„Social Media fit, aber wie?“

Vor vier Jahren wie ich das Projekt „Digitalks“ startete, war Social Media noch nicht in aller Munde, vor allem hieß das Phänomen zu der Zeit noch Web 2.0.

In vier Jahren ist viel passiert, Social Media ist im „main stream“ angekommen. Die Firmen und UnternehmerInnen benötigen neben ihren herkömmlichen Webauftritten passende Social Media Auftritte, die ihr Webangebot erweitern, die ihre Communities auf dem Laufenden halten und ihnen neue Interessenten bringen. Ganz am Anfang war Digitalks‘ Ziel, berufstätige Menschen mit Social Media in Kontakt zu bringen und ihnen das vielfältige Angebot rundum Social Media vorzustellen. Mit den Jahren haben sich unterschiedliche Nutzergruppen herausgebildet, die jeweils unterschiedliche Ansprüche für Social Media Nutzung aufweisen.

Die beste Darstellung hierzu habe ich im Blog von der Social Media Agentur virtual identity gefunden.

http://about.virtual-identity.com/2010/05/26/social-media-governance-die-unternehmenskommunikation-wird-zum-chefausbilder/

Dort wird die Social Media Anwendergruppe in vier Gruppen aufgeteilt, die mit Social Media anders umgehen und dadurch auch unterschiedliche Angebote für das Kennenlernen bzw. die professionelle Nutzung von Social Media benötigen.

Die größte Zielgruppe sind die Gelegenheitsnutzer

„Die Mitglieder dieser Gruppe nutzen das Internet und sind vor allem am Konsum von Inhalten interessiert. Das Erstellen von originären Inhalten ist in dieser Zielgruppe eher zweitrangig. Die User haben vielleicht ein Xing- oder Facebook-Profil und geben dort ihren Arbeitgeber an, sind aber ansonsten nicht tiefer in Social Media verankert.“

Für diese Zielgruppe sind Überblickveranstaltungen wie Digitalks oder Einführungsvorträge beim Unternehmerweb geeignet. So können sie die verschiedenen Plattformen kennenlernen, sich mit den Begriffen des Social Web auseinandersetzen und die gängigen Praktiken wie man ein Profil erstellt, wie man seine Daten pflegt, wie man die Plattformen im Alltag nutzt, erfahren.

Für diese Gruppe empfehle ich folgende Veranstaltungen

Digitalks Session @ eday 2011 der WKO am 3. März (kostenfrei)
http://digitalks.at/1vk

Unternehmer.Wissen Seminar „Social Media – Dialog in Echtzeit 2“ (kostenfrei)

http://unternehmerwissen.at/social-media-dialog-in-echtzeit-ii/

Die zweitgrößte Gruppe sind die professionellen Nutzer, die sich stärker mit Social Media befassen und die Agenden für Social Media Kanäle innehaben.

„Zumeist handelt es sich um Mitarbeiter aus den Bereichen Marken- und Unternehmenskommunikation oder der Vertriebsorganisation. Sie haben schon von jeher mit dem Markt kommuniziert. Da sich diese Zielgruppe jeden Tag mit Kommunikation beschäftigt, benötigen diese User einen intensiveren und aktiveren Trainingspart.“

Für sie kommen intensive Trainingsangebote wie Digitools Workshops am eigenen Laptop oder Inhouse-Schulungen und Konferenzen zum Thema Social Media in Frage.

Folgende Termine stehen in nächster Zeit in Wien an:

Digitools Workshops (kostenpflichtig)

Ein Open Social Media Kochstudio: Social Media fix und frisch (kostenpflichtig)
http://adventure-network.eu/kochstudio/

WIFI Kurs „Social Media für Unternehmen“ (kostenpflichtig)
http://www.wifiwien.at/eShop/bbDetails.aspx/Social-Media-f%C3%BCr-Unternehmen/@/bbnr/321500/zg/Dm/

Fachkonferenz „Business goes Social Media“ (kostenpflichtig)
http://www.businesscircle.at/veranstaltung.asp?vid=1569

„Die dritte Zielgruppe besteht aus Themenexperten, die sich unabhängig von ihrer Abteilung bereits sehr aktiv an Themendiskussionen in den nutzergenerierten Medien beteiligen. So verfügen besonders große Organisationen mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit längst über Themenexperten, die aus reiner Eigenmotivation heraus selbständig Blogs oder Foren betreiben, in denen themenbezogene Diskussionen stattfinden.“

Die Themenexperten benötigen vor allem in der Anfangsphase Unterstützung von der Marketing- und Kommunikationsabteilung, da sie bisher mit den fachlichen Aufgaben aber nicht mit der Publikation und mit der öffentlichen Diskussion vertraut waren. Hierzu sind gezielte Trainingsangebote von Vorteil, nachdem die technische Grundlagen für die Social Media Aktivitäten vermittelt wurden, können die Trainings um die Kommunikations- und Diskussionsskills erweitert werden. Sodass die Personen, die in Zukunft Fachblogs oder Foren betreiben werden, die sozialen und interkulturellen Fertigkeiten für ihre neue Aufgabe besitzen.

Die letzte Gruppe, das Management selbst ist von den Social Media Agenden auf der Entscheidungsebene betroffen.

„Besonders die Entscheidungsträger in der Geschäftsführung und auch in der Bereichs- und Abteilungsleitung mit dem Schwerpunkt Kommunikation sollten durch regelmäßige Workshops in die Lage versetzt werden, tatsächlich fundierte Entscheidungen treffen zu können.“

Wichtig ist ein breites Kennenlernen der Social Media Landschaft und der Social Media Agenden des Unternehmens seitens des Managements, dies führt zu einem besseren Verständnis der Problematik und zu einer essentiellen Grundlage für strategische Entscheidungen, ein Kennenlernen in der Tiefe wird sich beim Management nicht ausgehen und ist im Detail nicht notwendig. Wesentlich für den langfristigen Social-Media Erfolg ist, dass alle Erneuerungen und Veränderungen an das Management weiter kommuniziert werden und dass die verschiedenen Abteilungen, die daran beteiligt sind, miteinander agieren.

„Social Media fit sein“ ist aber auch mehr als nur Wissen, wie Twitter und Facebook funktioniert, sondern zu Verstehen, was die Pflege der unmittelbaren Kommunikation und Feedback mit Kunden und Interessenten für das Unternehmensfeld bedeutet, wie sich die Unternehmen aufstellen können, um die Informationsflut, die an sie gerichtet ist, zu bewältigen und von diesen neuen Kommunikationsweisen zu profitieren.