Neue Wege für Investitionen in Telekommunikationsinfrastruktur

Alpbach (OTS) -

  • Aktuelle Studie zur volkswirtschaftlichen Bedeutung der IKT- Branche
  • Forderungen an die Politik: Rahmenbedingungen für Investitionsanreize und Frequenzversteigerung schaffen
  • Gemeinsame Infrastrukturnutzung ermöglichen

Das Austrian Economics Center hat im Auftrag von T-Mobile Austria die volkswirtschaftliche Bedeutung der österreichischen Telekominfrastruktur untersucht. Die Erkenntnisse dieser Studie geben Anlass zur Sorge: Auch wenn Österreich bei der Breitbanddurchdringung knapp über dem EU-27-Schnitt liegt und 73% der Haushalte einen Breitbandanschluss haben, findet sich Österreich nicht an der Spitze der IKT-Nationen wie vom Regierungsprogramm 2008 angestrebt. Die Mobilfunkbranche leistet einen wesentlichen Beitrag zur Breitbanddurchdringung: 15% der österreichischen Haushalte haben einen mobilen Breitbandanschluss, somit liegt Österreich innerhalb der EU auf Platz 3 bei der Breitbandpenetration im Mobilfunk. "In der Spitze der IKT-Nationen" (Regierungsprogramm) liegt Österreich dennoch bei weitem nicht! Trotz dieser mobilen Erfolgsgeschichte fällt die Alpenrepublik im Networked Readiness Index 2009/10 vom World Economic Forum auf Rang 20 zurück (2008: 16).

Aus der Studie des Austrian Economic Centers geht unter anderem hervor, dass gerade die Bedeutung der Infrastruktur der Telekommunikationsbranche immer noch deutlich unterschätzt wird. In der Telekommunikationsbranche liegt der Schwerpunkt mindestens so stark auf der Infrastruktur wie im Verkehrssektor, wo es um Schienen-oder Straßennetze geht. "Dass der Zug ein Gleis zum Fahren braucht, leuchtet jedem ein. Dass man aber kontinuierlich in ein Netz, eben eine technische Infrastruktur, investieren muss, um mobil zu telefonieren, SMS zu verschicken und das mobile Internet zu nutzen, wird von vielen - vor allem von wichtigen Entscheidungsträgern -außer acht gelassen", so DI Robert Chvátal, Vorsitzender der Geschäftsführung T-Mobile Austria. "Diese Studie zeigt, dass es an der Zeit ist, die volkswirtschaftliche Bedeutung der IKT-Branche anzuerkennen."

Bereits 2007 erklärte der damalige Infrastrukturminister Werner Faymann, Infrastruktur sei die "Voraussetzung für den Wirtschaftsstandort und für die Wettbewerbsfähigkeit von heute und morgen"*. Eine gute Infrastruktur ist demnach die Basis für Österreich, wieder eine Spitzenposition im Ranking der IKT-Nationen einzunehmen. Die Studie zeigt auch auf, dass die Kosten der IKT-Infrastrukturerrichtung in den letzten 20 Jahren gesunken sind. Der weitere Ausbau des IKT-Kapitalstocks ist volkswirtschaftlich notwendig, erfordert aber auch eine betriebswirtschaftliche Rentabilität. Das ist aber durch regulatorische Markteingriffe erheblich erschwert. Letztlich sind Investitionen von den Kosten der Infrastrukturerrichtung, den erwarteten Umsätzen, Terminierungsentgelten, der Wettbewerbsintensität und schließlich auch vom Investitionsrisiko abhängig.

Investitionen sind rückläufig, weil Rahmenbedingungen fehlen Die Untersuchung des Austrian Economic Centers zeigt, dass die Investitionsquote, also der Invest-Anteil der jeweiligen Wertschöpfung, in Österreich bei 34% und damit deutlich über den 24% der EU27 liegt. Seit 2000 jedoch ist die Investitionstätigkeit in der österreichischen IKT-Branche deutlich gesunken! Gemessen am Anteil der Investitionen liegt Österreich bei den IKT-Ausgaben unter dem EU-27 Durchschnitt. Die Telekommunikations-investitionen sind seit dem Jahr 2001 deutlich gefallen und nunmehr auf dem Niveau von Anfang der 80er Jahre! Während 2001 noch Euro 1,5 Milliarden in Telekommunikation investiert wurden, war es 2009 nur noch ein Drittel dieses Betrages und davon wiederum wurden nur mehr Euro 272,5 Millionen in den Mobilfunk investiert.

