Telekom Austria Group Studie: Österreicher wollen Technologien für mehr Lebensqualität, aber nicht um ewig zu leben.

Wien (OTS) - Ja zu Technologien für mehr Gesundheit und Lebensqualität, nein zur "Verbesserung" des Menschen - Österreicher wollen nicht ewig leben - Roboter-Arzt darf diagnostizieren, nicht operieren.

"Die Österreicherinnen und Österreicher schätzen neue Technologien, die ihre Gesundheit fördern und die Lebensqualität erhöhen. Bei der Verschmelzung von Mensch und Technik ziehen sie aber klare Grenzen: Ein Armband mit Patientendaten wird akzeptiert, ein Mikrochip im Gehirn nicht", erklärt Hannes Ametsreiter, Generaldirektor der Telekom Austria Group. Das Institut SORA erhob für die Telekom Austria Group die Einstellung der Bevölkerung zu neuen Technologien und zur Interaktion von Mensch und Maschine*. Einen Schwerpunkt bildeten Fragen zum Einsatz von Technologien für die Gesundheit - ein Bereich, in dem sich die Telekom Austria Group bereits seit über 10 Jahren engagiert. "Viele unserer E-Health-Lösungen verbessern die medizinische Versorgung und damit das Wohlbefinden von Menschen. Die Ergebnisse der Studie bestätigen den eingeschlagenen Weg. Die Technik soll die Menschen unterstützen, nicht bevormunden", so Hannes Ametsreiter.

Armband ja, aber kein Mikrochip im Gehirn

Die Österreicher wollen selbst bestimmen, wie sie Technik einsetzen. Vier von fünf Befragten (79 %) würden ein Armband tragen, das die Rettung bei Not- oder Unfällen verständigt sowie Patientendaten sammelt und speichert. Einen Mikrochip mit diesen Daten würden sich aber nur 29 % im Körper implantieren lassen. Nach Meinung der Österreicher soll Technik die Gesundheit unterstützen, Menschen aber nicht verändern: Befürworten 81 % Prothesen für Behinderte und Kranke, würden nur 17 % Prothesen zur Verbesserung der Fähigkeiten gesunder Menschen einsetzen. Am stärksten werden Eingriffe im Gehirn abgelehnt. 97 % der Befragten können sich eine Armprothese als Ersatz vorstellen - beim Ohr sind es 83 %, beim Herz sind es 80 % und beim Gehirn nur 32 %. "Eingriffe ins menschliche Gehirn werden von vielen Menschen besonders negativ gesehen. Denn damit werden elementare Fragen berührt wie: Wo steckt das Ich? Und wo das Bewusstsein?", bestätigt Georg Dorffner vom Österreichischen Institut für Artificial Intelligence an der Medizinischen Universität Wien.

Österreicher wollen nicht ewig leben

Die Zukunft sehen die Österreicher zuversichtlich. Für 93 % werden sich neue Technologien in den nächsten 50 Jahren positiv auf die Medizin auswirken. Je älter die Befragten sind, umso optimistischer sehen sie die technischen Möglichkeiten. 95 % erachten schon heute Medizintechnik als nützlich und 84 % Medikamente. An neuen Technologien schätzen die meisten Befragten, dass sie das Leben erleichtern und die Lebensqualität erhöhen können.

Der Wunsch, die Lebensdauer ins Unendliche zu steigern, steht nicht im Vordergrund: Nur 4 % der Österreicher geben an, Technologien einsetzen zu wollen, um ewig zu leben. Ebenso viele können sich vorstellen, länger als 150 Jahre zu leben. 12 % würden gerne zwischen 80 und 89 Jahre alt werden, 16 % zwischen 90 und 99 sowie 17 % zwischen 100 und 119 Jahre. Der Großteil (32 %) würde das Angebot, die Lebensdauer selbst durch Technologien zu bestimmen, nicht annehmen. André Gaszó vom Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften erklärt: "Die Menschen wollen nicht unsterblich werden. Sie möchten neue Technologien - wie zum Beispiel Cochlea-Implantante - in erster Linie einsetzen, um ihre Lebensqualität bei Krankheit oder im Alter zu verbessern."

Roboter-Arzt wird kritisch gesehen

Viele Österreicher befürworten E-Health-Technologien, die den Arzt oder Patienten unterstützen. Fast die Hälfte (45 %) ist dafür, dass Ärzte Computer und technische Hilfsmittel stärker in die Diagnose einbeziehen. Und viele Patienten wären auch bereit, Online- oder Computerdiagnosen statt eines Arztbesuches zu nutzen: 35 % würden dies bei Kopfweh oder leichten Schmerzen tun, 31 % bei kleineren Erkrankungen wie einer Erkältung oder einem grippalen Infekt - und immerhin jede/r Fünfte (21 %) bei einer schwereren Erkrankung wie Lungenentzündung oder Diabetes. Die persönliche Betreuung durch den Arzt lässt sich nicht in allen Bereichen ersetzen. 81 % der Österreicher lehnen eine Operation durch einen Computer oder Roboter ab und nur 11 % würden sich lieber von einer Maschine behandeln lassen als von einem Arzt.

E-Health bei der Telekom Austria Group

Die Telekom Austria Group beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit E-Health. Am Anfang stand das Datennetz der Medizin (DaMe), das Ärzte, Krankenhäuser, Labore und weitere Institutionen digital verbindet. Heute sind schon über 9.000 Ärzte mit der e-Card an das von A1 Telekom Austria betriebene Netz angebunden. Die Telekom Austria Group treibt außerdem die Entwicklung des elektronischen Patientenaktes (ELGA) in Österreich voran. Die Basis für alle E-Health-Anwendungen bildet ein leistungsfähiges Glasfasernetz. Zu den zahlreichen Services und Pilotprojekten in Österreich zählen unter anderem das multimediale Krankenbett, bei dem TV, Internet und Telefon vom Bett aus gesteuert werden, sowie das steirische Projekt "Videofon". Dabei treten Pflegebedürftige auf Knopfdruck über das TV-Gerät mit der Pflegezentrale oder mit Angehörigen in Kontakt. Für die Zukunft werden bereits Anwendungen zur Tele-Ordination oder zur Kontrolle der Genesung aus der Ferne entwickelt.

Informationen zur gesamten Studie finden Sie unter:
http://www.telekomaustria.com/presse/news/2010/0928-futuretalk-studie
.php

* Erhebungszeitraum und Methode: Repräsentative Studie unter Österreicherinnen und Österreichern ab 18 Jahren; Telefoninterviews mit 501 Personen im August 2010.

Über die Telekom Austria Group:

Die an der Wiener Börse notierte Telekom Austria Group ist als führender Telekommunikationsanbieter im CEE-Raum mit 21 Millionen Kunden in acht Ländern tätig: in Österreich (A1 Telekom Austria, hervorgegangen aus der Fusion von Telekom Austria TA und mobilkom austria), Slowenien (Si.mobil), Kroatien (Vipnet), den Republiken Serbien (Vip mobile) und Mazedonien (Vip operator), Bulgarien (Mobiltel), Weißrussland (Velcom) sowie in Liechtenstein (mobilkom liechtenstein). Die Unternehmensgruppe beschäftigt mehr als 16.000 MitarbeiterInnen und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von 4,8 Mrd. EUR. Das breit gefächerte Portfolio umfasst Produkte und Dienstleistungen im Bereich Sprachtelefonie, Breitband Internet, Multimedia-Dienste, Daten- und IT-Lösungen, Wholesale sowie Payment-Lösungen.

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