Experten: IT wird wieder stärker zum Innovationsmotor

Touchpads und Smartphones entwickeln sich zur Infodrehscheibe - Trend zu Social Computing und vereinfachter Benutzerführung - IT muss auf höhere Ansprüche reagieren

Wien (OTS) - Das Pendel in den IT-Abteilungen schwingt wieder in Richtung Innovation. Nach Jahren der Konzentration auf Kostenreduktion "wird Informationstechnologie im Unternehmen derzeit wieder stärker zum Motor für Erneuerungen", erklärte Georg Petritsch vom Managementberater Accenture bei einem Event der APA-E-Business-Community gestern, Donnerstagabend, in Wien.

Angetrieben wird diese Entwicklung vom Trend zu Social Computing, vereinfachter Benutzerführung und neuen Erkenntnissen über das Kundenverhalten. Die Firmen "schauen jetzt wieder auf Wachstum, wodurch der 'War for Talents' erneut zum Thema wird", so Petritsch. Mitarbeiter hätten heute allerdings höhere Ansprüche an die IT. "'Das geht nicht' wird nicht mehr so einfach akzeptiert", erläuterte der Experte.

Auf Fragen, warum man beruflich keinen Tablet-PC verwenden darf, müsse die IT Antworten finden. Besonders die Millennials - also jene Jahrgänge, die schon mit Internet und Handy aufgewachsen sind -würden die "coole" Technologie, die sie privat verwenden auch am Arbeitsplatz erwarten. Die Gesellschaft sieht Petritsch derzeit "eigentlich schon am Limit, mit dem was Technologie kann. Vielleicht müssen wir die jüngsten Innovationen erst verdauen."

Mittelstand hat stark investiert

Vor allem die Mittelständler hätten in schlechten Zeiten stark in Innovationen investiert, sagte Andreas Muther, Geschäftsführer von SAP Österreich. Das und die hohe Flexibilität seien aktuell ein großer Vorteil. Unternehmen, die ihre Geschäftsprozesse in der Krise nicht rasch genug angepasst hätten, gebe es jetzt nicht mehr.

Trotz Hypes wie dem iPad hält er die klassischen Themen - Einkauf, Human Resources und Reporting - nach wie vor für die wichtigeren. Neue Endgeräte "werden nichts ändern, wenn die Systeme dahinter nicht richtig funktionieren", gab sich Muther überzeugt.

Touchpads und Smartphones könnten sich als Informationsdrehscheibe durchsetzen, erwartet Manfred Traumüller von HP Österreich. Allerdings werde man weniger über Geräte und mehr über Services beziehungsweise Apps reden. Die künftige Rolle der IT ist für ihn "ganz klar Broker dieser Services zu sein".

Hier würden die letztendlich wettbewerbsrelevanten Entscheidungen fallen, welche Leistungen am besten selbst zu erbringen seien und bei welchen man an Flexibilität und Effizienz gewinne, "wenn sie beispielsweise über die Cloud bezogen werden", erklärte Traumüller.

Die IT müsse herzeigen, was möglich wäre, und von den Fachbereichen einfordern, sich Gedanken über das "ob" und "wie" eines eventuellen Einsatzes zu machen, sagte Gerald Klima, Geschäftsführer der APA-IT. Wertschöpfende Innovation benötige jedenfalls ein ausgewogenes Verhältnis von "technology push" und "market pull".

Tablets könnten "mittelfristig Papier ersetzen"

Die meisten Impulse für Innovationen würden von außen kommen. "Entscheidend ist, wie man damit umgeht", so Klima. Als große Innovation am Printmediensektor sieht er Tablets, "weil sie das Potenzial haben, mittelfristig Papier zu ersetzen".

Deutliche Veränderungen im Arbeitsalltag erwartet Oliver Krizek, Vorstandschef von Navax Consulting. "Zurzeit geht der Trend in drei Richtungen: Integration, Usability und Mobility. Das heißt, die User starten nur mehr eine einzige Applikation für alle Tätigkeiten, diese ist intuitiv ohne Schulungsaufwand zu bedienen und alles läuft auf Smartphones und Tablet-PCs", so Krizek.

Das sollte auch die Akzeptanz steigern. Vor allem im Software-Bereich würden Unternehmen große Summen in Programme investieren, "die die Mitarbeiter nicht nutzen, weil sie zu umständlich und zu kompliziert sind. Wir sprechen hier nicht von einigen wenigen Querköpfen. Hier geht es um bis zu zwei Drittel der User", sagte Krizek.

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