Fünfte Runde der Diskussionsreihe twenty.twenty: Social Information Management

Intelligenz nach dem Ende der Gesellschaft

Wien (OTS) - Die Qualität der Diskussion zum Thema "Social Information Management. Wie wird die Gesellschaft in Zukunft mit Information umgehen?" am vergangenen Mittwoch entsprach den Außentemperaturen - sie wurde sehr hitzig geführt. Die Keynote zur fünften Veranstaltung von twenty.twenty hielt Prof. Manfred Faßler von der Goethe-Uni Frankfurt. Für ihn stellen Digitalisierung und die Selbstorganisation der Menschen in Netzwerken den traditionellen Gesellschaftsbegriff in Frage. Die Ausbildung einer informationellen Intelligenz wird somit zur Grundvoraussetzung menschlichen Lebens. Dazu gehört auch die Kunst des Vergessens.

A1 und The Gap haben am Mittwoch zur fünften Veranstaltung der Reihe twenty.twenty in den HUB Vienna eingeladen. Am Ende einer intensiven Diskussion über den künftigen Umgang mit Informationen stand die Erkenntnis, dass Informationstechnologien konstituierendes Element der menschlichen Kultur geworden sind. Die zentrale Aufgabe besteht heute und auch im Jahr 2020 darin, die entsprechenden Kulturtechniken dafür auszubilden.

Informationelles Management sozialer Beziehungen

Zu Beginn stellt Faßler die Themenstellung von twenty.twenty auf den Kopf. Für ihn geht es nicht um Social Information Management, sondern um informationelles Management sozialer Zusammenhänge. Mit dem World Wide Web hat sich etwas entwickelt, das traditionelle gesellschaftliche Institutionen und vor allem die Territorialität in eine schwere Krise gestürzt hat. Eine digitale globale Mittelklasse von etwa 2 Milliarden Menschen organisiert sich im und über das Netz - und das über Landesgrenzen und staatliche Institutionen hinweg.

Mythos Vollständigkeit - oder die Kunst des Vergessens

In einem Punkt waren sich alle Diskutanten einig: Die Diskussion über die viel beklagte Flut an Informationen ist müßig. Faßler bezeichnet sie als "Gespensterdiskussion". Einerseits gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Fülle der Daten zu verarbeiten und andererseits gehört es zu den wichtigsten menschlichen Eigenschaften, auch Mut zur Lücke zu haben und vergessen zu können. Auch Helmut Hackl, Betreiber der Plattform http://www.pocket.at, plädiert für einen entspannteren Umgang mit der Fülle an Daten. Als "digitaler Mobilist" bereitet er täglich aus hunderten Feeds News für seine Leser auf. Dennoch ist er überzeugt, dass er nichts Wesentliches versäumt, wenn er einmal für eine gewisse Zeit nicht online ist.

Filtern, archivieren, verarbeiten

Bettina Kann, Leiterin der Hauptabteilung Digitale Bibliothek der Österreichischen Nationalbibliothek, hakt bei Faßlers Ausführungen über die Entterritorialisierung ein. Die Aufgabenstellung für die Nationalbibliothek, nur österreichische "born digital" Websites zu archivieren, muss neu diskutiert werden. Ebenso gilt es, die Kriterien zu hinterfragen, nach denen archiviert wird. In Zukunft könnte es durchaus möglich sein, dass diese auch von der Crowd definiert oder zumindest mitgestaltet werden. Andreas Blumauer von der Semantic Web Company sieht große Fortschritte in der Verarbeitung von Daten. Semantische Technologien finden immer größere Verbreitung. Vor allem auch, weil sich das Verständnis durchsetzt, dass Semantik "nicht im Backend aufhört" und das User Interface immer mehr an Bedeutung erlangt. Für ihn sind die "Magier" der Zukunft diejenigen, die Daten pointiert und aussagekräftig visualisieren können.

Digital Literacy als Generalthema

Interessanterweise schließt die Diskussion über den Umgang mit Information beim Thema des letzten twenty.twenty an. Am Schluss des intensiven Austausches über Selektionskriterien und Filtermechanismen, das Verhältnis von biologischer und digitaler Welt stand einmal mehr die Erkenntnis, dass Bildung bzw. Digital Literacy der Schlüssel sind. Faßler meint: "Im Bildungssystem hat Informatik noch immer den Stellenwert eines Hilfsmittels. Dabei ist sie schon längst eine Kulturtechnik." Wenn traditionelle Institutionen erodieren und die Organisation sozialer Beziehungen zunehmend in der Digitalität stattfindet, brauchen die Menschen die entsprechende Intelligenz, damit umzugehen.

Die Beiträge zur twenty.twenty Blogparade sind auf http://www.twentytwenty.at zu finden und die Tweets mit dem Hashtag #future2020 sind auch auf der Facebook-Page von twenty.twenty nachzulesen: http://www.facebook.com/exploring2020

The Gap

The Gap schreibt für die kreative Zielgruppe in all ihren Ausprägungen und Spielarten über (Pop-) Kultur, Kunst, Medien, Digitales, Mode, Lifestyle, Medien, Politik etc. - es diskutiert, reflektiert, kritisiert und zelebriert. Dabei stehen nicht Produkte im Vordergrund, sondern Zusammenhänge, Phänomene, Blickwinkel und Zugänge. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei österreichischen Kreativen, ihren Werken und Wirkungsumfeldern.

Gemäß dem offenen Weltbild der Heftmacher wie -leser steht The Gap seit jeher auch für den inhaltlichen Leitsatz: Anything goes!

A1 - Mobilfunk und Festnetz aus einer Hand

A1 ist mit 5,1 Mio. Mobilfunkkunden und 2,3 Mio. Festnetzanschlüssen Österreichs führendes Telekommunikationsunternehmen, das aus einer Fusion von Telekom Austria TA AG und mobilkom austria AG im Juli 2010 entstanden ist. Die Kunden profitieren von einem umfassenden Gesamtangebot aus einer Hand: Sprachtelefonie, Internetzugang, Daten- und IT-Lösungen, Mehrwertdiensten, Wholesale-Services und mobile Business- und Payment-Lösungen. Die Marken A1, bob und Red Bull MOBILE stehen für Qualität und smarte Services.

A1 ist Teil der Telekom Austria Group - einem führenden Telekommunikationsunternehmen im CEE Raum. Die Telekom Austria Group ist in acht CEE Ländern tätig.

A1 (Rechtspersönlichkeit: A1 Telekom Austria AG) beschäftigt rund 9.700 Mitarbeiter. Generaldirektor ist Dr. Hannes Ametsreiter, zugleich auch Generaldirektor der Telekom Austria Group und Member of the Board der GSM Association (GSMA) - dem internationalen Interessenverband der Mobilfunkindustrie.

A1 (Rechtspersönlichkeit: A1 Telekom Austria AG) hat 2010 einen Umsatz von 3.064,2 Mio. Euro, ein bereinigtes EBITDA von 1.032,4 Mio. Euro und ein Betriebsergebnis von 225 Mio. Euro erwirtschaftet. Der Umsatz der Telekom Austria Group im Jahr 2010 betrug 4.650,8 Mio. Euro, das bereinigte EBITDA 1.645,9 Mio. Euro und das Betriebsergebnis lag bei 437,9 Mio. Euro.

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