Im Vergleich: "T-Mobile Austria investierte im gleichen Zeitraum Euro 109 Millionen und tätigte damit 40% der Mobilfunk- und 21% der Telko-Investitionen.", zitiert DI Wolfgang Kniese, Geschäftsführer Finanzen von T-Mobile, aus der Studie: "Im Jahr 2010 waren es weitere 116 Millionen Euro für den Netzausbau. Dazu kommt, dass die österreichische IKT Branche eine überdurchschnittlich hohe heimische Wertschöpfung genießt, nur Euro 50 Millionen (oder 22 %) fließen ins Ausland."

Gemeinsame Infrastrukturnutzung ermöglichen

Infrastruktur auszubauen, um den Weg neuer Technologien zu ermöglichen ist sehr kostenintensiv. Daher ist es umso wichtiger, Einschränkungen bei der gemeinsamen Infrastrukturnutzung von Mobilfunkbetreibern zu beseitigen und somit volkswirtschaftliche Ineffizienz zu vermeiden. Schließlich bewirkt die Kostenteilung eine höhere Investitionsbereitschaft der Unternehmen. "In Ländern wie Polen und Schweden ist die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur bereits Realität - diese beiden Länder haben die Zeichen der Zeit und die volkswirtschaftliche Bedeutung erkannt", zeigt Chvátal auf. "Sogar im (traditionell staatlich monopolistischen) Bereich der Verkehrsinfrastruktur setzt sich der Gedanke durch, dass es einen Infrastrukturbetreiber gibt und darauf ein privater Wettbewerb ausgetragen wird.

Die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur ist ein Schritt in die richtige Richtung - um volkswirtschaftliche Effizienz zu beweisen muss jedoch auch noch die Aufgabe der Frequenzversteigerung gelöst werden.

Klare Rahmenbedingungen für Frequenzversteigerungen

Leistungsfähiges mobiles Breitband erfordert die zügige und zeitlich synchronisierte Versteigerung der Frequenzen, sei es der Frequenzbereich der Digitalen Dividende oder aber die Neuversteigerung bestehender Frequenzen.

"Eine rasche Versteigerung und eine damit einhergehende technologieneutrale Nutzung der Frequenzen erhöht die Investitionssicherheit und vor allem den Investitionsanreiz. Und auch hier sollte für die österreichische Regierung der volkswirtschaftliche Nutzen der Spektrumsnutzung an erster Stelle stehen und nicht die Maximierung der Einmalerlöse.", fordert Chvátal.

Dass die IKT Branche einen höheren Stellenwert in den Köpfen der relevanten Entscheidungsträger haben sollte, hat diese Studie bewiesen, ebenso dass eine höhere politische Bedeutung der Telekommunikation dringend erforderlich ist. Das Regierungsziel, "dass sich Österreich in der Spitze der IKT-Nationen positionieren soll", muss ernsthaft adressiert werden und nicht nur von Lippenbekenntnissen gekennzeichnet sein.

"Wir brauchen eine aktualisierte IKT-Strategie der Maßnahmen folgen, die der Bedeutung dieser Branche Rechnung tragen. Als internationaler Konzern müssen wir wissen woran wir in Österreich sind und wie weit wir planen können", so Chvátal abschließend.

* Quelle: OTS0054, 2007-06-19/09:43

ÜBER T-MOBILE:

T-Mobile Austria ist mit 3,8 Millionen Kunden der zweitgrößte Mobilfunkanbieter Österreichs und gilt als der Innovationstreiber der Branche. Die beiden Marken "T-Mobile" und "tele.ring" sprechen unterschiedliche Zielgruppen an: T-Mobile lebt den Slogan "Gemeinsam mehr erleben" und bietet Innovationen rund um Smartphones, Services und Applikationen. Die Marke tele.ring ist der erfolgreiche Preisführer am österreichischen Mobilfunkmarkt. 2010 investierte T-Mobile 116 Millionen Euro in den Netzausbau mit HSPA+ und den Aufbau der vierten Mobilfunkgeneration LTE.

T-Mobile beschäftigt 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wurde 2010 von "Great Place to Work" als einer der besten Arbeitgeber Österreichs ausgezeichnet. Das Unternehmen erreichte 2011 Platz 3 bei der Wahl zum kundenorientiertesten Dienstleister Österreichs. T-Mobile hat seinen Hauptsitz im T-Center am Rennweg nahe der Südost-Tangente und neben den 48 T-Mobile Shops auch Vertriebsniederlassungen in Salzburg, Innsbruck, Graz und Klagenfurt.

T-Mobile Austria ist eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom AG und gehört damit zu einem der führenden Kommunikationsunternehmen weltweit. Dank der internationalen Ausrichtung des Unternehmens profitieren T-Mobile Kunden auch im Ausland von einer breiten Palette an Produkten und Services.

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