Google bei MobileMonday #12: Weniger reden, mehr tun!

Wien (OTS) - Nostalgisch erinnerte der zwölfte MobileMonday am 17. Oktober in Wien an längst vergangene Gadgets wie Walkmans, Pager & Co. Die Experten am Podium verdeutlichten, wie das Mobiltelefon solche Geräte und noch vieles mehr für uns innerhalb weniger Jahre ersetzt hat.

"'Schau, dass du eine Telefonzelle in der Nähe hast', lautete der Ratschlag an Journalisten, die vor 20 Jahren über einen Banküberfall berichten wollten", erzählte Moderator Marcus Hebein, Leiter von APA-MultiMedia und Moderator des gestrigen MobileMondays, über den Journalisten-Alltag, bevor Telefone zu unseren ständigen Begleitern wurden.

Kinder können eher Smartphone bedienen als Schuhe binden

"Es werden am Tag mehr Android Mobile Devices aktiviert (nämlich 550.000), als Babys weltweit geboren", so Stefan Hentschel, Mobile Advertising Chef von Google im DACH Raum, und bestätigte damit, wie rasend sich das Smartphone verbreitet. Diese Verbreitung hat natürlich auch Folgen, denn, so zitierte Hentschel aus einer aktuellen AVG-Studie: "Nur 9 Prozent aller Kinder können ihre Schuhe binden, aber 19 Prozent wissen bereits, mit einem Smartphone umzugehen."

Vom Walkman zu Simfy: Plattenfirmen habens verschlafen

Wer simfy nutzt, hat 13 Millionen Songs ständig in der Hosentasche. Gute, alte Musikträger wie Walkman, Discman & Co. haben längst ausgedient. Revolutionär ist dabei der ganz neue Zugang zu Musik, beschrieb Tobias Schiwek, Co-Founder der Musikplattform simfy:
"Wir bewegen uns weg von der alten Denke, Musik downloaden und auf Festplatten horten zu müssen. Stattdessen kann man aus 13 Millionen Songs jederzeit das hören, worauf man Lust hat." Natürlich, so Schiwek, geht damit auch die Angst einher, nichts mehr im klassischen Sinne zu "besitzen". Doch die Zahlen beweisen das Gegenteil: Bereits 60 Prozent des digitalen Musikumsatzes werden durch Streaming-Dienste gemacht, nur 40 Prozent durch Downloads.

Social Games: Snake ist out, Eichhörnchenschleudern ist in!

Nicht nur Musik wird gehört, auch gespielt wird fleißig mit dem Handy, und das nicht erst seitdem es Smartphones gibt. Überraschend ist dabei der große Anteil weiblicher Spielerinnen, die mit 60 Prozent der User von itsmy Games klar in der Mehrheit sind. Das Smartphone war dabei für viele Gamer der Auslöser, erzählte Antonio Vince Staybl, CEO und Co-Founder des Spieleherstellers itsmy Games:
"34 Prozent der Spielerinnen und Spieler haben die Welt des Gamings erst mit dem Smartphone für sich entdeckt". Gespielt wird nicht nur zum Zeitvertreib, sondern auch, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben und neue Bekannschaften zu schließen. "Mit einem Anteil von 33 Prozent wächst diese Gruppe am stärksten", so Vince Staybl. Gesellschaftsspiele wie das gute, alte Quartett haben damit nicht ausgedient, sondern einen neuen Kanal gefunden. Wer blinkende Superkarten kaufen möchte, um sich von anderen abzuheben, kann das innerhalb der itsmy-Apps auch tun. "Wir verzeichnen etwa sechs Prozent In-Game-Buyers", so Staybl, "und das eher am frühen Nachmittag, weniger Nachts und Morgens."

ÖAMTC: 56 Prozent wollen Spritpreis wissen

Auf den Smartphone-Zug ist auch der ÖAMTC längst aufgesprungen. Mit rund 350.000 App-Installationen kann man sich den günstigsten Spritpreis suchen, Staus vermeiden und Pannenhilfe holen. Laut Harald Kalleitner, Product Manager Web/Mobile beim ÖAMTC, liegt die höchste Nutzung des Services morgens um 8 bis 9 Uhr und am späteren Nachmittag zwischen 16 und 18 Uhr: "Etwa 56 Prozent der Anfragen beziehen sich auf Spritpreise", so Kalleitner. Doch auch Pannen können die 1,8 Mio ÖAMTC-Mitglieder via App melden. Der Vorteil? Mittels GPS wird der Fahrer geortet, durch die Mitgliedschaft weiß der ÖAMTC bereits, um welches Fahrzeug es sich handelt, und es kann schneller geholfen werden.

Google: Unternehmen hinken zwei Jahre hinterher

Der User nutzt die Möglichkeiten, die das Smartphone bietet, schon sehr gut aus. Der Mobile Advertising Chef von Google glaubt, dass es bereits 2013 mehr mobile als stationäre Web-Surfer geben wird. Im Gegensatz zu ÖAMTC, Simfy und Itsmy Games laufen die meisten Unternehmen aber Gefahr, den Zug zu verpassen: Nur acht Prozent der österreichischen Unternehmen haben eine mobile Website, so Stefan Hentschel. Die Gründe dafür sind oft fehlende Ressourcen und mangelndes Budget: "Die Unternehmen hinken den Usern gute zwei Jahre hinterher." Daher wünscht er sich, dass manchmal ein bisschen weniger geredet und ein wenig mehr getan wird.

Über MobileMonday Austria

MobileMonday (MoMo) hat in über 150 Städten weltweit eine globale Community mobiler Visionäre geschaffen - und ist seit 2009 endlich auch in Österreich zu Hause. Finanziell ermöglicht wird der MobileMonday Austria durch Sponsoren, im Jahr 2011 unterstützen die Initiative die Hauptsponsoren HEROLD, Nokia und die APA - Austria Presse Agentur.

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Mag. (FH) Aleksandra Nagele
Co-Founder MobileMonday Austria
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