Picus setzt auf das E-Book

Der Wiener Picus Verlag öffnet ein neues Kapitel und tritt mit 50 Titeln in die Welt des E-Books ein.

Wien (OTS) - Mit durchaus gemischten Gefühlen verfolgt die Buchbranche seit geraumer Zeit den Wandel, der durch den Aufschwung des elektronischen Lesens zu erwarten ist und diskutiert darüber, wie damit umzugehen ist. Während in den USA bereits deutlich mehr als zehn Prozent der Bücher nicht mehr gedruckt, sondern in Form von E-Books verkauft werden, schwanken die Angaben aus den europäischen Ländern zwischen eineinhalb und sechs Prozent Marktanteil für das digitale Buch. Die Verschiebungen der Marktanteile haben also gewiss noch nicht ihren Höhepunkt erreicht, einstweilen beginnen sich aber die Vertriebsstrukturen für das "neue" Produkt herauszubilden, wobei vor allem die klassischen Buchanbieter und Apple im Internet die Nase vorn haben.

Die Verlage im deutschsprachigen Markt reagieren auf die neue Herausforderung, die ja nicht bloß eine neue Umsatzhoffnung, sondern zuerst einen zusätzlichen Kostenfaktor bedeutet, unterschiedlich, überwiegend aber noch zögerlich.

Der Picus Verlag macht nun einen großen Schritt in die digitale Buchwelt. Seit 1. August sind 50 Titel des Verlags - die Novitäten 2011 aus den Programmbereichen Belletristik, Lesereisen, Reportagen und Sachbuch sowie ausgewählte Backlisttitel - als E-Book nach und nach bei allen Anbietern und über die Verlagswebsite verfügbar, noch im laufenden Jahr will man die Zahl der lieferbaren E-Books auf 100 erweitern und auch die Backlist breit verfügbar machen. "Es ist eindeutig eine Investition in die Zukunft", erklärt Alexander Potyka, Verleger des Picus Verlags. "Wir wollten aber nicht länger zuwarten und halten die technischen und strategischen Rahmenbedingungen für ausreichend gereift. Wir gehen nicht von unserem primären Ziel ab, erstklassige Bücher erstklassig gedruckt und in bester Ausstattung anzubieten, aber wir wollen für unsere Autorinnen und Autoren auch jene Leserinnen und Leser erreichen, die an dem neuen Medium Freude finden."

Wie im Printbereich setzt der Verlag übrigens auf die Fertigung der Bücher in Österreich: Die E-Books des Picus Verlags werden von dem Wiener Startup Nakadake produziert.

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Alexander Potyka, Picus Verlag
potyka@picus.at
+43.1.4081821
www.picus.at

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