Mythos „Real-Time“ Business Intelligence

QlikTech klärt über die wichtigsten Aspekte des Trends auf: Immer mehr Firmen wollen ihre Daten in Echtzeit durchforsten. Was genau ist aber eigentlich Real-Time-Business-Intelligence (RTBI)? Und ist diese für alle BI-Nutzer sinnvoll? QlikTech räumt mit einigen Mythen rund um das Thema auf.

  • Real-Time ist nicht gleich Real-Time: Gemeinhin verstehen Experten unter RTBI, dass Informationen für Analysen in Echtzeit zur Verfügung stehen. Streng genommen bedeutet dies, dass Daten schon in Mikro- oder gar Millisekunden nach Eintritt eines Ereignisses analysierbar sind und man direkt darauf reagieren kann. Um „richtiges“ Real-Time handelt es sich also nur, wenn zum Beispiel Roboter mit im Spiel sind. Gängige Einsatzszenarien sind im Produktionsumfeld zu finden.
  • Daten über Daten: RTBI hängt mit einem weiteren heiß diskutiertem Trend der Branche zusammen: Big Data. Sind Informationen tatsächlich im Millisekunden-Bereich verfügbar, türmen sich in Kürze enorme Datenberge auf. Diese nur vorzuhalten, bringt Firmen nicht weiter. Die Daten müssen analysiert werden Das erfordert natürlich etwas mehr Zeit als ein paar Millisekunden. Daher sollten Verantwortliche sich klar werden, in welchen Abständen Analysen überhaupt hilfreiche Einblicke für die Entscheidungsfindung liefern. Für manche Anwender stellen Analysen einmal pro Woche schon eine bahnbrechende Weiterentwicklung dar.
  • Near-Real-Time für geschäftskritische Anwendungen: In diese Kategorie der „Fast-Echtzeit“-Analysen fallen die meisten Anwendungsbeispiele. Die Zeitspannen sind zwar etwas länger als bei Real-Time, aber die Analysen unterstützen in Situationen, wo Verantwortliche Entscheidungen in wenigen Minuten treffen müssen und nicht eine Woche oder länger auf Reports warten können. Ein Beispiel ist ein Taxiunternehmen aus den USA und QlikView-Kunde: Die Zentrale benötigt einen exakten Überblick über die Auslastung der Taxis und die Tagesumsätze. Sie behält im Auge, ob es gehäuft Anfragen in einer bestimmten Region gibt. So können die Callcenter-Mitarbeiter zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die Wagen lassen sich effizienter auslasten und die Passagiere müssen nicht ewig auf das bestellte Taxi warten.

„Richtiges Real-Time scheitert am Faktor Mensch. Das menschliche Gehirn ist kein Super-Computer. Folglich kann auch kein Mensch auf Analyseergebnisse reagieren, die in Echtzeit vorliegen. Obwohl unsere Technologie Real-Time BI leisten kann, sind unserer Erfahrung nach Updates für Geschäfts- und Produktionsdaten in Intervallen von unter fünf Minuten nicht wirklich sinnvoll. Das heißt: In den meisten RTBI-Fällen geht es mehr um „Near-Real-Time“-Anwendungen. Und selbst das ist oft zu viel des Guten. Kommen Firmen zu dem Schluss, dass Analysen im Wochenrhythmus ausreichen, um fundierte Entscheidungen für den Unternehmenserfolg zu treffen, ist Real-Time überflüssig“, fasst Stefan Jensen, Pre-Sales Verantwortlicher von QlikTech seine Praxiserfahrungen zusammen.

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