unter Beweis gestellt hat.

- Während wir nachvollziehen können, dass die Kommission ernste Bedenken hinsichtlich der Reduzierung von 4 auf 3 Anbieter in viel größeren Märkten wie Deutschland, Spanien oder England haben könnte, ist es aus unserer Sicht falsch, diese Logik in einem kleinen Markt von nur acht Millionen Menschen, wie es in Österreich der Fall ist, anzuwenden. In einem derart kleinen Markt sind zufriedenstellende Renditen von Netzinvestitionen nur sehr schwierig zu erreichen, speziell für einen relativ neu am Markt befindlichen Herausforderer wie 3.

- Weiters gab es noch nie zuvor eine Entscheidung in eine intensivere Prüfung in Phase II zu gehen, wenn es um die Zusammenschließung der zwei kleinsten Anbieter in einem Markt ging, die gemeinsam einen Marktanteil von nur 22 % erreichen.

- Nach der Übernahme streben wir an, bis 2015 einen Marktanteil von 30 % zu erreichen. Die Fusion wird 3 die notwendigen Mittel und Möglichkeiten geben, die es braucht, um gegen die beiden dominierenden und etablierten Betreiber zu konkurrieren, die zusammen 78 % der Marktanteile halten. Es hat für 3 mehr als zehn Jahre gedauert, einen Marktanteil von 10 % zu erreichen. Ohne die Übernahme wird unser Ziel, Marktanteile von 30 % zu erlangen, ein fernes bleiben. Mit dem Zusammenschluss könnten wir hingegen unseren Business-Plan mit dem geplanten frühen, landesweiten LTE-Rollout, neuen Produkten sowie Technologien und aggressiver Preispolitik beschleunigen.

- Der Zusammenschluss erzeugt aus diesem Grund einen starken Herausforderer für den Mitbewerb, der notwendige Investitionen tätigen kann. Davon profitieren die Konsumenten, genauso wie von einem schnellen LTE-Roll Out, einer besseren Netzabdeckung und höheren Geschwindigkeiten bei geringerer Netzüberlastung.

- Die vorläufige Schlussfolgerung der Kommission, dass dieser Zusammenschluss den Wettbewerb einschränken wird, ignoriert diese offensichtlichen wettbewerbsfördernden Wirkungen und ist daher aus unserer Sicht falsch. Vielmehr wird der Zusammenschluss den nachhaltigen Wettbewerb in Österreich langfristig sicherstellen.

Die Kommission hat erst kürzlich erklärt, dass ihrer Ansicht nach eine Fusion im Telekommunikationsbereich von Vorteil sein kann, wenn dadurch die Effizienz gesteigert werden kann. Es ist jedoch falsch, anzunehmen, dass man nur mit einem grenzüberschreitenden Zusammenschluss Gewinne erzielen kann.

Es ist hinreichend bekannt, dass die höchste Effizienz mit einer nationalen Konsolidierung von Netzwerk, Verkauf, Marketing und Verwaltung, erreicht werden kann. Die Fusion von 3 und Orange würde all diese Voraussetzungen erfüllen.

Das Angebot von 3: Um eine rasche Genehmigung des Zusammenschlusses zu erzielen (ungeachtet unserer Ansicht, dass der Merger wettbewerbsfördernde Auswirkungen hat), haben wir detaillierte Gespräche mit der Kommission geführt. Wie bereits kommuniziert, haben wir ein äußerst attraktives MVNO-Angebot gestaltet, das einzigartig in Europa ist und zusätzlichen, wirksamen Wettbewerb in Österreich ermöglicht und unterstützt. Unser Angebot, welches durch zwei wesentliche Marktteilnehmer bereits für gut befunden wurde, stellt sicher, dass österreichische Konsumenten eine größere Auswahl an wettbewerbsfähigen Mobilfunkanbietern haben werden. Die Bedingungen für unseren MVNO-Zugang sind äußerst attraktiv und in Europa bislang unerreicht. Das Angebot lässt einen Markteintritt in sämtlichen Marktsegmenten (Sprache, Daten, Prepaid & Postpaid) zu und wir befinden uns derzeit in Gesprächen mit einer größeren Anzahl an weiteren interessierten MVNOs.

Anstatt die Fusion der zwei kleinsten Anbieter Österreichs abzulehnen, sollte die EU-Kommission dem Zusammenschluss zustimmen und den Eintritt von neuen, wettbewerbsfähigen MVNO-Anbietern am österreichischen Markt fördern und anerkennen, dass unser MVNO-Angebot die günstigen Bedingungen schafft, um ebendies möglich zu machen. Genau diese Einsicht, im Gegensatz zur Ablehnung der Fusion, würde ein wettbewerbsförderndes Resultat für Österreich sicherstellen.

Die Kommission sollte die eigene Wettbewerbsfähigkeit von 3 nach der Übernahme mitberücksichtigen und in ihre Überlegungen miteinbeziehen. Die Intensität des Wettbewerbs hängt weitgehend von den zur Verfügung stehenden Mitteln ab, um weiterhin den Markt mit einem besseren Netz in Kombination mit attraktiven Preisen anzuführen. Jede weitere strukturelle oder wirtschaftliche Verpflichtung, die die Kommission 3 auferlegen will, würde die wirtschaftliche Belastung von 3 weiter verstärken und letztendlich die Fähigkeit einschränken, als starker Wettbewerber aufzutreten - zu Lasten österreichischer Verbraucher und der österreichischen Wirtschaft.

Wir werden diese und weitere Punkte in unserer Antwort auf das Statement of Objections der Kommission ausführen und sind zuversichtlich, die Kommission letztendlich von den wettbewerbsfördernden Vorteilen der Übernahme überzeugen zu können. Wir werden weiterhin eng mit der Kommission zusammenarbeiten, um ein positives Ergebnis zu erzielen.

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Maritheres Paul
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