25 Jahre VÖSI & Impact-Analyse: Software- & IT-Sektor 2011 - Arbeitsmarkteffekte

Wien (OTS) -

  • Software/IT-Branche schafft 420.000 Arbeitsplätze
  • Platz 1 im Branchenvergleich der Kaufkrafteffekte
  • VÖSI Forderungen an die Politik

Seit über 10 Jahren liegt nun wieder eine umfassende wissenschaftlich fundierte Studie zur österreichischen Software- und IT-Branche vor. Ein durchschnittliches österreichisches Unternehmen im Bereich IT hat einen Personalaufwand von ca. EUR 199.000 und einen Umsatz von etwa EUR 610.000. Es konsumiert dabei etwa EUR 340.000 an Vorleistungen und tätigt Investitionen von knapp EUR 30.000. Durchschnittlich sind rund 3,4 Personen (Vollzeitäquivalente) im Unternehmen beschäftigt. Mit einem gesamten Personalaufwand von über 4,6 Mrd. EUR und mehr als 8 Mrd. EUR an konsumierten Vorleistungen wird somit österreichweit ein Umsatz von über 14 Mrd. EUR erzielt.

Auf dem derzeitigen Aktivitätsniveau der Software- und IT-Industrie in Österreich betragen die durchschnittlichen (Produktions-) Multiplikatoren derzeit rund 1:4,2 für die Arbeitsplätze (Effekt eines neuen Arbeitsplatzes in der Software- und IT-Branche auf den gesamten Arbeitsmarkt) bzw. 1:3,1 für in Vollzeitäquivalenten (ein Job in der Software- und IT-Branche bringt gesamtwirtschaftlich 3,1 Vollzeitarbeitsplätze).

Der Software- und IT-Bereich schafft somit direkt insgesamt knapp 100.000 Jobs in Österreich (81.000 Vollzeitäquivalente). Durch Vorleistungen kommen indirekt noch einmal rund 115.000 Arbeitsplätze dazu (knapp 82.000 Vollzeitäquivalente). Darüber hinaus werden in allen anderen Branchen in der Gesamtwirtschaft durch Kaufkrafteffekte weitere mehr als 155.000 Jobs geschaffen (etwa 110.000 Vollzeitäquivalente). Da gerade im Software- und IT-Bereich Freelancer quantitativ bedeutsamen sind, wurden die dadurch geschaffenen Arbeitsplätze in der Gesamtberechnung separat behandelt. Dadurch resultieren weitere mehr als 25.000 Jobs (etwa 18.000 Vollzeitäquivalente). In Summe ergeben sich daher gesamte Beschäftigungseffekte von etwa 420.000 Arbeitsplätzen, entsprechend 310.000 Vollzeitäquivalenten.

Positiver Blick in die Zukunft

Trotz der derzeit noch labilen Wirtschaftslage geht aus der Befragung der Unternehmen im Software- IT-Bereich deutlich hervor, dass diesem Wirtschaftssektor nicht nur langfristig, sondern auch kurzfristig ein überdurchschnittliches Wachstum vorausgesagt wird. Auf einer Skala von -5 bis +5 wird die gesamtwirtschaftliche Entwicklung mit +1,11 eingeschätzt, im Vergleich dazu jedoch die Entwicklung des Softwaresektors mit +1,81, jene des IT-Sektors insgesamt mit +1,77, die Unternehmensentwicklung sogar mit +1,86.

VÖSI Erwartungen an die Politik

Die Wahrnehmung der Branche als Chance in Anbetracht von 400.000 direkt bzw. indirekt Beschäftigten und ein breiter Dialog mit zuständigen Gremien.

Der VÖSI plädiert für eine Software & IT Offensive:
- Jugend muss für IT & Software begeistert werden
- Ausbildungsoffensive in Pflichtschulen
- Praxisrelevante Hochschullehrgänge und Studien
- Administrative/steuerliche Erleichterungen um Wertschöpfung im Land zu binden
- Innovative Unternehmen und helle Köpfe im Land halten
- Transformation von Industriegesellschaft zu einer hochqualifizierten Informatikgesellschaft
- Leitbetriebe der öffentlichen Hand intensivieren Investitionen in Software & IT "Made in .at"
- und vieles mehr

Für die Umsetzung dieses Wunschkataloges kann auf Seite der Politik nur ein IT-kompetenter zentraler Ansprechpartner als Koordinator fungieren.

VÖSI Erwartungen an die Wirtschaft

Die Erwartungen des VÖSI an die Wirtschaft umfasst einen breiter Dialog mit den Interessensvertretungen wie Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung, Universitäten/Fachhochschulen/BHS sowie die Einbeziehung der Big Player. Ziel ist die Bündelung aller Interessen für ein "Softwareland Österreich".

Angaben zur Studie

Die Studie wurde im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts der UBIT Wien und des VÖSI durchgeführt und stellt ein Teilprojekt der Gesamtstudie "Impact-Analyse: Der Software- und IT-Sektor in Österreich 2011" dar. Im Rahmen einer empirischen Erhebung wurden 8.625 zufällig ausgewählte Unternehmen österreichweit elektronisch befragt, wobei 378 gültige Fragebögen (Rücklaufquote 4,4%) erhalten wurden.

Über den Verband Österreichischer Software Industrie (VÖSI)

Der Verband Österreichischer Software Industrie ist eine Interessengemeinschaft der bedeutendsten österreichischen IT-Unternehmen. 1986 gegründet, sind derzeit rund 35 große und mittlere Software- und IT-Dienstleistungsunternehmen im VÖSI organisiert. Ziel des VÖSI ist es, die österreichische Softwareindustrie zu unterstützen und eine starke Interessenvertretung für all jene zu sein, die in dieser zukunftsträchtigen, bewegten Branche arbeiten. Dazu gehört neben einer kontinuierlichen Öffentlichkeitsarbeit auch das Lobbying bei Ämtern, Behörden und Politikern.

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Klaus Veselko
Leiter VÖSI Arbeitskreis "PR"
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