OTSconnect: Wie multi muss Media sein?

OTSconnect-Branchenfrühstück: Expertinnen und Experten diskutierten über Trends zu Online-Videos für Medienplattformen sowie die PR

Wien (OTS) - In einer Minute werden laut einer aktuellen Studie
von "Social Jumpstart" zwei Millionen Videos auf YouTube angeschaut. Videos sind aus sozialen Netzwerken und Internetplattformen nicht mehr wegzudenken. Wie aber müssen Videos gestaltet sein, damit sie das Publikum erreichen und begeistern? Welche Do's und Dont's gibt es in der Videoproduktion? Diese und weitere Fragen wurden beim OTSconnect-Branchenfrühstück am Mittwochvormittag im Radiokulturhaus unter der Moderation von Alexander Raffeiner diskutiert.

Marcus Hebein, Leiter APA-MultiMedia, sah einen erforderlichen Aspekt und die große Stärke von Videos im Faktor Emotion: "Wenn der nicht dabei ist, zahlt sich das Video meistens nicht aus." Dementsprechend falle auch die redaktionelle Entscheidung, zu welchen tagesaktuellen Themen Videos angeboten werden. Für Peter Morawetz, Leiter des Albatros-Verlags, der unter anderem das Video-Magazin MMflash produziert, ist ebenfalls klar: "Ein Video muss beides haben:
Information und Emotion."

Das Publikum sei durch ständigen TV- und Videokonsum kritisch und bemerke Fehler sofort, war sich die Podiumsrunde einig. Kristina Benkotic, Projektleiterin Digital beim WirtschaftBlatt, betonte: "Das Wirtschaftsblatt muss professionelle Videos liefern, Top-Qualität muss produziert werden. Wir kennen unsere Zielgruppe sehr genau. Hauptsächlich werden wir von Beschäftigen im Top-Management gelesen." Michael Baumgartner von der Video-Kreativagentur TreeTop Advertising warnte besonders davor, in Videos zu übertreiben: "Es ist wirklich wichtig, dass die Videos dem jeweiligen Thema angemessen sind und eine klare Botschaft erkennbar ist. Hier muss beim Kunden Aufklärungsarbeit stattfinden."

"... wobei es in der Videoproduktion oftmals einen Unterschied gibt, was der User will und was der jeweilige Kunde von der Videoproduktion erwartet", ergänzte Georg Klauda von Goldbach Audience Austria. So seien - Stichwort Emotion - beim Publikum im Internet besonders Clips aus dem Chronik-Bereich beliebt, wozu auch Unfälle, Kriminalität und Katastrophen gehören - in diesem Umfeld möchten sich die Werbetreibenden jedoch nicht positionieren. Bei der Vermarktung sieht Klauda nach wie vor ein Problem der mangelnden Reichweite in Österreich. "Das Wachstum ist von der Reichweite abhängig. Auch eine Segmentierung (nach Geschlecht oder Alter) ist bei Online-Videos leider noch nicht möglich."

In der Unternehmenskommunikation, etwa zu großen Events oder Pressekonferenzen, würden Videos allmählich ebenfalls - neben Text und Bild - zum Standard gehören. Für PR-Treibende hatten die Betreiber von Video-Redaktionen am Podium den Tipp, möglichst Rohmaterial in überschaubarer Länge sowie ausreichende Zusatzinformationen anstatt fertiger Videoclips anzubieten.

Über OTSconnect

Die Veranstaltungsreihe OTSconnect vernetzt PR-Praktiker aus verschiedenen Bereichen mit Medienvertretern und Kommunikationsexpertinnen und unterstützt sie dabei, ihr tägliches Handwerkszeug zu komplettieren. OTSconnect findet viermal im Jahr im RadioKulturhaus statt.

Die ganze Veranstaltung zum Nachhören unter:
http://tvserver.ots.at/blog/20120509_otsconnect.mp3

Bilder abrufbar unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/2958

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Barbara Rauchwarter
Unternehmenssprecherin
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