Österreichisch-Russischer Abend bei TPA Horwath

Wien (OTS) - TPA Horwath lud gestern, Dienstag, gemeinsam mit der Moskauer Anwaltskanzlei Alrud Law Firm zu einem "Österreichisch-Russischen Abend". Prominenter Gastredner war Boris Nemsic, der die aktuelle russische Wirtschaftslage am Beispiel des Telekommunikationsmarktes beleuchtete. TPA Horwath Partner Klaus Bauer-Mitterlehner ging auf die engen Wirtschaftsbeziehungen beider Länder ein verwies auf die mehr als 350 österreichischen Unternehmen, die bereits mit Repräsentanzen oder Niederlassungen in Russland vertreten sind. Auch die Transferpreis-Reform, die mehr Transparenz, aber auch verstärkt Risiken für Investoren in Russland bringt, war Thema des Abends.

Transferpreise: für jedes international tätige Unternehmen ein Schlüsselthema, rücken diese internen Verrechnungspreise doch zunehmend ins Visier der Finanzbehörden im In- und Ausland.
TPA Horwath informiert in einer Serie von Veranstaltungen über Chancen und Gefahren der neuen Transferpreis-Richtlinien. Gestern, Dienstag, stand Russland im Mittelpunkt. Österreichische und russische Expertinnen informierten zahlreiche Interessierte über den aktuellen (steuer-) rechtlichen Stand bei Verrechnungspreisen.

Mit Jahresbeginn 2011 sollen in Russland neue Transferpreisregelungen in Kraft treten. Das gesamte Regelwerk wird an die internationale Rechtslage angepasst, womit sich die Rechtssicherheit deutlich erhöhen wird. Aufgrund unklarer Bestimmungen mussten Unternehmen bisher ihre Verrechnungspreise häufig im Rechtsweg beanspruchen. In 80% der Fälle wurden die Verfahren zugunsten der Steuerpflichtigen entschieden. "In Zukunft erwarten wir, dass die Rechtsmittelverfahren ausgeglichener ausgehen", so Iris Burgstaller, Transfer Pricing-Expertin beim Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen TPA Horwath. Die Liste der Transaktionen, die unter das Transferpreis-Regime fallen, wird zwar deutlich reduziert, aber die Liste der Unternehmen, die als verbundene Unternehmen aufgefasst werden, wird deutlich verlängert. Positiv ist, dass eine Angleichung der anwendbaren Verrechnungspreis-methoden an internationale Standards erfolgt, so Olga Chugunova.

In Österreich ist der Entwurf für die neuen Verrechnungspreisrichtlinien derzeit in Begutachtung, auch hier sollen die Regelungen mit Jahresbeginn 2011 in Kraft treten. Positiv auswirken werde sich dabei u.a., dass Betriebsprüfungen homogener ausfallen werden, betont Iris Burgstaller. Auch soll es ab 2011 möglich sein, bei der Finanzbehörde ein rechtsverbindliches Ruling zu Verrechnungspreisen einzuholen und damit verbindliche Rechtsauskünfte über zukünftig realisierte Sachverhalte zu bekommen. Ein Risiko ist dagegen, dass die Finanzbehörden ihren Fokus künftig auf mögliche missbräuchliche Gestaltungen der Verrechnungspreise legen werden -eine Beweislastumkehr ist die Folge. Auch die Einführung umfangreicher Dokumentationserfordernisse bringt große Herausforderungen.

Prominenter Gastredner war Boris Nemsic, der die Ausgangssituation Russlands als äußerst positiv beurteilt. Russland zeige enormes Wachstumspotenzial, 62% des regionalen CEE-Wachstums werden 2010 aus Russland und der Türkei kommen. Die Inflation sei mit 7% noch immer hoch, aber in den letzten Jahren bereits gesunken. Das Arbeitskräftepotenzial sei hervorragend. Auch der Rubel zeige sich seit einem Jahr stabil. "Russland ist ein teurer Markt, um Geschäfte zu machen, hat aber ein hervorragendes Potenzial", fasst Boris Nemsic zusammen. Den Telekommunikationsmarkt skizzierte Nemsic als völlig dereguliert, aber uneinheitlich - so wurden für 87 Verwaltungseinheiten separate Lizenzen vergeben.

Weitere Bilder unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=66&dir=201010&e=20101019_h&a=event

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Christa Danner, Pressesprecherin TPA Horwath
Tel. (01) 58835-217
christa.danner@tpa-horwath.com

APA-OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.IT-PRESS.AT | EVT0004