Telekom Austria AG: Personalvertretung zeigt sich besorgt über das Halbjahresergebnis

Personalvertretung stimmt im Aufsichtsrat für die Einbringung der Schadensersatzklage und Rückforderung der Stock-Option Prämien aus 2004

Wien (OTS) - Die Personalvertretung stimmte im gestrigen Aufsichtsrat der Telekom Austria der Einbringung der Schadensersatzklage und Rückforderung der Prämien aus 2004 zu. Im Zusammenhang mit den Kursmanipulationen hinsichtlich des Stock-Option Programms hat die Personalvertretung bereits in der Vergangenheit lückenlose Aufklärung und Konsequenzen gefordert. Dazu A1 Zentralausschuss-Vorsitzender Walter Hotz: "Die Weichen für eine vollständige Aufklärung wurden im Aufsichtsrat gestellt. Die zu unrecht bezogenen Prämien müssen ausnahmslos zurückgezahlt werden und jene die für die Manipulationen verantwortlich sind müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Kein Mitarbeiter würde verstehen, wenn Rückforderungsansprüche nicht geltend gemacht werden!"

Im Zusammenhang mit den Halbjahreszahlen zeigte sich die Personalvertretung sehr besorgt wegen der wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns. Das schwierige Umfeld in Bulgarien, Kroatien, aber vor allem Weißrussland belastet das Ergebnis massiv. Unter diesen Gesichtspunkten ist es notwendig, die derzeit verfolgte Finanzpolitik neu zu überdenken. Hohe Dividendenausschüttungen der letzten Jahre haben die Unternehmenssubstanz erheblich reduziert. Das Eigenkapital ist von mehr als EUR 2,82 Mrd. (2006) auf EUR 755 Mio. (Halbjahr 2011) zusammengeschrumpft. Dazu TA Holding Betriebsrat Alexander Sollak: "Ein operativ gutes Unternehmen wie die TA wird durch die falsche Finanzpolitik auf immer wackligere Beine gestellt. Dividendenausschüttungen die wesentlich höher ausfallen als die Jahresgewinne sind speziell in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld und in einer angespannten Wirtschaftslage sehr gefährlich. Die Eigenkapitalentwicklung macht uns allen große Sorgen."

Holding-Finanzvorstand Hans Tschuden wurde indes vom Aufsichtsrat für weitere fünf Jahre verlängert. Die Personalvertretung hat diese Entscheidung auf Grund der derzeit schwierigen Situation des Konzerns mitgetragen. Dazu die Betriebsräte Walter Hotz und Alexander Sollak:
"Wir erwarten uns zukünftig eine vernünftige Finanzpolitik, um die schwierigen Zeiten gut zu bewältigen und für neue Herausforderungen gewappnet zu sein, aber auch Chancen wahrnehmen zu können. Eine ausreichende Eigenkapitaldecke und eine moderate Dividendenpolitik gehören da jedenfalls dazu."

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Vorsitzender der Personalvertretung
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