Mehr Sicherheit im IKT-Bereich: Österreichisches Sicherheitshandbuch neu

Wien (OTS) - "Für den Bereich IKT-Sicherheit nimmt das Bundeskanzleramt eine zentrale Koordinierungsfunktion ein und vernetzt in bewährter Weise die unterschiedlichen Akteure und Wissensträger", sagte Manfred Matzka, Präsidialchef im Bundeskanzleramt, heute bei der Präsentation der Neuauflage des österreichischen Sicherheitshandbuchs. Das aktualisierte und neu strukturierte Handbuch wird vom Bundeskanzleramt und dem Zentrum für sichere Informationstechnologie - Austria (A-SIT) herausgegeben. Es ist ein Sicherheits-Guide für den IKT-Einsatz in Verwaltung und Wirtschaft.

Im öffentlichen Sektor bestehe ein hohes Bewusstsein für Datensicherheit, der Umgang mit sensiblen Daten und Informationen sei daher entsprechend verantwortungsvoll. Die Umsetzung eines umfassenden Sicherheitskonzeptes in Österreich sei aber nur gemeinsam mit Partnern möglich. "Durch das Sicherheitshandbuch wollen wir es den Gebietskörperschaften und der Wirtschaft, insbesondere den kleineren Unternehmen, erleichtern, die aktuellen Sicherheitsstandards in ihrem Bereich zu implementieren", so Matzka.

"Mit der Überarbeitung des österreichischen Sicherheitshandbuchs wird ein weiterer Grundstein für die sichere Verwendung von behördlichen und privaten Informationen gelegt. Die Zusammenarbeit aller Beteiligten wird dadurch gefördert", führte auch Manfred Holzbach, geschäftsführender Vorstand des A-SIT, aus. Die elektronische Umsetzung des Handbuches in Verbindung mit einer kontinuierlichen Wartung durch Autorengruppen aus unterschiedlichen Fachbereichen garantiere eine Aktualität, die gerade in der Informationsverarbeitung besonders wichtig sei.

"Die größte Bedrohung stellen derzeit internetbasierte Angriffe auf Computersysteme und auf mobile Kommunikation dar. Daher fungiert die Informationssicherheitskommission des Bundeskanzleramtes als nationale und internationale Anlaufstelle für alle Fragen auf dem Gebiet der Informationssicherheit", sagte Gerald Trost, Leiter des Informationssicherheitsbüros im Bundeskanzleramt. Die Kommission koordiniere Schutzmaßnahmen im Bereich von klassifizierten Informationen, die sich aufgrund völkerrechtlicher Verpflichtungen ergeben, und erarbeite Unterlagen für Unternehmen und Behörden. "Das Informationssicherheitshandbuch soll es Sicherheitsverantwortlichen und Führungskräften ermöglichen, die für ihren Bereich relevanten Informationssicherheitsziele und -strategien zu ermitteln, geeignete Sicherheitsmaßnahmen auszuwählen und zu realisieren sowie Informationssicherheit im laufenden Betrieb zu gewährleisten", so Trost.

Das österreichische Sicherheitshandbuch ist auch in eine internationale Kooperation eingebettet: So besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn, mit dem Ministére de l'Economie et du Commerce extérieur in Luxemburg und mit dem Informatikstrategieorgan des Bundes (ISB) in Bern. Das Schweizer ISB ist Co-Finanzier des österreichischen Projektes und wird die allgemein gültigen Inhalte in ein eigenes Handbuch übernehmen. "Österreich besitzt mit dem österreichischen Sicherheitshandbuch ein anerkanntes Standardwerk zur Informationssicherheit, das sich an internationalen Vorgaben orientiert und sich durch seine Kompaktheit auszeichnet. Es leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erstellung und Implementierung von umfangreichen Sicherheitskonzepten in der öffentlichen Verwaltung und versteht sich als Hilfestellung für die Wirtschaft", stellte Christian Rupp, Sprecher der Plattform "Digitales Österreich" im Bundeskanzleramt, abschließend fest.

Das Sicherheitshandbuch ist verfügbar unter www.sicherheitshandbuch.gv.at

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