Diskussion zu "Allgemeinbildung 2020" bei twenty.twenty: Bildung in der Netzwerkgesellschaft

Nicht Wissensfässer füllen, sondern Flammen entzünden

Wien (OTS) - Gestern Abend folgten etwa 70 Gäste der Einladung von A1 Telekom Austria und The Gap, ihre Gedanken zum Thema "Allgemeinbildung 2020 - media literacy in times of digital revolution" zu teilen. Bereits im Vorfeld waren zahlreiche Diskussions- und Blogbeiträge für die vierte Veranstaltung der Reihe twenty.twenty eingelangt - unter anderem auch von Hannes Androsch und Konrad Paul Liessmann. Ursula Maier-Rabler, Professorin am ICT&S Center an der Universität Salzburg, betonte in ihrem Eingangsreferat, dass sich mit dem Wandel hin zu einer Netzwerkgesellschaft auch Bildungsziele und Bildungspraxis ändern müssen. Im Vordergrund steht nicht mehr die lineare Weitergabe von Wissen. Bildung muss vielmehr auf den souveränen Umgang mit Wissen abzielen und die Fähigkeiten zur Kooperation in Netzwerken vermitteln.

"Wir müssen weg von einer Antwortkultur, hin zu einer Fragekultur." Mit diesem Satz beschrieb Maier-Rabler die wichtigste Kompetenz für die Nutzung digitaler Medien und betonte damit gleichzeitig auch die kulturelle Dimension des Umgangs mit ihnen. Informationen sind im Internetzeitalter längst keine Mangelware mehr. Mit den Tools, die oft unter dem Sammelbegriff Web 2.0 zusammengefasst werden, ergeben sich neue Möglichkeiten, Informationen zu teilen, zu kommentieren und so in Kooperation mit anderen zu Wissen zu veredeln. Dabei solle aber immer eine konkrete Frage formuliert werden oder ein Problem, das es zu lösen gibt. Rupert Corazza, Bildungsforscher im Stadtschulrat für Wien, nannte die "kritische Urteilsfähigkeit im Umgang mit Medien" als eine wichtige Kompetenz, die in der Bildung vermittelt werden muss. Auch er betonte, dass das Internet Teil unseres Lebens ist und sein sollte: "Computer auf, Kind rein. Anders geht es nicht." Lehrern und Eltern kommt in Lernprozessen immer stärker die Rolle von Begleitern statt klassischen Wissensvermittlern zu, stellte Bernadette Bayrhammer fest. Sie ist Redakteurin bei DiePresse.com und für das Lehrerportal Lehrer.DiePresse.com verantwortlich. Jörg Hofstätter zeigte neue Möglichkeiten in der Wissensvermittlung auf. In seiner Onlineagentur Ovos wird ein Spiel entwickelt, das die Inhalte des Physikunterrichts auf interaktive Weise vermittelt. Dieses Serious Game wurde gemeinsam mit Pädagogen erarbeitet und bereits an mehreren Schulen auf Praxistauglichkeit getestet.

Voneinander und miteinander lernen

Auch wenn die Diskussion im HUB Vienna zum Teil kontroversiell war, in einem Punkt bestand Einigkeit: Starre Lehrpläne, Frontalunterricht und die Einteilung des Schultages in Einheiten zu 50 Minuten helfen nicht bei der Ausbildung der nötigen Kompetenzen. Die Fähigkeit, neue Technologien zum persönlichen, gesellschaftlichen und ökonomischen Vorteil zu nutzen, sind heute schon notwendig und werden es noch viel stärker im Jahr 2020 sein.

Hierzulande sind Begriffe wie Bildung oder lebenslanges Lernen oft negativ behaftet. Dennoch kommt es in einer sich immer schneller verändernden Welt mehr darauf an, die Kreativität im Umgang mit der Veränderung zu fördern und die entsprechenden Fähigkeiten dafür auszubilden. In einer Netzwerkgesellschaft heißt das vor allem Lernen in der Peergroup. Ein Bespiel ist das Projekt PoliPedia, ein von Schülern und Lehrern gemeinsam betriebenes Wiki zum Themenkomplex Demokratie-Politik-Partizipation, das Maier-Rabler wissenschaftlich begleitet. Das bedeutet aber auch, dass der Bildungsbegriff entstaubt werden und Lernen Freude machen muss. "Schüler sind nicht Fässer, die man füllen muss, sondern Flammen, die man entzünden soll", zitierte Jörg Hofstätter einen Lehrer, der intensiv an dem Physik-Game mitgearbeitet hat.

Mehr Infos sowie die gesammelten Beiträge zu twenty.twenty finden sich auf der Website: http://www.twentytwenty.at

Presseinformationen finden Sie im A1 Telekom Austria Newsroom unter http://newsroom.a1telekom.at/

A1 Telekom Austria - Mobilfunk und Festnetz aus einer Hand

A1 Telekom Austria ist mit 5,1 Mio. Mobilfunkkunden und 2,3 Mio.Festnetzanschlüssen Österreichs führendes Telekommunikationsunternehmen, das aus einer Fusion von Telekom Austria und mobilkom austria im Juli 2010 entstand. Die Kunden profitieren von einem umfassenden Gesamtangebot aus einer Hand:
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A1 Telekom Austria ist Teil der Telekom Austria Group - einem führenden Telekommunikationsunternehmen im CEE Raum. Die Telekom Austria Group ist in acht CEE Ländern tätig. Im Segment Österreich werden rund 9.700 Mitarbeiter beschäftigt. Generaldirektor ist Dr. Hannes Ametsreiter, zugleich auch Generaldirektor der Telekom Austria Group und Member of the Board der GSM Association (GSMA) - dem internationalen Interessenverband der Mobilfunkindustrie.

Das Segment Österreich hat 2010 einen Umsatz von 3.064,2 Mio. Euro, ein bereinigtes EBITDA von 1.032,4 Mio. Euro und ein Betriebsergebnis von 225 Mio. Euro erwirtschaftet. Der Umsatz der Telekom Austria Group im Jahr 2010 betrug 4.650,8 Mio. Euro, das bereinigte EBITDA 1.645,9 Mio. Euro und das Betriebsergebnis lag bei 437,9 Mio. Euro.

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