Fischler, Hammerl, Petritsch, Schmidt und Voggenhuber engagieren sich bei Respekt.net

Wien (OTS) - Franz Fischler, Elfriede Hammerl, Wolfgang Petritsch, Heide Schmidt und Johannes Voggenhuber werden sich zukünftig gemeinsam bei der Online-Plattform Respekt.net engagieren, gaben die fünf heute im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt. Die Projektbörse Respekt.net fördert gesellschaftspolitisches Engagement in Österreich, indem sie Initiativen von Bürgern und Vereinen mit Geldgebern zusammenbringt. Die fünf wollen mit ihrer Teilnahme dafür sorgen, dass die Zivilgesellschaft gestärkt wird und wichtige Anliegen der Bevölkerung mehr Gehör finden.

In den ersten fünf Monaten seit dem Start wurden auf Respekt.net mehr als 100.000 Euro von 300 privaten Geldgebern für 36 gesellschaftlich engagierte Projekte gespendet. Weitere 16 eingereichte Projekte suchen derzeit rd. 70.000 Euro von privaten Geldgebern. "Die Zwischenbilanz entspricht unseren Erwartungen an die Aufbauphase. Durch das Engagement der fünf Persönlichkeiten, Franz Fischler, Elfriede Hammerl, Wolfgang Petritsch, Heide Schmidt und Johannes Voggenhuber, erwarten wir einen deutlichen Zuwachs bei neuen Projekteinreichern und Geldgebern", so Martin Winkler, Präsident von Respekt.net.

Die Mitarbeit von Fischler, Hammerl, Petritsch, Schmidt und Voggenhuber umfasst Unterstützung in der Öffentlichkeitsarbeit und strategische Beratung bei der Weiterentwicklung der Plattform. In ihrer Rolle als "Senior Advisory Board" sind sie auch die letzte Instanz der Beurteilung, ob ein Projekt für Respekt.net geeignet oder ungeeignet ist.

Laut einer repräsentativen Studie des Marktforschers meinungsraum.at unter 1.000 Österreicherinnen und Österreichern ist das Vertrauen in die Lösungskompetenz der Politik gering: 98 Prozent der Bevölkerung meinen, dass sich die heimische Politik um viele gesellschaftliche Probleme zu wenig oder gar nicht kümmert. Franz Fischler sieht darin einen wesentlichen Grund für sein Engagement bei Respekt.net: "Es müssen jene Strukturen gestärkt werden, die gesellschaftliche Probleme beim Namen nennen und Veränderung vorantreiben. Bürgerinitiativen, Vereine oder Einzelpersonen können einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Gesellschaft leisten, indem sie Probleme thematisieren, die von der etablierten Politik vernachlässigt werden."

Die bisherigen Ergebnisse von Respekt.net zeigen, dass neue Formen des politischen Engagements besonders von Frauen und jungen Menschen positiv aufgenommen werden. "Respekt.net bietet für Einzelpersonen und Gruppen eine neuartige Anlaufstelle. Alle Projekte, die sich inhaltlich an die Gründungserklärung - und somit an die Deklaration der Menschenrechte - halten, sind erlaubt. Für mich ist es von großer Bedeutung, dass diesem sehr breit gefassten Wertekanon entsprochen wird und darüber hinaus klare Entscheidungen bezüglich der Projekteinreichungen getroffen werden", erklärt Elfriede Hammerl.

Die Entwicklung der vor rund einem halben Jahr gegründeten Online-Plattform spiegelt die Vielfalt der für Menschen brennenden Themen: Von Gewaltprävention in Schulen über privaten Sprachunterricht für Migranten bis zu Umweltschutz-Initiativen reichen die zur Finanzierung eingereichten Projekte. Für Wolfgang Petritsch ist die Vielfalt auch der Schlüssel zum Wachstum von Respekt.net: "Je breiter Respekt.net ist, je mehr Interessen der Bevölkerung mit Projekten abgedeckt werden, desto schneller wird die Plattform wachsen. Ich unterstütze daher selbst eines der eingereichten Projekte als Mentor mit Öffentlichkeitsarbeit und Kontakten zu Investoren."

