Sicher surfen in den Sommerferien: Worauf Eltern bei der Internetnutzung ihrer Kinder achten sollten

Ein Gespräch mit Medientrainer Jörg Kabierske

Bad Rodach (OTS) - Ferienzeit ist auch Spielzeit. Wenn dann noch Wolken den Sommer verdunkeln, nutzen Kinder und Jugendliche den PC noch häufiger als sonst. Ab welchem Alter können Eltern ihre Kinder unbeaufsichtigt im Netz surfen lassen? "Grundschulkinder sollten gar nicht ohne Aufsicht ins Internet gehen. Ab der 5. Klasse ist das möglich", rät Medientrainer Jörg Kabierske, Referent auf dem 1. JAKO-O Familien-Kongress in Österreich (9. Oktober 2011 in Bad Ischl, www.jako-o.at/familienkongress ). Wichtig sei aber in jedem Fall, die Surfzeit zu beschränken. Und: "Eltern sollten die Lieblingsseiten der Kinder kennen und nach jedem Aufenthalt im Internet mit ihren Kindern über das Erlebte sprechen", so der Medienexperte.

Jörg Kabierske wird auf dem JAKO-O Familien-Kongress über das Thema "Mein Kind: Computersüchtig? ? Wie sehe ich, was mein Kind im Internet macht?" sprechen. Vorab beantwortet der Experte Eltern wichtige Fragen zum Thema Internet und PC.

Wie viele Stunden sollte mein Kind maximal täglich im Internet verbringen?

Grundschulkinder müssen nicht ins Internet, außer für Lern- und Leseportale. Eine wichtige Rolle spielt Bildschirmzeit an Fernseher, Computer und Konsolen insgesamt. Mehr als 30 Minuten täglich ist für die Entwicklung der Kinder nicht förderlich. Bei älteren Kindern darf es natürlich mehr sein. Wichtiger als die reine Zeit am Computer ist die emotionale Abhängigkeit des Kindes vom PC. Folgt auf ein Spielverbot ein Wutanfall? Dominiert das Internet den Tagesplan des Kindes? Ist das der Fall, ist eine längere Computerpause ratsam. Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind bildschirmfreie Alternativen, die Spaß machen.

Mein Kind möchte auch im Urlaub online sein. Sollen wir das Laptop mitnehmen?

Prinzipiell sollten Smartphone, Laptop oder mobile Spielkonsolen zu Hause bleiben. Urlaub ist eine Auszeit vom Alltag. Die freie Zeit bietet die Chance für gemeinsame Aktivitäten, gerade auch ohne Computer und Co.

Wenn mobile Geräte mitgenommen werden, sollten sie möglichst so benutzt werden, dass alle davon profitieren: Das Kind kann mit dem Smartphone die Reiseroute und wichtige Infos zum Urlaubsort recherchieren, Musik während der Autofahrt abspielen oder ein kreatives Familien-Urlaubs-Video drehen. Gerade im Urlaub sollten Eltern aber darauf achten, dass sich die Kinder nicht abkapseln und die Konsolen-Zeit auf eine halbe Stunde pro Tag begrenzen.

Man hört immer mehr von Cybermobbing in sozialen Netzwerken wie Facebook oder SchülerVz. Wie kann ich mein Kind davor schützen?

Cybermobbing meint das Ausgrenzen, Beleidigen oder Bedrohen eines Mitglieds der Internet-Gemeinschaft durch andere Mitglieder. So ist es für die Mobbing-Opfer sehr belastend, wenn zum Beispiel peinliche Bilder mit boshaften Bemerkungen ins Internet gestellt werden. Deswegen gilt: Sich nicht von Fremden ausfragen lassen, in sozialen Netzwerken und anderen Webseiten möglichst keine persönlichen Informationen wie die Adresse, Telefonnummer, Religionszugehörigkeit und Details preisgeben, die einen auffindbar und angreifbar machen. Und vor allem: das persönliche Login nicht weiterverraten, auch nicht dem allerbesten Freund.

Wie helfe ich meinem Kind, wenn es gemobbt wird?

