Unsere aufgeklärte digitale Welt dürstet nach Vorbildern: Die Philosophen kommen

Was haben Social Media, das Web oder ein Weltkonzern wie die IBM mit Philosophie zu tun? Ganz einfach: Wirtschaft trifft auf Philosophie. Meint zumindest die Autorin Marion Fugléwicz-Bren in ihrem neuen Buch: „Die Philosophen kommen“.

Ob TV-Talkshow, Wirtschaftsforum oder Printmagazin – immer häufiger sind es Denker aus verschiedenen Disziplinen, die zu sämtlichen Themen unseres komplexen Lebens befragt werden: Die Philosophen kommen. Und vielleicht sind gerade sie die neuen Vorbilder, die unsere aufgeklärte Welt heute braucht; sind sie es doch, die sich aufs Denken verstehen – aufs Nach-, Quer- und vielleicht auch Umdenken. Im Stillen und in der Öffentlichkeit.

Die Autorin trat in Dialog mit 22 Philosophen und interdisziplinären Experten, die aus ihren höchst unterschiedlichen Perspektiven die Gegenwart und Zukunft unserer Gesellschaft beleuchten. Daraus entstanden essayistische Interviews.
Gert Scobel, Konrad Paul Liessmann oder Robert Pfaller – eines eint sie alle: Die Vielfalt der sehr verschiedenen Ansätze, die allesamt das Ziel verfolgen, uns auf lustvolle Weise zu neuen Erkenntnissen zu führen. Ein Privileg, das wir uns vielleicht öfter leisten sollten: Nachfragen, Differenzieren, Zuhören. Oder Lesen…

Die Faszination des Buches liegt vor allem in der Bandbreite der sehr verschiedenen Ansätze, die allesamt das Ziel verfolgen, uns auf lustvolle Weise zu neuen Erkenntnissen zu führen. Auch philosophisch orientierte Experten aus der IT-Branche kommen zu Wort.

„Das Glas ist halb voll“, so etwa Christian Klezl, der in der Konzernstrategie des Unternehmens IBM in New York als Vizepräsident für die „Smarter Planet“-Strategie zuständig ist: „Wenn der Philosoph laut Platon die Wahrheit, das Schöne und das Gute liebt und begehrt, dann strebt gerade die multimediale Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts nach entsprechenden Antworten, während sich durch Krisen und Herausforderungen eine Rückbesinnung auf nachhaltige Werte beobachten lässt, die das Schöne und Gute neu zu definieren sucht“, so Klezl. Seine Antworten sind spannend und vielversprechend, denn die Fragen sind groß: Finanz- und Wirtschaftskrise, Kostendruck, Verknappung der Ressourcen, Klimawandel, Bevölkerungswachstum, Urbanisierung, exponentielle Zunahme zumeist unstrukturierter Daten, ob im Netz, Audio- oder Video-Bereich, bei Twitter oder Facebook… wie können Organisationen, Unternehmen, Individuen – alle Vertreter unserer Gesellschaft – auf diese zumeist düsteren Zukunftsszenarien reagieren und Nachhaltigkeit schaffen?

Unter dem Titel „Allons enfants d´information – junge Bohemiens in der Gestalt digitaler Hobby-Götter…“ interviewte die Autorin Florian Kondert, der in der Geschäftsführung und strategischen Beratung einer Social Media und Web-Agentur arbeitet. „Warum der Philosophie – einem vermeintlich theoretischen Stoff mit fehlender Affinität zur Operationalisierung – so wenig Raum gewidmet und Relevanz für die täglichen Belange unseres Wirtschaftens abgesprochen wird, wollte und will mir nicht klar werden“, bekennt Kondert. Wer übrigens in der Beschäftigung mit Social Media und neuen Web-Technologien prima vista nichts Philosophisches zu erkennen vermag, könnte sich täuschen, meint die Autorin: Schaffen wir doch „erst in sozialen Interaktionen Bedeutung und konstruieren dadurch Wirklichkeit“, so der Wissensmanager.

Zum Buch erscheint auch eine Webseite, auf der man das Buch bestellen kann und ein Blog, in dem die Autorin weitere Informationen zum Buch zur Verfügung stellt und sich auch zukünftig bemühen will, genügend Zeit zu finden, um „… auch weiterhin zu relevanten Themen regelmäßig und aktuell zu informieren.“

Das Buch erscheint vorerst als Paperback, die E-Book-Version ist demnächst verfügbar.
 Medienvertreter können Rezensionsexemplare beim Self Publishing Verlag tredition anfordern.

Ab sofort im Online-Shop erhältlich sowie als Blog und als Website
Die Philosophen kommen.
Preis: 19,99 EUR inkl. MwSt.
Seitenanzahl: 232
ISBN: 978-3-8495-4395-2
Bindung: Paperback