Gehören abgelenkte Fahrer bald der Vergangenheit an?

Göteborg, Schweden (OTS/PRNewswire) - Ein Meilenstein der Fahrzeugtechnologie zur Verringerung der Anzahl von Straßenverkehrsunfällen sowie zur Steigerung der Kraftstoffeffizienz könnte bereits im nächsten Jahrzehnt auf Europas Straßen zu finden sein

Die jüngste Probefahrt markiert die letzte Phase eines dreijährigen Projekts, das einen Einblick in die Entwicklung des nächsten Schritts im Bereich autonome Fahrtechnologie bietet. Seit 2009 ist die Volvo Car Corporation die treibende Kraft hinter SARTRE (Safe Road-Trains for the Environment/Sichere Lastzüge für die Umwelt), einem von der EU geförderten Projekt, das die Vehicle-Platooning-Technologie ihrer realen Umsetzung auf Europas Straßen einen Schritt näher bringt.

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Ziel des Vehicle-Platooning (etwa: Fahrzeug-Fernlenkung) ist die Verbesserung von Sicherheit, Effizienz, Benzinverbrauch und Fahrzeit, während gleichzeitig Verkehrsstaus vermieden und Schadstoffemissionen verringert werden. Die Technologie, die binnen eines Jahrzehnts auf unseren Autobahnen zu finden sein könnte, ermöglicht es dem Fahrer sich einem "Road-Train" (Strassen-Zug) anzuschließen, der von einem professionellen Fahrer angeführt wird. Jedes Fahrzeug erfasst Distanz, Geschwindigkeit und Richtung und passt sich automatisch an das führende Fahrzeug an. Die Fahrzeuge sind nicht physisch miteinander verbunden und können den Straßenzug jederzeit verlassen. Nach Eingliederung in den Road-Train können sich die Fahrer entspannen und die Landschaft bewundern, lesen oder Büroarbeit nachholen, während sich der Straßenzug in Richtung Reiseziel bewegt. SARTRE ist das einzige Projekt seiner Art, das sich auf die Entwicklung einer Technologie konzentriert, die auf herkömmlichen Autobahnen umgesetzt werden kann, ohne dass dabei die aktuelle Infrastruktur verändert werden müsste.

Laut Prognosen der Volvo Car Corporation wird diese Art von Technologie erhebliche Verbesserungen von Verkehrsfluss und Reisezeiten mit sich bringen sowie Umweltvorteile mit einem Energiesparpotenzial von bis zu 20 % auf Reisen. Zusätzlich bietet SARTRE enorme Sicherheitsvorteile. Obwohl Todesfälle durch Verkehrsunfällen auf Europas Straßen im Laufe des letzten Jahrzehnts abgenommen haben, besteht noch ausreichend Verbesserungspotenzial. Ein kürzlich vorgelegter Bericht spricht von über 30.000 Todesfällen auf Europas Straßen im Jahr 2011[1]. Der schwedische Automobilhersteller hat sich zum Ziel gemacht, bis 2020 Todesfälle oder schwere Verletzungen in neuen Volvo-Modellen unmöglich zu machen, und die im Rahmen des SARTRE-Projekts entwickelte Technologie bringt das Unternehmen seinem Ziel einen Schritt näher.

Die langfristige Vision des SARTRE-Projekts ist es, ein Transportsystem zu entwickeln, in dem Buchung, Beitritt und Verlassen eines Road-Trains für Fernfahrten eine reibungslosere Erfahrung darstellen werden als das Zurücklassen des eigenen Fahrzeugs und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Mit dieser letzten Demonstration der Technologie unter Straßenverhältnissen sind nun alle Vorbereitungen getroffen, um die notwendigen Schritte hin zu einer Gesetzgebung einzuleiten, die diese revolutionäre Technologie auf Europas Straßen umsetzbar macht.

Máire Geoghegan-Quinn, Kommissarin für Forschung und Innovation der Europäischen Kommission, äußerte sich folgendermaßen zum SARTRE-Projekt:

"Diese Technologie ist ein vielversprechendes Beispiel für ein innovatives Konzepts zur Einführung eines umweltfreundlicheren, sichereren und intelligenteren Transportsystems. Manchmal muss man über seinen Tellerrand hinausblicken, um nachhaltige Lösungen zu finden. Aus diesem Grund haben wir in unserem Zukunftsforschungsprogramm "Horizont 2020" fast 7 Milliarden für eine intelligentere, umweltverträglichere und integrierte Verkehrsforschung vorgesehen."

Die Fahrzukunft von Morgen könnte schon bald Realität werden. Video: http://www.multivu.com/mnr/56600-volvo-car-corporation

1. http://ec.europa.eu/transport/road_safety/specialist/statistic s/index_en.htm

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