Dann ist es wichtig, dem Kind Rückhalt zu geben und ihm das Gefühl zu vermitteln, dass es seine Eltern um Hilfe bitten kann und sich nicht für die Bilder oder Einträge zu schämen braucht. Gleichzeitig sollten Eltern versuchen, die entsprechenden Daten aus dem Netz löschen zu lassen. Beispielsweise entfernt YouTube Filme von seiner Website. Auch Google ist bereit, die entsprechenden Einträge aus seiner Trefferliste zu entfernen. Und: Bitte auch die Schule über Mobbing-Vorfälle im Internet informieren. Lehrer können in einem klärenden Gespräch die Mobbing-Situation entschärfen und den Täter zur Löschung der Daten aus dem Netz bewegen.

Expertenwissen aus erster Hand: 1. JAKO-O Familien-Kongress in Österreich

Praktische Tipps und Expertenwissen für Eltern bietet der 1. JAKO-O Familien-Kongress am 9. Oktober 2011 in Bad Ischl. Der Kongresstag ist prall gefüllt mit Veranstaltungen zu Themen wie Erziehung, Schule oder Pubertät. Die Kosten betragen 95,- Euro. Darin enthalten sind die Besuche der Seminare von 11 Fachreferenten, persönliche Kongressunterlagen und die komplette Verpflegung während des Kongresses.

Weitere Informationen und Anmeldung zum 1. JAKO-O Familien-Kongress in Österreich: www.jako-o.at/familienkongress oder unter der kostenfreien Telefonnummer 00 800 / 22 44 88 00

Zur Person: Jörg Kabierske

Als Initiator von Klicksalat(R) (www.klicksalat.de) trainiert Jörg Kabierske Schüler, Eltern und Lehrer im Umgang mit den Gefahren durch Internet, PC und Handy. Klicksalat(R) führte mittlerweile an über 250 Schulen Workshop-Tage durch und informierte ca. 300.000 Schüler und 30.000 Eltern sowie Lehrer. Jörg Kabierske ist Vater zweier Kinder und lebt in Regensburg. Nach seinem Studium der Geisteswissenschaften und mehrjähriger Tätigkeit in der IT-Branche als Personal- und Marketingleiter hat er sich auf das Medientraining von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen spezialisiert.

Hinweis für Journalisten: Jörg Kabierske steht für Interviews und Leseraktionen zur Verfügung.

Über JAKO-O

Die JAKO-O GmbH ist mit mehr als 1,5 Millionen Kunden einer der großen Spezialversender in Deutschland. Zu den Produkten zählen Kinderkleidung und alles für das Kinderzimmer, Spielsachen für drinnen und draußen sowie Materialien zum Lernen, Lesen und Basteln. Mit der Initiative "Ideen für ein kinderfreundliches Land" setzt sich JAKO-O für Kinder und Familien ein. Um ihren Wünschen und Bedürfnissen im politischen Geschehen mehr Gewicht zu verleihen, initiierte das Unternehmen die JAKO-O Bildungsstudie, schickte das JAKO-O Mobil auf den Weg und gab den Anstoß für eine Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes auf kindertypische Produkte und Dienstleistungen. Die Kompetenzen rund um die Themen Erziehung, Schule, Partnerschaft und Familienmanagement stärkt JAKO-O mit eigenen Familien-Kongressen. Eine verantwortungsvolle Herstellung ist JAKO-O wichtig: der Betrieb ist nach EG-Öko-Audit-Verordnung zertifiziert und bietet immer mehr Artikel an, die den Oeko-Tex(R) Standard 100 erfüllen und deren gesamte Produktionskette den Richtlinien von bluesign(R) folgt.

JAKO-O wurde 1987 gegründet und gehört neben dem Spielwarenhersteller HABA sowie dem Kindergarten- und Schulausstatter Wehrfritz zur HABA-Firmenfamilie. Inhaber und geschäftsführender Gesellschafter ist Klaus Habermaaß. Die HABA-Firmenfamilie beschäftigt im nordbayerischen Bad Rodach (Oberfranken) etwa 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für ihre familienfreundliche Unternehmenspolitik wurde die gesamte HABA-Firmenfamilie bereits mehrfach mit dem Zertifikat zum Audit berufundfamilie(R), einer Initiative der gemeinnützigen Hertie-Stiftung, ausgezeichnet.

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