Greenpeace "gefällt" neues Serverzentrum von Facebook

Umweltorganisation ruft Social-Media-Riesen dazu auf, Erneuerbare Energie zu Standard zu machen

Amsterdam/Wien (OTS) - Greenpeace begrüßt die Ankündigung des Social-Media-Riesen Facebook, im schwedischen Lulea ein neues ökologischeres Serverzentrum zu errichten, das überwiegend mit erneuerbarer Energie betrieben werden soll. Facebook macht damit 20 Monate nachdem Greenpeace die "Unfriend Coal"-Kampagne gestartet hat, den ersten Schritt in die richtige Richtung. Insgesamt rund 700 000 Facebook-User hatten die Kampagne unterstützt. Jetzt ruft die Umweltorganisation Facebook dazu auf, diesen Schritt in Richtung Erneuerbarer Energie zum Standard in allen Serverzentren weltweit zu machen.

"Mit der Errichtung dieses neuen Serverzentrums, das vorwiegend mit Erneuerbaren Energien betrieben werden soll, macht Facebook einen großen Schritt vorwärts. Wir erwarten von ihnen jedoch weitere Investitionen in Erneuerbare Energien. Der IT-Sektor ist einer der größten Energieverbraucher auf der Welt und der Social-Media-Riese und Marktführer Facebook kann eine beispielgebende Rolle in der Entscheidung spielen, ob wir weiterhin eine schmutzige 'Cloud' haben oder nicht", erklärt Greenpeace-Konsumentensprecherin Claudia Sprinz.

Der Bedarf an Elektrizität steigt weltweit enorm, der Energieverbrauch von Datenzentren gehört zu den am schnellsten wachsenden. In den Vereinigten Staaten, wo etwa 40 Prozent aller Serverzentren betrieben werden, stieg der Energieverbrauch in den Jahren 2007 bis 2010 um fast 40 Prozent.

Im April 2011 veröffentlichte Greenpeace den Report "How Dirty is Your Data?" ("Wie schmutzig sind ihre Daten?") und damit Berechnungen, wie hoch der Anteil an Kohlekraft ist, den Facebook für den Betrieb der eigenen Server braucht. "Unsere Berechnungen ergeben, dass jedes einzelne amerikanische Serverzentrum von Facebook in etwa dieselbe Menge an Elektrizität verbraucht wie 30 000 amerikanische Haushalte", so Sprinz.

Auf die Greenpeace-Kampagne "Unfriend Coal" reagierte Facebook mit der Umsetzung einiger sehr wichtiger Schritte, um ein "grüneres Facebook" zu gestalten. "800 Millionen Facebook-Usern 'gefallen' die heutigen guten Nachrichten über ein grüneres Facebook mit Sicherheit. Dennoch fordern wir den Social-Media-Riesen auf, zukünftige Serverzentren nur noch dort zu bauen, wo sie mit erneuerbarer Energie betrieben werden können. Außerdem muss Facebook mehr dafür tun, Transparenz in seinen gesamten ökologischen Fußabdruck zu bringen und diesen schrittweise zu verkleinern, ähnlich wie es Google bereits anstrebt. Und Facebook muss auf die Firmen, mit denen es bereits Verträge hat und die sich zu einem großen Teil auf Kohlekraft verlassen, Druck ausüben, damit sie ihr Geschäftsgebaren ändern und sich ebenfalls Erneuerbaren Energien zuwenden", fasst Sprinz die Greenpeace-Forderungen zusammen.

Weitere Informationen:
http://marktcheck.greenpeace.at/cloudcomputing.html
http://marktcheck.greenpeace.at/google-transparenz.html

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