Wie Google, Facebook & Co unser Denken bestimmen

Telekom Austria Group holt Google-Ideas Director Jared Cohen, Polit-Aktivisten Eli Pariser und Philosophen Slavoj Zizek zum future.talk 2012

Wien (OTS) - Noch vor ein paar Jahren galt das Internet als abgeschlossener virtueller Raum - und gleichzeitig als Raum der Freiheit. Mittlerweile ist das Internet mit der physischen Welt und dem Leben der Menschen verschmolzen. Je präsenter Services wie Google oder Facebook im Alltag sind, desto mehr bestimmen sie, wie wir die Welt wahrnehmen. Zum future.talk 2012 holt die Telekom Austria Group daher drei hochkarätige Experten nach Wien, um darüber zu diskutieren, wie das Internet heute unser Denken bestimmt: Jared Cohen, Director des Think Tanks "Google Ideas", Eli Pariser, Aktivist und Autor, und den Kult-Philosophen Slavoj Zizek. Gastgeber Hannes Ametsreiter lädt am 9. Oktober 2012 zum future.talk in die Stallburg der Spanischen Hofreitschule in Wien.

Wo wir leben, was wir kaufen, wohin wir reisen - all das ist "im Netz" längst gespeichert. Der Computer weiß, wie wir entscheiden werden, bevor wir es selbst wissen. So bekommen UserInnen täglich ein maßgeschneidertes Informationsmenü vorgesetzt, das perfekt ihren Geschmack trifft. Das ist sehr bequem. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie sehr sich unsere Realität dadurch verändert. Unter dem Titel "ME MYSELF AND I. How does the Internet shape our thinking?" wird der future.talk auch 2012 wieder für kontroversielle Diskussionen sorgen: Hält uns das Internet einen Spiegel vor, indem es unsere Gedanken liest und uns ein dazu passendes virtuelles Abbild der Welt zeigt? Werden wir im Netz noch mit unterschiedlichen Sichtweisen konfrontiert oder nur mehr mit unserer eigenen? Wenn tatsächlich andere Perspektiven und Widersprüche ausgeblendet werden, bleiben dann Meinungsvielfalt, Innovation und Fortschritt auf der Strecke? Aus unterschiedlichen Blickwinkeln werden sich Jared Cohen, Eli Pariser und Slavoj Zizek der Fragestellung, wie das Internet unser Bild von der Realität beeinflusst, nähern.

Amazon schlägt Bücher vor, die sich mit unseren persönlichen Vorlieben decken. YouTube empfiehlt eine bislang unbekannte Band, die perfekt zu unserem Musikgeschmack passt, und manche behaupten, was man auf Google nicht findet, existiert im Netz nicht. "Kostenlose Services von Google, Twitter und Facebook helfen, sich im Informationsdschungel zurechtzufinden. Sie können aber auch dazu beitragen, dass sich unsere Wahrnehmung verändert. Als Kommunikationsunternehmen verstehen wir es als unsere Aufgabe diesen Entwicklungen nachzuspüren und unsere Kunden dabei zu unterstützen ein Bewusstsein dafür zu entwickeln", sagt Hannes Ametsreiter, Generaldirektor Telekom Austria Group und A1.

Google-Vordenker Jared Cohen

Der aus der Politik kommende Quereinsteiger Jared Cohen ist seit 2010 Director von "Google Ideas". Der "Think and Do Tank" von Google hat es sich zur Aufgabe gemacht, technologische Lösungen für globale gesellschaftliche Herausforderungen zu finden. Jared Cohen zählt laut New York Times, Business Insider und Vanity Fair bereits zu einem der bedeutendsten Amerikanern seiner Zeit. Nach seinen Studienabschlüssen an der Stanford University und der Oxford University war Cohen zwischen 2006 und 2010 im Stab der strategischen Politikplanung im US-Außenministerium tätig und arbeitete sowohl mit Condoleezza Rice als auch mit Hillary Clinton zusammen.

Derzeit realisiert Cohen gemeinsam mit seinem Mentor Google Chairman Eric Schmidt ein Buch mit dem Titel "The Empire of Mind -The Dawn of the Techno-Political Age". Das Buch hat den Anspruch, die erste umfassende Analyse der Verbindung zwischen Technologie, Geopolitik und Weltgeschehen zu sein. So geht es darin um die gegenseitige Beeinflussung von Technologie und globalen politischen Vorgängen und um Ansätze, wie politische Entscheidungsträger, Unternehmen oder Individuen praktisch anwendbare Lösungen finden, um dieser Herausforderung zu begegnen.

Eli Pariser: "Wir leben in einer Blase"

Der studierte Politologe und Rechtswissenschafter, Eli Pariser, machte sich weltweit einen Namen als Polit-Aktivist. Als Geschäftsführer der Firma MoveOn.org löste er einen Hype für Online-Protestbewegungen in ganz Amerika aus. Startschuss dafür waren Parisers Online-Petitionen für nicht-militärische Reaktionen nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Pariser machte auf sich aufmerksam, als in weniger als einem Monat bereits mehr als eine Million Menschen die Petition unterzeichnet hatten. Unter Pariser wurde MoveOn.org zu einer der größten und progressivsten Organisationen, die die Kandidatur Obamas unterstützten.