"Die Besonderheit von Respekt.net liegt für mich in der Projektbörse. Angebot und Nachfrage bestimmen dort, welche gesellschaftlichen Initiativen umgesetzt werden und welche nicht. Das ist ein Zugang zu Politik, den es in Österreich bisher nicht gegeben hat: Die Bevölkerung entscheidet selbst, worüber in größerem Rahmen gesprochen wird", erklärt Heide Schmidt den Grund für ihr Engagement bei Respekt.net. "Politik wird damit als unmittelbarer erlebt und persönliche Erfolge durch gesellschaftliches Engagement schneller möglich."

Laut der meinungsraum-Studie meint fast die Hälfte der Österreicher, dass das zivilgesellschaftliche Engagement in den vergangenen Jahren hierzulande abgenommen hat - nur 15 Prozent nehmen eine Steigerung wahr. Für Johannes Voggenhuber ist diese Entwicklung alarmierend: "Offenbar ist es für viele Menschen nicht mehr attraktiv, sich für eine Verbesserung der Gesellschaft einzusetzen. Unsere Zivilgesellschaft braucht dringend neue Impulse. Ich sehe Respekt.net als einen Motor für mehr Engagement, denn es stellt neben Geld auch Know-how zum Gründen neuer Initiativen bereit."

Gemeinsam empfehlen Fischler, Hammerl, Petritsch, Schmidt und Voggenhuber der etablierten Politik, das Potenzial der Zivilgesellschaft stärker zu nutzen. Politik funktioniert heute besser, je mehr Menschen sich daran aktiv beteiligen, sind sich die fünf einig. "Eine einfache Möglichkeit für die Bundesregierung wäre es, jeden auf Respekt.net gespendeten Euro als steuerlich absetzbar anzuerkennen. Damit wäre der steuerliche Spendenanreiz nicht nur etablierten NGOs vorbehalten, sondern es würde auch eine innovative Spendenplattform berücksichtigt, die primär Einzelpersonen und kleinen Vereinen zu Gute kommt. Das würde dem zivilgesellschaftlichen Engagement der Bürgerinnen und Bürger den Rücken stärken. Schließlich profitiert ganz Österreich von diesen Projekten", so der Respekt.net-Gründer Martin Winkler abschließend.

Respekt.net ist eine Online-Plattform für gesellschaftspolitisches Engagement, die Menschen mit Projektideen und potenzielle Geldgeber zusammenbringt. Auf der Online-Börse können Projekte von Einzelpersonen und Gruppen eingereicht werden. Sobald ein Projekt ausreichend durch Spenden finanziert ist, beginnen die Projektinitiatoren mit der Umsetzung. Seit dem öffentlichen Launch im September 2010 haben etwa 300 "Investorinnen und Investoren" über 100.000 Euro für Projekte gespendet. 88 Projekte wurden bisher bei Respekt.net eingereicht. 36 finanziert, die sich aktuell in Umsetzung befinden bzw. bereits umgesetzt wurden. 16 Projekte befinden sich in der Finanzierungs-, 26 in der Formulierungsphase. Derzeit hat die Plattform rd. 900 registrierte User, die Facebook-Seite mehr als 2.000 Unterstützer.

Wie die Finanzierung von Projekten auf Respekt.net funktioniert:
http://www.respekt.net/projekte-unterstuetzen/geld-spenden/

Fotos unter: http://www.respekt.net/media/fotos

Rückfragen & Kontakt:

Verein Respekt.net
Ferdinand Lischka
Assistent des Vorstands
Tel.: 01 4020162
ferdinand.lischka@respekt.net
http://www.respekt.net

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