Vater verlangt Bestrafung der Tochter wegen Facebook - Kommentar

Vater fühlte sich durch Facebook-Mitteilung der Tochter beleidigt und bringt Privatanklage ein

Graz (OTS) - Am 29.6.2011 hat das Bezirksgericht Wolfsberg darüber zu entscheiden, ob ein Facebook-Kommentar einer 18-Jährigen beleidigend im Sinne des § 115 StGB ist oder nicht.

Dem beim Bezirksgericht Wolfsberg anhängigen Strafverfahren ging ein längeres Unterhaltsverfahren voraus und kam es im Februar 2011 bezüglich der Überweisungsmodalitäten zwischen Vater und Tochter zu unterschiedlichen Ansichten. Über das Verhalten des Vaters entrüstet schrieb die 18-Jährige auf der Social-Network Plattform Facebook den Kommentar "i vastehs a net warum unser vota des greste orschloch is wos frei umadum rennt auf dera wöt" (Ich verstehe es nicht, warum unser Vater das größte Arschloch ist, welches frei herumrennt auf dieser Welt).

Nachdem der Kindesvater diesen Kommentar, welcher ohnedies nur einen eingeschränkten Benutzerkreis zugänglich war, gelesen hatte, brachte er, welcher sich beschimpft und verspottet fühlte, und seine Tochter den Kommentar zwar entfernte sich jedoch nicht für die Äußerung entschuldigte, eine Privatanklage im Sinne des § 115 StGB beim Bezirksgericht Wolfsberg ein.

Ob Facebook-Kommentare nunmehr dazu geeignet sind den Tatbestand einer Beleidigung im Sinne des Strafgesetzbuches zu erfüllen, wird ungeachtet dass es ein Kindesvater zum Anlass nimmt die gerichtliche Bestrafung seines Kindes wegen eines derartigen Kommentars zu fordern, nunmehr das Bezirksgericht Wolfsberg zu entscheiden haben.

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