Eli Pariser rüttelte 2010 mit seinem Buch "Filter Bubble: Wie wir im Internet entmündigt werden" die ganze Branche wach. Er macht in seinem Werk auf die Macht und Realitätsverschiebung der großen Suchmaschinen aufmerksam. Was zuvor noch als die transparenteste und freie Form der Informationsbeschaffung gefeiert wurde, sieht Eli Pariser mittlerweile als Gefahr. Er kritisiert die Filtermechanismen und Suchverfahren die sich "intelligent" mit unseren Meinungen bewegen und persönliche Relevanzen und Prioritäten errechnen.

Slavoj Zizek: Philosoph mit Kultstatus

Zizek ist Direktor des Birkbeck Institute for the Humanities an der Londoner Universität, hat eine Professur an der European Graduate School for Media & Communications in Leuk (Schweiz) und an der Universität Ljubljana (Laibach, Slowenien). Der gebürtige Slowene gilt als einer der wortgewaltigsten Kritiker des gegenwärtigen Gesellschaftssytems sowie als eine der kontroversesten Figuren der zeitgenössischen Philosophie und Psychoanalyse. Slavoj Zizeks weltweite Reputation erbrachte ihm mittlerweile Kultstatus - vor allem als einer der Sprecher der Occupy-Bewegung. So bezeichnet ihn The Chronicle als "The Elvis of cultural theory", und das US-Magazin In These Times betitelte ihn als "An academic rock-star".

Zizeks erste englischsprachige Buchveröffentlichung "The Sublime Object of Ideology" erschien 1989. Seither veröffentlichte Zizek über 20 Monographien, in denen er sich mit Populärkultur und in den letzten Jahren zunehmend mit der politischen Theorie beschäftigte. Seine Forschungen reichen von Populärkultur, politischen Provinzialismus bis hin zur gesellschaftlichen Analyse der großen Hollywood-Blockbuster.Zizeks Texte kreisen um Identitäten, Identitätsbildung und ihre wechselnden Beziehungen zu den sie umgebenden Geflechten aus Ideologien, gesellschaftlichen Verhältnissen und psychischen Konstellationen des Unbewussten.

Mitdiskutieren: "How does the Internet shape our thinking"

Bereits im Vorfeld können Interessierte ihre Fragen an die Experten des future.talk unter dem Hashtag #ftalk12 twittern. Ende September lädt die Telekom Austria Group ein, Tweets und Blogbeiträge zum Thema "How does the Internet shape our thinking?" zu verfassen und unter dem Hashtag #ftalk12 einzureichen. Die interessantesten Beiträge werden ausgewählt, mit Tickets für den future.talk belohnt und in die Diskussion am 9. Oktober 2012 eingebracht. Die Podiumsdiskussion wird als Livestream unter www.futuretalk.com/livestream zu sehen sein.

Alle Details zum future.talk 2012 finden Sie auf www.futuretalk.com und alle aktuellen Informationen auch auf http://www.twitter.com/TA_Group

Bildmaterial zu den Experten des future.talk 2012 finden Sie hier.

Über den future.talk:

Die Veranstaltung future.talk, die 2012 zum elften Mal stattfindet, hat zum Ziel neue Trends zu suchen sowie aktuelle und zukünftige gesellschaftliche Entwicklungen zu diskutieren. Zu den Gästen der vergangenen Jahre zählen u.a. WWW-Erfinder Sir Tim Berners-Lee, Apple-Mitbegründer Steve Wozniak, Facebook-Mitbegründer Chris Hughes, der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan und Al Gore.

Über die Telekom Austria Group:

Die an der Wiener Börse notierte Telekom Austria Group ist als führender Telekommunikationsanbieter im CEE-Raum mit rund 22 Millionen Kundinnen und Kunden in acht Ländern tätig: in Österreich (A1), Slowenien (Si.mobil), Kroatien (Vipnet), Serbien (Vip mobile), Mazedonien (Vip operator), Bulgarien (Mobiltel), Weißrussland (velcom) sowie in Liechtenstein (mobilkom liechtenstein). Der Gesamtmarkt der acht Länder umfasst rund 41 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner. Die Unternehmensgruppe beschäftigt knapp 17.000 MitarbeiterInnen und erwirtschaftet im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 4,5 Mrd. EUR. Das breit gefächerte Portfolio umfasst Produkte und Dienstleistungen im Bereich Sprachtelefonie, Breitband Internet, Multimedia-Dienste, Daten- und IT-Lösungen, Wholesale sowie Payment-Lösungen.

Weitere Informationen unter https://www.telekomaustria.com

Rückfragen & Kontakt:

Telekom Austria Group, Mag.a Michaela Egger, Group Communications
Tel.: +43 664 66 39109, E-Mail: michaela.egger@telekomaustria.com

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