AIT Poster Award 2012: Die GewinnerInnen stehen fest

Zum dritten Mal in Folge standen Arbeiten der DissertantInnen und DiplomantInnen des größten österreichischen außeruniversitären Forschungsinstituts auf dem Prüfstand

Wien (OTS) - "Der Poster Award 2012 steht im Zeichen der AIT Strategie und der Potentiale für eine wirtschaftliche Verwertung unserer wissenschaftlichen Ergebnisse. Es ist uns ein Anliegen bereits NachwuchswissenschafterInnen anzuregen über die Verwertungsoptionen ihrer Arbeiten nachzudenken. Gleichzeitig geben die Präsentationen Einblicke in die neuesten Entwicklungen am AIT." betont Prof. Dr. Wolfgang Knoll, Managing Director des AIT Austrian Institute of Technology im Zuge der Preisverleihung.

Die hohe Kunst der Poster-Erstellung im Wissenschaftsbereich wurde heute, am 27. Juni, von den Innovationspartnern AIT, tecnet equity und accent im Rahmen des AIT Poster Award 2012 gewürdigt.

Die Award-Kriterien

Die Kriterien nach denen die eingereichten Poster von der Jury beurteilt wurden, waren klar vordefiniert und nur die besten Präsentationen hatten die Chance ins Finale zu kommen. Die wichtigsten Voraussetzungen dafür waren:

  • Innovationsgrad der Forschung
  • Relevanz der Thematik im jeweiligen Forschungsfeld
  • Beitrag des Projektes zu einer Research Area
  • Anbindung des wissenschaftlichen Themas an Kooperationsprojekte
  • Kreativität der Anwendungsfelder
  • USP und Kundennutzen der Lösung

Jury sieht kontinuierliche Entwicklung in der Qualität der eingereichten Projekte

Wie bereits in den vergangenen Jahren setzte sich die Jury des AIT Poster Awards 2012 aus der Geschäftsleitung des AIT und jeweils zwei VertreterInnen von tecnet equity und accent Gründerservice GmbH zusammen.

"Die hohe Qualität der Einreichungen, eine gute Einbettung in die AIT Strategie und das hohe Wissen der KandidatInnen darüber machte die Auswahl der GewinnerInnen schwer.

Die Jury hat sich nach langer Beratung auf drei Arbeiten einigen können, die sich von den anderen Präsentationen hervorgehoben haben. Ausschlaggebend dabei waren die schlüssige und nachvollziehbare Darstellung des Themas und die Verwertungsoptionen. Die Verwertung ist ein besonderes Anliegen von tecnet equity, die sich damit intensiv mit ihrer Patentverwertung und ihrem Venture Fonds auseinandersetzt. Deshalb ist es uns eine große Freude, am AIT Poster Award mitzuwirken", so DI Dr. Doris Agneter, Geschäftsführerin der tecnet equity Technologiebeteiligungs-Invest GmbH.

"Gerade Menschen mit universitärem oder wissenschaftlichem Hintergrund haben bei der Präsentation ihrer wissenschaftlichen Arbeiten Schwierigkeiten sie so darzustellen, dass die Wirtschaft das Potential dahinter gleich erkennt. Accent ist als Förder- und Beratungseinrichtung darauf spezialisiert technologieorientierte und wissensintensive Start-ups zu unterstützen. Mit dem AIT Poster Award haben wir ein perfektes Instrument, mit dem das Bewusstsein bei den WissenschafterInnen für die wichtigen Schritte geschärft wird.", Mag. Michael Moll, Geschäftsführer der accent Gründerservice GmbH.

Die GewinnerInnen

Platz 1: Sandra Seichter

Sandra Seichter, Energy Department, Development of a novel wind channel to investigate condensation effects on heat exchangers (Diplomarbeit)

Wärmepumpensysteme zeigen hohes Potential in unterschiedlichen Anwendungsfeldern. Unter anderem auch in der Biomasse-Verbrennung zur Nutzung der Abwärme des Rauchgases. Die Entwicklung optimierter Kondensatoren erfordert nicht nur die Entwicklung neuer Konzepte und Komponenten, sondern auch die Verfügbarkeit von Infrastruktur zur Analyse dieser Systeme. Die Arbeit befasste sich mit der Entwicklung eines miniaturisierten Windkanals, der einerseits zur Erhöhung der Effizienz von Biomasseanlagen beiträgt und andererseits ein breites Anwendungsspektrum im Industriebereich eröffnet.
Der Kandidatin gelang es das Thema und dessen mögliche Marktperspektive sehr kompetent und umfassend darzustellen. Das Poster war klar strukturiert und enthielt sämtliche geforderten Aspekte. In der Präsentation konnte Sandra Seichter sowohl marktbezogene Fragen als auch Fragen zur weiteren Entwicklung und Verwertungsoptionen gut argumentieren. Insgesamt ließ die Präsentation auf ein umfassendes Verständnis des Anwendungspotentials schließen.

Platz 2: Johann Weichselbaum

Johann Weichselbaum, Safety & Security Department, Accurate and Reliable Stereo Vision Based Obstacle Detection as Part of a Complex Sensor System for an Autonomous Train (Diplomarbeit)

Autonome Systeme bieten ein vielfältiges Potential in vielen Mobilitätsbereichen - Fahrerassistenzsysteme, autonome Fahrzeuge, Robotik oder in unbemannten Flugzeugen. Gleichzeitig gibt es eine Vielzahl technologischer Möglichkeiten autonomes Fahren zu unterstützen bzw. zu ermöglichen. Die Erkennung von Hindernissen ist dabei ein wesentliches Element, um einen sicheren Betrieb autonomer Systeme zu gewährleisten.

Johann Weichselbaum stellte sehr anschaulich die möglichen Anwendungsfelder und deren Potentiale dar und beschrieb in einer Roadmap die unmittelbaren weiteren Entwicklungsschritte.

Platz 3: Muhammad Naveed

Muhammad Naveed, Health & Environment Department, Microbial inoculants for crop enhancement (Dissertation)

Die Sicherstellung der Versorgung der Weltbevölkerung mit Nahrungsmitteln stellt weltweit eine der zentralen Herausforderungen dar. International wird daher an Verfahren und Lösungen zur Steigerung des Ertrags geforscht. Über die letzten Jahre wurde am AIT eine hohe Kompetenz im Bereich der Endophyten aufgebaut, die nicht nur exzellente wissenschaftliche Ergebnisse liefert sondern auch in konkrete Umsetzungsschritte geht.

Der Kandidat adressierte sehr ausführlich die Möglichkeiten für eine Verwertung der Forschungsergebnisse und die Umsetzung mit potentiellen Partnern. In einer Roadmap wurden die nächsten Schritte klar aufgezeichnet und das Potential für längerfristige Aktivitäten dargelegt.

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Mag. Michael H. Hlava
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