ots.Audio: Bitkom-Studie "Jugend 2.0": Jugendliche kommunizieren immer mehr online, aber nicht alle sind geschützt

Berlin (OTS) - Anmoderation

Deutsche Jugendliche chatten heute öfter über Netzwerke und Kurznachrichten, als dass sie ihr Handy zum Telefonieren nutzen. Das ist nur eines der Ergebnisse einer neuen Studie des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien, kurz Bitkom. Der Bitkom ließ über 700 Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren befragen. Artur Fischer-Meny:

Beitrag mit O-Tönen

Der Internetzugang ist für Kinder und Jugendliche heute so selbstverständlich wie ein eigenes Fahrrad. Immer mehr verdrängen soziale Netzwerke und Kurznachrichten klassische Handy-Anrufe. Sehr intensiv nutzt der Jugendliche 2.0 soziale Netzwerke wie SchülerVZ und Facebook, so der Präsident des Verbandes Bitkom, August-Wilhelm Scheer:

(Mit 13 Jahren sind die meisten Jugendlichen heute schon Mitglied einer Community. Sei es, dass das SchülerVZ ist oder dass es Facebook ist. Bei den Älteren ist das dann auch so, dass dann Facebook noch populärer ist. Die Jugendlichen sind sehr kontaktfreudig. Im Durchschnitt sagt man, dass ungefähr so zwischen 100 und 150 an Bekannten ein Jugendlicher hat, aber wirkliche Freunde genannt werden zwischen 30 und 35 Personen.)

Und die werden nach wie vor lieber live getroffen. Aber Jugendliche kommunizieren nicht nur über das Netz. Drei von vier Heranwachsenden informieren sich via Internet für Schule oder Ausbildung, verbessern hier ihre Leistungen. Zu den Schattenseiten:
Ein Fünftel nutzt die Möglichkeiten zum Datenschutz nicht optimal. Und fast jeder fünfte ist auch schon einmal belästigt oder beleidigt worden. Dagegen bieten viele Netzwerke Hilfe an. Eltern können zusätzlich technische Schutzangebote nutzen, zum Beispiel durch

(Systeme wie FragFinn.de, bei denen geschützte Surfräume definiert sind, so dass dann Kinder nicht mit für sie ungeeigneten Bildern und Informationen in Kontakt geraten können.) Und Eltern sollten gerade mit ihren jüngeren Kindern über konkrete Erfahrungen im Netz sprechen. Denn zusammen können Eltern und Kinder viel voneinander lernen, so August-Wilhelm Scheer:

(Die Eltern müssen auch lernen, was die Kinder mit dem System machen, sie kennen sich teilweise besser aus als die Eltern. Umgekehrt müssen natürlich auch die Kinder offen sein, sich Ratschläge der Eltern anzuhören, selbst wenn sie vielleicht mit der Handhabung der Systeme nicht ganz so fit sind, aber eben doch über mehr Lebenserfahrung verfügen.)

ACHTUNG REDAKTIONEN:

Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte an ots.audio@newsaktuell.de.

Audio(s) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Audio Service, sowie im OTS Audioarchiv unter http://audio.ots.at

Rückfragen & Kontakt:

BITKOM e.V.
Christian Spahr
Pressesprecher
Albrechtstraße 10 A
10117 Berlin-Mitte
Tel. 030 27576-112
E-Mail: c.spahr@bitkom.org

APA-OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.IT-PRESS.AT | NAA0001